Ableger vereinigen oder ihm noch eine Chance geben?

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    Ich hatte mich oben verschrieben. Ich meinte, dass ich 14Kg Apiinvert einfüttern wollte.

  • Jetzt guck ins Volk, morgen, nicht nächste Woche und dann bestimmst du:

    a) Bienenmasse, wie viele Waben sind gut mit Bienen besetzt, von mir aus schaust du auch früh morgens bei niedrigen Temperaturen und zählst die besetzten Wabengassen - kann aber sehr täuschen

    b) Brut vorhanden, wenn ja in welchem Umfang?

    c) Futter vorhanden, wie viel?

    d) Varroabelastung?, Windel, CO2, Puderzucker egal.


    Wenn viel Brut vorhanden ist und in allen Stadien, dann wegen mir Apiinvert. Von mir aus auch 14kg, aber beachte c).

    Wenn wenig und vor allem verdeckelte Brut da ist, aber a) stimmt, dann beherzige endlich die Ratschläge und füttere dünn.


    Wenn a) nicht passt, b) nicht vorhanden ist und d) erhöht ist, dann wird's langsam düster. Die Uhr tickt.

  • Vielleicht spalten die Bienen die Mischung von 2/3 Apiinvert zu 1/3 Wasser ja auf und freuen sich bei der allgemeinen Trockenheit eben auch über das Wasser. ;)

    Was sollen die "spalten" ? ApiInvert besteht grob aus ca. je 1/3 Fructose, Glucose und Saccharose in Wasser gelöst:

    https://www.bienenfuttertankst…r-bienenfutter-apiinvert/


    "Spalten" lässt sich nur Saccharose in Fructose und Glucose - das braucht aber Wasser und Enzyme der Bienen. Das ist ja der Sinn bei Apiinvert Fütterung, dass es eine Erleichterung für den Bien ist, sprich der Aufwand kleiner ist.


    Oder meintest Du "trennen" von Wasser und Zucker ? Wie die Bienen das machen, weiß der Herrgott ...

  • Wie die Bienen das machen, weiß der Herrgott ...

    Na ja, ein paar mehr als der Herrgott wissen das schon.

    Wobei "Trennen" übertrieben ist. Es ist nicht so, dass direkt Wasser, welches z.B. zur Stockkühlung benötigt wird, einfach aus dem zu feuchten Nektar ausgefiltert und rein wieder irgendwo abgesetzt werden kann.

    Bei der Honigeindickung gint es eine aktive und eine passive Phase.

    Die aktive ist die Futterkette von den Trachtbienen an die Stockgenossinnen und auch Drohnen können hier mit einbezogen werden (!). Anzahl der einbezogenen Individuen bzw die Volkstärke beeinflusst wesentlich den späteren Fermentgehalt des Honigs. Ebenso die Frage, ob es sich um MAssen- oder Läppertracht handelt.

    Dann folgt das Honigtropfenlüften bis zu einem Wassergehalt von 30%, weil es dann nicht mehr möglich ist.

    Dann die passive Phase mit Einlagern und Ventilation zur Trocknung.

    Aber dabei ist das Wasser dann raus und nicht abgetrennt wohlgemerkt.

    Wasser holen die Bienen insbesondere aber bei Brutgeschäft UND Trachtarmut! Man kann davon ausgehen, dass flüssiger Nektar von den Ammenbienen schon direkt weiter verstoffwechselt wird und im Futtersaft aus den Drüsen wieder auftaucht. Gibt es keine oder zu wenig Frischtracht, muss mehr Wasser geholt werden.


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Guten Morgen Chris,


    ich habe gerade in das Volk gesehen.


    Folgender Sachstand:

    • Das Volk lebt auf drei (aus meiner Sicht gut besetzten) Wabengassen.
    • Zwei Waben sind mit verdeckelter Brut gefüllt. Eine ist zu etwa 50 Prozent verdeckelt, eine zu zwei Dritteln.
    • Die drei besetzten Wabengassen stammen aus den Waben, die ich für die Ablegerbildung aus den Spendervölkern entnommen habe. Der Rest des Brutraums sitzt auf DN1,5 Waben. Davon ist nur eine teilweise ausgebaut, der Rest gar nicht.
    • Eine Futterwabe ist recht gut gefüllt (auch wieder eine DN1,0 Wabe aus den Spendervölkern).
    • Varroabelastung muss ich noch mal prüfen. Der Ableger wurde nach der Bildung 2x mit Milchsäure und im Juli 10 Tage mit 300mL AS aus dem Nassenheider professionell behandelt. Ich weiß, dass man die einzelnen Völker nicht direkt miteinander vergleichen kann, aber: Bei meinen anderen Völkern habe ich die Windel über drei Tage eingeschoben und dort sind insgesamt 4, 6 und 12 Milben gefallen (wie gesagt über 3 Tage).


    Ich würde dann heute Abend ab 21:00 Uhr das Apiinvert geben und das Flugloch auf eine Bienenbreite verengen.


    Vielen Dank bis hierhin für die Tipps.

  • . Hier geht noch mal richtig die Post ab, sowohl bei den WV als auch bei den Ablegern. Schleppen Pollen bei wie die Bekloppten

    Die Immen haben wärend der Hitze das Brutgeschäft reduziert, nicht alle aber viele, das holen die nun auf. Pollen gibts nach dem Regen nun auch wieder.......

    Im Süden kennt man das so,: Regen gefallen- Bienen brüten wieder....

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Hallo,


    ich sehe nichts Entspannungswürdiges:


    Also sehen tu ich natürlich auch nichts - nur lesen.


    ich lese oben von DREI besetzten Wabengassen an Bienenmasse. Wenn ich das richtig verstehe auf DNM, dann folgen zugegebene 1,5 DMN MW-Rähmchen, von denen nur ein Rähmchen begonnen wurde oder wie soll ich das verstehen? Außerdem haben die eine gefüllte Futterwabe in DNM.

    Und sie haben auf zwei DNM Rähmchen Brut.


    Ich finde das ehrlich gesagt fragwürdig knapp.

    Auch frage ich mich, wozu und wohin die 14 kg Futter benötigen oder verpacken sollten. Das steht ziemlich außerhalb der Verhältnismäßigkeit. Sprich: Es ist viel zu viel


    Nach üblichen Schätzmethoden ist eine vollbesetzte DNM Wabenseite mit gut 800 Arbeiterinnen besetzt. Ob diese drei Wabengassen nun wirklich sechs Wabenseiten voll füllen wage ich hier mal zu hinterfragen.

    Und dass die Brut von Holz zu Holz reicht, denke ich nun leider auch nicht. Was aus den jetzt verdeckelten Flächen schlüpft, ist noch nicht alles Winterbiene. Klar, liegt der September noch vor uns aber den Aufschwung erwartet man da doch eher für Einheiten, die den Berg überwunden haben und jetzt noch ein wenig Gas geben können. Wie der Spätsommer und Herbst so werden, wissen wir alle nicht.


    Meine Antwort zur Ausgangsfrage: Ableger vereinigen!


    Mir wären die wohl zu knapp.

    5000 lautet die magische Zahl. Damit es überhaupt eine Chance gibt, die krebsen am Limit bzw darunter vermutlich.


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Man braucht um auf Großformat wie DD/ZaD oder 1.5DNM zu wechseln, einfach genug Bienen (1,5-2,5kg KS) bzw mehr Zeit. Die läuft einem ab Mitte August schneller weg als man denkt, deshalb mache ich die letzten Wechsel Ende August/Anfang Sept nur noch auf DNM/LS und ausgebaute Waben aus dem 1.HR.

    Wenn sie jetzt nur 3 Gassen DNM besetzen und noch nicht auf mehreren ausgebaute 1.5, lass es - gib ihnen nur DNM, und Ziel 6-8 Waben geschiedet. Die Nachttemperaturen gehen jetzt runter, da werden sie sich zusammenziehen und schlecht weiterbauen. Außerdem fehlt einfach Bienenmasse, um Brutpflege, Pollensammeln, Bauen und Futtereinlagern zu realisieren.

    Im Gegensatz zu den Völkern sind die Pollenvorräte nahe Null, das eine verdeckelte Brutwabe mit viel frischem Pollen im doppelten Sinne hilft- mehr Bienen und Pollen zum Verbrüten.

    Alternativ vereinigen oder BW-Doping aus behandelten Völkern.

  • Hallo,


    anbei nochmal der Zwischenstand:


    - Ich habe heute in das Volk gesehen. Eine DN 1,5 Wabe wurde begonnen zu bestiften und dort ist verdeckelte Brut.

    - Ich habe aus zwei anderen Völkern je ein Rähmchen in DN 1,0 mit ca. 1/8 verdeckelter Brut zugehangen. Ich rechne bei DN 1,0 mit ca. 5.000 Zellen je Rähmchen. Damit müsste ich das Volk dann nochmal mit ca. 1.250 Bienen verstärkt haben. Richtig?

    - Mehr Waben wollte ich aus den anderen Völkern nicht entnehmen. Da ist mir das Risiko zu groß, dass der Ableger nicht durchkommt und ich meine gesunden Völker zu stark schröpfe.

    - Heute habe ich 14Kg Apiinvert eingefüttert. Ich hoffe, das Volk ist stark genug für den Winter.


    Für weitere Meinungen / Hilfestellungen bin ich natürlich dankbar.