Brutraumtausch bei Honigernte - Raumanordnung

  • Hey,


    mit Brutraum 1 + 2 sind bei mir die unteren Br. immer nur halb genutzt, sprich: es sind immer noch 3-4 Mittelwände nicht ausgezogen (Liebig-Zander).

    Wenn jetzt die oberen Honigräume geklaut werden, würdet ihr dann auch gleich die Bruträume vertauschen, also den halb genutzten nach oben setzen und den mit den ganzen Brutwaben nach unten? Ist für die Bees ja eh schon so ein "Tohu wa-bohu" und oben wäre mehr Platz für die, von den Honigwaben getrennten.

    Nach dem Schleudern kommt dann eine Zarge über Asg auf den Ex-ersten Br., also

    von

    Br1 > Br2 > Asg > Hr1 > Hr2

    zu

    Br2 > Br1 > Asg > leerer Hr1 (der Hr1 kommt nach Auslecken runter)


    Wären dann Ende August die Brutwaben vom unteren "Br2" weitgehend leer, zum Entnehmen?


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    Zwei Käste habe ich, die "on top" eine ansatzweise mit Nektar gefüllte Hr-Halbzarge haben. Die würde ich den Bees einfach beim "Klau" unter Asg & Bienenflucht stellen und für den Winter lassen.


    Br2 > Br1 > Halber Hr > Asg > leerer Hr1 (der Hr1 kommt nach Auslecken runter)



    Was haltet ihr von diesen Strategien?


    Was kann man mit einem halbem Hr im Frühjahr machen - bzw. was machen die Bees damit?


    juli

  • Wenn die Bienen genügend ausgebaute Waben haben, bauen sie in dieser Jahreszeit meist Mittelwände nicht mehr aus, egal ob oben oder unten. Ich würde deshalb keine Zargen tauschen, sondern den Brutraum so lassen. Die Honigzarge würde ich entfernen und dann langsam einfüttern.

    Gruß Ralph

  • Irgendwie bekommt man die Realität schon an seine Ideologie angepaßt. Wenn nicht, hat der ausführende Imker halt versagt. Weil das Problem steht ja immer hinter der Beute. Sagt der Doktor!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Also ich würde die Bruträume in dieser Konstellation, 2. Brutraum wurde untergesetzt und ist kaum benutzt, tauschen. So hat man die Brut weiter weg von der Ameisensäure. Die unbebrüteten Honigwaben für 2019 wegstellen.

  • Moin Leute,

    vor lauter BR1, HR2, oben, unten, halbvoll, halbleer, tauschen, umhängen usw habe ich ehrlicherweise kapituliert, mir schwirrt die Birne und ich frage mich zum hundertsten Mal, weshalb man ein so schönes Hobby wie die Imkerei komplizierter gestalten kann als die Führung eines Atom-Unterseeboots.

    Unterer Brutraum weg, auf den restlichen zwei Zargen überwintern, im Frühjahr eine Zarge MW als Honigraum oben drauf. Ende.

    Und wenn dann in der unteren Zarge noch viel Brut ist, wartet man halt noch ein paar Wochen.

    Oder schließt die Augen und wirft sie mit in den Schmelzer.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • ..oder man legt ein Absperrgitter zwischen oberen und unteren Brutraum, nachdem man vorher sicher gegangen ist, dass die KÖ sich im oberen befindet.

    Nach 21 Tagen ist unten keine Brut mehr und man kann die Zarge weg nehmen

    Eventuell vorhandene Drohnen oben abfliegen lassen nicht vergessen.

    Oben auf BR 2 einen "neuen" BR ( mit ausgeschleuderten Honigwaben)

    Nun ja, wurde ja schon oft genug beschrieben, ich "verdrück" mich wieder

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Moin,


    wie Michael es schon gesagt hat: Einfachheit ist für die Bienen, und erst recht den Imker, nicht schlecht. Für mich ein klares Argument für eine Betriebsweise mit einem Brutraum, solange dieser Platz für mindestens 60.000 Zellen bietet, was die meisten Systeme aber erfüllen. Wabenhygiene kann man dann in einem Rhythmus von zwei Jahren per TBE durchführen, und erspart sich und den Bienen das jährliche Beuten-Tetris.


    Beste Grüße


    Peter