Wie Futterteig richtig geben / füttern ?

  • Tatsächlich mit Recht, bei der Kälte!
    Aber verhungern lassen wollte ich sie nun doch nicht:
    Es ging tatsächlich darum, dass (mehr oder weniger, das Volk belegt fast alle 11 DNM-Waben) unbelegte, leere Waben rausgenommen und durch Futterwaben ausgetauscht wurden. Das lässt sich nunmal nicht verschieben.


    Es ist das einzige meiner knapp 20 eingewinterten Völker, das knapp bei Futter war, dafür aber ganz gehörig knapp. 3kg Futter (gewogen und geschätzt) war mir dann doch zu heikel Ende Januar. Man weiß ja auch nicht, ob die ganzen 3kg Anschluss an die Traube haben, sodass die Damen auch an kalten Tagen dran kommen.


    Zu meiner Verteidigung: Ich habe das Volk sehr spät von einem etwas überforderten Imker übernommen und die haben die letzten Futtergaben wegen der Kälte schlecht angenommen.

  • Zu meiner Verteidigung: Ich habe das Volk sehr spät von einem etwas überforderten Imker übernommen und die haben die letzten Futtergaben wegen der Kälte schlecht angenommen.

    Du musst Dich nicht verteidigen, solche Situationen kommen schon einmal vor. Solange das nur bei einem Volk notwendig war ist das auch OK, aber Du schreibst auch das 11 Waben besetzt waren - nun ich hätte keine besetzten Waben angefasst, nur unbesetzt leere gegen Futterwaben getauscht, alternativ könnte man auch einfach eine Zarge mit Futterwaben drauf setzen...


    Wenn der Imker von dem Du das Volk hast wirklich überfordert war achte einmal auf den Varroafall, könnte es sein das die gegen Varroadruck angebrütet haben und so den ganzen Winter durchgebrütet haben? (Schlechte Futterabnahme im Herbst könnte auch auf Varroadruck hinweisen, aber dafür kann es auch noch andere Gründe/Ursachen geben...)


    Gruß

    Franz

  • nur links und rechts leere Randwaben ausstauschen gegen volle, den Kern fürs begonnene/zukünftige Brutnest lassen, das ist bei den Ablegern(4-6 DNM) jedes Jahr bei der Träufelung oder im Februar notwendig.

    wenn der Zwischendeckel (oder Hilfsrahmen) umgedreht es erlaubt, eine Futterwabe oder Futterteig mit Beespace (Leisten) oder auf die Oberträger legen.

    Bei absoluter Not auch Ziplockbeutel (3l-Variante mit 1l Appinvert) auf die OT- wenige Nadelstiche dort wo die Wabengassen sind, wenn die OT belegt sind

    Wegen der aufsteigenden Wärme und Kondenswasser wird Fütterung von oben im Winter für die Bienen einfacher als von unten aufgenommen, wenn die Traube nicht unten durchhängt.

  • Der Varroa-Befall ist im grünen Bereich, das war ein Jungvolk und wurde noch von ihm mit Bayvarol behandelt. Die sind einfach recht stark in den Winter gegangen und haben schlecht das Futter abgenommen, weil es zu kalt war, denke ich.


    Aber ansonsten gute Ratschläge!
    (Eine Zarge mit Futterwaben habe ich leider nicht mal eben so im Wabenlager. Ich bin gespannt, wie der Futterverbrauch sich entwickelt, wenn es tatsächlich, wie angekündigt, noch bis April eiskalt bleibt!)

  • Eine Zarge mit Futterwaben habe ich leider nicht mal eben so im Wabenlager. Ich bin gespannt, wie der Futterverbrauch sich entwickelt, wenn es tatsächlich, wie angekündigt, noch bis April eiskalt bleibt

    Dann such einmal nach "Notfallfütterung" oder "Füttern im Winter" dann findest Du einige Tipps, von Futterteig bis ZIP-Beutel Lösungen, da sollte etwas passendes, für Deine Situation und Deine Randbedingungen, dabei sein...