Ableger vereinigen oder ihm noch eine Chance geben?

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    Hallo zusammen,


    ich habe eine Frage zu einem Ableger.


    Dazu folgende Rahmendaten:

    • Den Ableger habe ich am 21.05 mit 2 Rähmchen und ansitzenden Begleitbienen gebildet. Ein Rähmchen war zu ca. 50 Prozent mit Brut verdeckelt, das zweite zu ca. 30 Prozent. Stifte waren vorhanden.
    • Am 18.06. war noch keine neue verdeckelte Brut zu sehen. Folglich ging ich davon aus, dass keine Königin herangezogen wurde. Deswegen habe ich eine weitere bestiftete Wabe eingehangen.
    • Am 07.07. habe ich offene Weiselzellen gesehen. Da ging ich davon aus, dass eine Königin gezogen wurde. Zur Verstärkung habe ich trotzdem noch mal 2 Rähmchen zugehangen. Beide waren gut verdeckelt und hatten Stifte.



    Nun bin ich mir nicht sicher, ob der Ableger noch mal in die Gänge kommt und würde euch um eure Meinung bitten:

    • Sollte ich den Ableger mit einem anderen Volk (oder mehreren) vereinigen? Ich hätte 4 Völker, auf die ich die Bienen verteilen könnte.
    • Hat er eine Chance, dass aus ihm noch etwas wird?
    • Es wird ja jetzt langsam eng, dass eine Königin noch begattet wird. In anderen Völkern werden die Drohnen schon rausgeworfen.


    Beim Vereinigen würde ich bei dem Ableger jetzt die AS-Behandlung machen und erst danach mit einem anderen Volk vereinigen.


    Wie ist eure Meinung? Vereinigen oder dem Ableger noch eine Chance geben?


    Vielen Dank im Voraus für die Hilfe.


    Viele Grüße

    Manuel

  • Die Begattung kann jetzt durchaus noch funktionieren, vereinigen kann man auch noch im Oktober, also kommt es jetzt auf 14 Tage nicht an. So lange sollte man der Sache jetzt schon noch geben, zumal ja mehrfach Waben mit Brut zugehangen wurden.

  • Diese Frage treibt mich auch gerade um.

    Ich hab 2 Ableger die beide irgendwie schwächeln. Jeweils nur ein kleines Brutnest und beide wachsen irgendwie nicht.

    Was macht man denn da? beide zusammen hängen? Aber mit welcher Königin?

  • Nach meiner Erfahrung reichen 3 Brutwaben mit legender Königin Anfang August für ein Volk, welches durch den Winter kommt. Natürlich ordentlich behandelt und junge Königin. Es wäre wichtig zu wissen, wie viele Wabengassen aktuell belegt sind. Dann hätte man auch eine Vorstellung, wie viele Winterbienen die Sommerbienen noch erbrüten könnten. So 5 Wabengassen DNM sollten es jetzt mindestens sein, denke ich. Abrechnen, also vereinigen, tue ich oftmals nach der Auffütterung. Immer vorausgesetzt, es ist eine legende Königin drin. Also zusammengefasst: ich würde noch 14 Tage warten. Wenn dann keine Eilage, auflösen. Wenn Eilage, füttern und Ende September entscheiden, ob winterfähig oder nicht.

  • OK. Vielen Dank erstmal für die Hilfe. Würde es Sinn machen, noch eine weitere Brutwabe aus einem anderen Volk zuzuhängen oder würde ich damit die Bestandsvölker zu stark schwächen?


    Und zum Verständnis: Wie würde denn eine neue Königin begattet? Die Drohnen werden ja jetzt aus den Völkern geworfen. Sind die außerhalb des Volkes überlebensfähig?

  • Die Königin braucht 10 bis maximal 20 Drohnen zum Glück. Die fliegen noch im 9km Umkreis, halt aus jedem Volk einer reicht...Brutwaben würde ich jetzt nicht mehr schröpfen und woanders zuhängen. Abwarten war das Stichwort. Ist schwer genug...

  • Hallo,


    ich kann mich da Wiebke nur anschließen und Ralf.

    Die Begattung ist jetzt kein Problem,nicht alle Drohnen fliegen raus und nicht bei allen Völkern.


    Stetige Fütterung dünnflüssig, wenn die Königin da ist wäre von Vorteil, damit sie noch bauen und wachsen.


    Solltest du noch Honigräume abzunehmen haben:

    Stoß ein paar HR-Waben in einen Hobbock ab oder Korb etc und gib diese Bienen dem Ableger.

    Das klappt einwandfrei ohne Risiko. Es sind junge Bienen und dann hast du schließlich auch noch Brutwaben zugehängt.

    einlaufen lassen funktioniert sehr gut, dazu einfach den Korb oder Hobbock auf das Anflugbrett des Ablegers anlehnen oder vor das Flugloch auf eine Einlaufhilfe schütten.


    Im September/Oktober auf Volksstärke prüfen und entscheiden

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • wenn man nur frische Maden zum Nachziehen geben will, reichen ein paar ausgestanzte Zellen auf einem Wabenstück aus. Warum soll der Spender mit seinen besseren Genen ständig wabenweise geschröpft werden? Das geht zu Lasten der Leistungsfähigkeit des Spenders und der Lebensdauer seiner Königin.


  • Füttern wirkt Wunder

    Ansonsten

    wann und wie gebildet? wird gefüttert? Seit wann? Reserven? wie stark genau? Was für eine Hütte?

    Nachschaffung? ........

    Zugefüttert habe ich stetig.


    - 07.06. 1,2 Kg Apifonda.

    - 25.06. 0,5 Kg Apifonda.

    - 14.07. 1,3 Kg Apifonda.


    Ein Gartenteich steht ein paar Meter vom Volk entfernt. Wasser ist also vorhanden. Das brauchen sie ha soweit ich weiß, um Apifonda zu verarbeiten.


    Wabenmaß ist DNM 1,5.

  • Das kann ja jeder halten, wie er mag. Und Futterteig wird nun mal als Futter verkauft.


    Aber "stetig" Ableger füttern ist das in meinem Verständnis nicht


    Stetig ist Tracht vortäuschen.

    Tracht/Nektar ist dünnflüssig, wird erstmal eingelagert, braucht Platz dafür, wird dann eingedickt.


    Ableger bekommen bei mir dünnflüssig Zuckerlösung 1:1 oder noch dünner oder auch verdünnten Sirup. In so kleinen, der Volksstärke angepassten Portionen, dass es mindestens alle 2 Tage was gibt.


    Futterteig habe ich zugegebenermaßen selbst erst 1 x benutzt, hatte da keinen guten Effekt. Das ist also absolut nicht repräsentativ;

    Dazu hab ich aber immer gern das IF genutzt und die dünnflüssig-täglich-Variante gefunden und als besser dann erlebt. Sie bauen dann mehr Zone aus zum Einlagern.

    Den Wahrheitsgehalt durch Vergleichsaufbau großer Ablegerzahlen mit Teig und flüssig kann ich also nicht bieten :lol:

    Plappere in dem Fall aber mit Überzeugung gern Wiederholtes nach

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Manuel,

    wenn auf den beiden Waben vom 7.7. keine Weiselzellen angesetzt sind, sollte eine junge Königin im Volk sein. Ich würde ihr auch noch etwas Zeit geben und keine weiteren BW dazu hängen. Es soll Königinnen geben, die warten bis alle fremde Brut geschlüpft ist. Wurde hier schon mehrfach geschrieben. Drohnen gibt es noch genug. Und dünn füttern kann ich nur bestätigen. Flugloch natürlich klein halten. Nur kleine Mengen füttern sonst engen sie das Brutnest so ein, dass die Königin keinen Platz zum Stiften findet.

    Willst du Gottes Wunder sehen, musst du zu den Bienen gehen.