Kondensfeuchte/Kondenswasser in den Beuten verringern

  • Na doch „Schimmelwaben“.

    Aber NUR am Rand! Na wo sonst?

    Und Weichfaserplatte, schön vollgesaut - schon mal gewogen? Vorher / nachher!

    Das gibt einen Anhaltspunkt für die Dämmwert“Reste“ solcher Deckelkonstruktionen.


    Mal sehen ob ich meine Kümmerlinge und Schwächlinge wenigstens bis zum Winter am Leben erhalte. Länger sicher nicht, wenn ich den oben gemachte Prognosen glauben soll.😌

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Guck mal unter DWD Agepan.

    Das könnte auch für Nichtimker hilfreich sein.


    Danke, Kiki. Ich hatte sowas vermutet, aber alle Handelsnamen kenne ich nicht und zunächst wollte ich nicht guugeln. Trockengepresste Holzfaserdämmplatte mit Beschichtung, als Kurzbeschreibung für die Nichtguugler.

  • Hauptsächlich DNM 1.5 in der Einfachbeute, Warmbau auf 6 bis 9 Rähmchen mit Thermoschied vorn und normales Schied hinten- je nach Volksstärke.

    Gitterboden immer offen.

    Folie, Innendeckel mit Styropor oder Filzmatte und Blechdeckel.

    Kein Schimmel.

    Ich hatte mich auch von dem Hype anstecken lassen und mit hohen geschlossenen Böden und Leinentuch+Warredach experimentiert, bin aber wieder völlig davon abgekommen.

    Die Bienen kitten alles so extrem zu daß es einfach furchtbar ist an den Völkern zu arbeiten und einen positiven Effekt konnte ich auch nicht feststellen.

    Bei Warre ist das natürlich zweitrangig da man da keine Rähmchen ziehen muss.

    Bei meine Wirtschaftsvölkern gibt es dafür den offenen Boden und einen auf die Volksstärke angepassten Brutraum und somit auch keinen Schimmel.

  • Bitte. Wobei Beschichtung wilder klingt, als sie ist. Beim Durchsägen sieht man nichts davon. Regen hält die Platte mal problemlos aus, falls der Wetterdeckel davonfliegt, wenn sie danach gut trocknen kann. Ich finde das Material gut, weil es sich nicht verzieht und die daraus geschnittenen Platten immer dicht schließend auf den Beute liegen. Wegen ihres Gewichts fliegen sie auch nicht so einfach davon.

    Einziger Nachteil. Wenn die Bienen im Spätsommer den Deckel richtig festkitten, leidet beim Öffnen auf Dauer die Platte. Auch, aber nicht nur deswegen, verwende ich außerhalb der Trachtzeit eine Folie.

    Coronataugliches Freiluft-Imkerforumstreffen am 3.-5.9.2021 an der Lahn.

  • Die "Beschichtung" sollte auch nur unten sein. Trotzdem bis acht Wochen Allwettergarantie von oben. Das sollte für eine Sturmnachschau auch im Winter reichen. Wobei natürlich ein wegewehter schwerer Blechdeckel leicht den leichteren Innendeckel mitnimmt.

    Noch ganz wichtig für viele: diffusionsoffen!

  • Und Weichfaserplatte, schön vollgesaut - schon mal gewogen? Vorher / nachher!

    Das gibt einen Anhaltspunkt für die Dämmwert“Reste“ solcher Deckelkonstruktionen.

    Stimmt so nicht ganz. Einer der Vorteile von Holzweichfaser ist ja, dass sie bis zu einem Viertel ihres Gewichts an Wasser aufnehmen kann, OHNE nennenswert an Dämmwert zu verlieren. Im Gegensatz zu Mineralfaser oder Filz zum Beispiel. Wird sie entsprechend belüftet (z.B. hinterlüfteter Deckel), kann die das Wasser auch wieder abgeben. Funktioniert bei Menschen- UND Bienenbehausungen. ;)

  • Meiner bescheidenen Meinung nach ist es eine Ansammlung von vielen kleinen Problemen die in Summe zum dicken Hund werden.

    Inhalt in L von Kiste

    Aussenfläche Holz im Verhältnis zum Inhalt

    Holzsorte/Farbe/Styro (gaaanz schlecht!)

    Hoher Boden oder nicht und oder offen

    Fluglochbeschaffenheit

    Deckel (überstand?) unterlüftet?)

    Folie

    Standort, (Boden eher Sandig oder Lehmig, Sonnig oder Schattig, Kälteloch etc.)

    Auf Boden oder eher höher stehend?

    Schied oder nicht (eventuell beidseitig, isolierend?)
    VOLKSSTÄRKRE (Ehrlich!!)

    Usw.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Was ist schlecht an Styropor als Beutenmatetial ?


    Von innen durch die Bienen ausgekleidet nach einer Saison, halten lange, sind leicht und Isolierung ist hervorragend usw.


    Und jetzt bitte keine Erzählungen über ausgasende flüchtige Stoffe....

  • Tja,

    Da wird meiner Meinung nach was durcheinander geschmissen. Segeberger Beuten bestehen aus verdichteten Material und da geht kein Wasser rein. Nie und Nimmer.

    Das Material wird ja auch für die Isolierung vom Keller genutzt.

    Die Styroporplatten die man zur Dämmung unter Holzdecken etc verwendet, dürfen keiner Feuchtigkeit ausgesetzt werden. Die ziehen Wasser und faulen sogar dann weg. Das ist den meisten Dachdeckern bekannt, da diese Platten unter Flachdächern verwendet wurden.

    Ich habe Segeberger Beuten, wovon Teile schon sehr alt sind. Die ziehen keine Feuchtigkeit. Allerdins ist Styropor nicht UV Stabil. Werden die Beuten nicht entsprechend gestrichen, wird das Material relativ schnell spröde und porös.

    Meine Deckel für die Holzbeuten bestehen daher aus 3-5 mm Siebruckplatte. Darunter 1,5'cm Styropor und dann eine Platte für Schrankrückwände mit der glatten Seite zur Folie. Wichtig ist, dass dann Platz zur Folie sein muss.

    Das billige Styropor darf nie direkten Kontakt zu den Bienen haben. Die machen in kürzester Zeit Kleinholz daraus und die Flocken sind überall verteilt.

    Preiswerte leicht einfach Gut...wenn man es richtig macht.

    Zu dem Thema Ausgasungen noch schnell. Wenn meine Beuten im Winter selbst gebaut werden und frisch gestrichen wurden, fliegen die direkt nach draussen.

    Im Carport und unter einem Schleppdach können die in ruhe ausgasen. Bis die zum Einsatz kommen, sind dann Monate vergangen. Auch bei den biologischen Anstrichen müssen die Öle etc sich erstmal setzen.

  • Laut Jos Guth saugen die sich voll Wasser

    In den 90ern hatte ich auch Seegeberger Beuten. Wenn ich im Herbst die Futterzargen nicht schnell genug runter genommen habe, waren zwischen den Kügelchen vom Styropor Stockflecken. Außerdem hat sich auch in der Beute Kondenswasser gebildet, das in den Ecken runter gelaufen ist, trotz offenem Boden.
    Ich fand die damals schwer zu reinigen und bin auf Holzbeuten umgestiegen.

    Bei meinen war die Oberfläche innen gefühlt auch so rauh, dass sie sich zwischen den Kügelchen voll Wasser saugen konnten.

    Natürlich war nicht die ganze Zarge wie ein Schwamm nass, aber es hat immer gedauert, sie nach dem Reinigen richtig trocken zu haben. Das war ähnlich, wie bei Holz, aber das flamme ich einfach aus...

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Das war ähnlich, wie bei Holz, aber das flamme ich einfach aus...

    Wenn du das bei den Styroporkisten auch machst, verschwinden die schlecht zu reinigenden Zwischen- und Hohlräume:D


    Jos Guth is ganz sicher ein sehr guter Imker, aber dass sich die Styroporkisten voll Wasser saugen, dürfte noch größerer Quatsch sein.

    Der Schimmel entsteht auf dem Material und nicht im Material. Wobei Luft zugängliche Zwischenräume nicht als "in" bezeichnet werden können. Bei Holz wird wohl auch etwas vom Beutenmaterial vom Schimmel verstoffwechselt und somit zerstört werden. Das kann ich mir beim "Hartstyropor" der Segeberger tatsächlich nicht vorstellen. Selbst bei den oben beschriebenen "normalen" Polystyrol-Dämmplatten glaube ich nicht daran. Auch da dürfte sich der Schimmel nur auf der Oberfläche befinden.

    Aber warum verteidige ich die Plastekisten eigentlich? Sie werden in meiner Imkerrei wohl ein Nischenprodukt bleiben. Auch wenn die Segebergerimker hier mehr und trockeneren Honig ernten als die Holzkistenimker. Durchschnittlich, nachweislich.

  • ...Jos Guth is ganz sicher ein sehr guter Imker, aber dass sich die Styroporkisten voll Wasser saugen, dürfte noch größerer Quatsch sein...

    Wenn ich mich richtig erinnere, dann hatte er die Zargen vor und nach der Benutzung gewogen. Nach einer gewissen Zeit waren sie messbar schwerer.


    Gruß Jörg, der mit windschiefen Holzkisten