Umlarven

  • Zu diesem Thema hätte ich gerne von Euch Tipps und Anregungen! Wie macht ihr das am besten?
    Verbesserungsvorschläge z.B. welchen Löffel (selbst nehme zum erstenmal den Schweizer) usw. ihr nehmt.


    Ist es gut vorher in den Umlarvnapf einen Tropfen Futtersaft zu tun? bringt das was?


    Vielen Dank!


    Uli :wink:

  • Hallo,


    also mit dem Schweizer Umlarvlöffel gehts "wie geschmiert". Ich nehme ihn am liebsten. Eine andere beliebte Methode ist die mit einem ultrafeinen Aquarellpinsel. Ich komme damit nicht zurecht, vielleicht eher was für Frauenhände :wink:.


    Das feuchte Umlarven ist sicher nicht schlechter, nur muss daruf achten nicht zuviel Gelee zu verwenden und die Larve muss wieder genauso drin liegen wie vorher, sonst erstickt sie.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo uvette!
    Auch ich benutze den schweizer löffel.
    Wenn du ihn unter die made schiebst bekommst du ausreichend futtersaft mit. Wenn du dir nicht sicher bist kannst du auch zwei maden in eine zelle tun. Die bienen nehmen von selbst eine hinaus.
    Mit imkerlichem gruß
    Andreas

  • Ich für meinen Teil benutze den "Schweizer".Etwas geübt und schon funktionierts.
    Feuchtes Umlarven bzw. zweimaliges Umlarven bringt laut Untersuchungen keine nennenswerten Vorteile bei der Annahme. Viele Imker hängen die Näpfchen einige Stunden vor dem eigentlichen Umlarven in die Zuchtvölker, damit sich die Ammenbienen schon einmal daran gewöhnen .
    Ob dies Sinn macht, weiß ich nicht, ich praktiziere es nicht.



    Grüsse



    Michael

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Michael!
    Ich wollte uvette nur auf die sichere seite bringen falls doch mal eine made beim umlarven kaputt geht.Im letzem jahr hat es bei mir nicht gut geklappt mit der königinenzucht. Nach langen überlegen und probieren habe ich eine zuchtleiste über eine
    wabe mit futtertasche angebracht. Die futtertasche habe ich mit nektarpoll gefüllt
    und acht maden umgelarft.Das futter sollte die pflegebienen anlocken. Mein trick hat gut
    geklappt und es wurden 6 zellen gezogen und gepflegt. Dies mal als kleiner tip wenn nichts mehr geht.
    Mit imkerlichem gruß
    Andreas

  • Hei Andreas,


    ich wollte dir nicht wiedersprechen, im Gegenteil, ich bin voll deiner Meinung.
    Die Idee mit der Futtertasche hatte ich noch nicht, aber ich werde es ausprobieren.
    Ich weiß nicht, wie es bei euch aussieht, aber ich komme gerade von den Bienen, die sind auf einem Stand wie sonst Ende April, Anfang Mai. :smile: :smile: :smile:


    Grüsse


    Michael

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo vielen Dank für die gute Antworten!


    Habe jetzt im Buch von Eigil Holm "Die Veredelung von Bienen" nachgelesen, dass die das Gelee beim feuchten Umlarven 1:1 mit Wasser verdünnen und einen Tropfen vorher reingeben. Es sei vor allem sinnvoll wenn man längere Zeit dafür benötigt - die Gefahr des Austrocknens sei geringer.


    mfG
    Uli und nochmals vielen Dank!

  • Hallo Uli,
    das beste Umlarvgerät ist das Chinesische. Mit einer dünnen Zunge wird die Larve aufgenommen und mit einem Schieber, den man wie einen Kugelschreiber betätigt, im Näpfchen abgelegt. Dabei kommt immer ein Futtersafttropfen mit, was gelegentlich zu 100%iger Annahme führt. Mit der schweizer Umlarvnadel, mit der ich jahrelang gearbeitet habe, ist das so gut wie nie der Fall. Die Handhabung ist nach kurzer Einübung sehr simpel. Wenn man weiß, wo die jungen Larven liegen, beginnt man Zelle für Zelle zu plündern ohne die einzelne Larve besonders in Acht zu nehmen. Man kontrolliert sie auf der Zunge des Umlarvers oder am Schluss, wenn alle Näpfchen belarvt sind, wenn nötig mit einer Lupe. Die im Fachhandel erhältlichen Umlarver haben oft den Nachteil, dass die Zunge etwas zu dick ist. Schabt man sie vorsichtig mit einem Federmesser dünn, wird sie flexibel genug um beim Einführen unter Larve und Futtersaft zu gleiten. Mit einer zu starren Zunge sticht man die Mittelwand, insbesondere heller Waben, durch. Zur Geschwindigkeit ist zu sagen, dass ich unlängst in 3 Stunden 64 Zuchtlatten zu je 10 - 13 Näpfchen belarvt habe. Das war sicher noch kein Rekord, ist aber mit keinem anderen Gerät zu schaffen.
    Viel Spaß beim Mädlein umbetten!
    Armin Spürgin
    Fachberater für Imkerei
    ALLB Freiburg

    Fachberater für Imkerei
    ALLB Freiburg

  • Hallo Armin


    Da muss ich bestimmt erst noch etwas üben.
    Auf den Tipp hier hab ich mir gleich einen Umlarvlöffel besorgt. Mich stört nur das der Schieber recht dick ist und den Blick in die Zelle fast komplett versperrt. Vielleicht braucht man den Blick aber nicht mehr, nach dem man die Zunge richtig angesetzt hat.
    Man nimmt doch erstaunlich viel Futtersaft mit und die Made kommt gut zum liegen. Über die Annahme kann ich im Moment noch nichts sagen, ich hatte das Volk nicht vorbereitet( nur einen Zuchtrahmen im Honigraum über Absperrgitter) ich wollte nur mal die Handhabung ausprobieren.
    Nach etwas Übung vielleicht noch mehr.



    Mit imkerlichen Grüßen


    Reinhard


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Reinhard Janke am 2002-06-13 12:14 ]</font>

  • Hallo,


    ich weiß meine Frage passt nicht gerade zur Jahreszeit, bitte verzeiht mir.


    Ich stehe vor der Entscheidung ob ich mir das Schweizer oder das Chinesische Umlarvgerät (nicht die Nadel) kaufe. Welches ist Eurer Meinung nach für einen Anfänger (Zucht) besser geeignet.


    Danke im Voraus für Eure Meinungen.

    mfG, Rohringer Franz
    aus dem schönen Salzkammergut

  • Hallo Franz,
    Du kommst nicht zur Unzeit, wenn Du jetzt fragst. Im Mai ist es zu spät, sich Gedanken zu machen.
    Aber lies doch einfach mal, was weiter oben zum gleichen Thema geschrieben steht, das sagt alles. :wink:

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Mic.


    in der Regel gibts keine überschüssigen Königinnen. Es werden nie alle Larven angenommen, und es werden sich nicht aus allen gleich gute Königinnen entwickeln. Du wirst immer einige aussortieren müssen.
    Spätestens wenn deine Imkerkollegen aus der Umgebung mitbekommen, dass Du züchtest, werden sie dich um Königinnen fragen und dir sie sogar unbegattet abnehmen.
    "Aufbewahren" kann man Königinnen höchstens ein paar Tage, und zwar am besten im Schlupfkäfig überm Absperrgitter eines Trachtvolkes.
    Aber eine unbegattete Königin möchte am 6./7. Lebenstag ausfliegen, und eine begattete möchte naturgemäß in Eilage treten.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Vielen Dank Michael,


    ich hatte schon vermutet, dass es in die Richtung geht. Da ich mich noch ganz am Anfang befinde, sind bei mir Mengenmässig einfach Grenzen gesetzt. Trotzdem hält es mich nicht davon ab, das Umlarven dieses Jahr zu probieren - auch wenn es bei meinen drei Völkern noch anders ginge.


    Gruß


    Michael