Täuschend wenig Milben?

  • Hast du dieses Jahr echt AS benutzt?

    Waren dafür die Temperaturen nicht viel zu hoch? Respekt, wenn das ohne Ausfälle geklappt hat (wobei ich hier immer mit der Schwammtuchmethode gearbeitet habe, die eher wie eine "Handgranate" wirkt).

    Danke Stefan für deine Erfahrungen. Ich versuche jetzt immer in den Abendstunden zu behandeln, allerdings lagern die WV derzeit gerne vor.

    Der wichtigste Behandlunsgteil ist aber wie du schreibst eh im September, ggf. im Otkober zu sehen.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Hast du dieses Jahr echt AS benutzt?

    Waren dafür die Temperaturen nicht viel zu hoch? Respekt, wenn das ohne Ausfälle geklappt hat (wobei ich hier immer mit der Schwammtuchmethode gearbeitet habe, die eher wie eine "Handgranate" wirkt).

    Danke Stefan für deine Erfahrungen. Ich versuche jetzt immer in den Abendstunden zu behandeln, allerdings lagern die WV derzeit gerne vor.

    Der wichtigste Behandlunsgteil ist aber wie du schreibst eh im September, ggf. im Otkober zu sehen.

    Alle Altvölker haben dreimal das Schwammtuch gesehen, und zwar am 06.07., 12.07. 16.07.


    Auch dieses Jahr keine Ausfälle. Behandlung immer am Nachmittag, bei Trockenheit und Temperaturen im Zielbereich 15-25 Grad. AS tiefgekühlt, Böden zu, Fluglochkeil eingesetzt. Ein Brutraum Segeberger.


    Beste Grüße


    Peter

  • Ok, danke Bernd für die Info!

    Es heißt immer, man soll alle 3 Tage bedampfen. Daran hab ich mich bisher gehalten. Möglichst engmaschig.

    Werden dabei nicht auch die Milben erwischt, die in der offenen Wabe sind?

    Ich bin der Meinung, dass das auch mit den Oxalsäure-Kristallen zusammen hängt, die sich max. 2-3 Tage in der Beute halten.

    Oder hat das was mit den Milben zutun, die (wie du ja auch schreibst) 2 Tage vor der Verdeckelung in die Zelle steigen? Dann erwische ich die Milben in der Zelle auch nicht, wenn ich alle 4 Tage behandel, oder?

    Grundsätzliches zur Blockbehandlung

    Da sich bei brütenden Bienenvölkern der Großteil der Varroamilben in der Bienenbrut befindet und der Oxalsäuredampf nicht in den Brutzellen der Bienen wirkt, braucht es ein Behandlungsverfahren, das trotzdem die Milben erfolgreich reduziert. Dabei ist auch die Wirkungsdauer des Oxalsäuredampfes zu beachten, die nach meinen Rückschlüssen aus Behandlungsergebnissen nicht über einen Tag hinausgeht.


    Mit diesem Vefahren, einer Blockbehandlung wird erreicht, dass über einen Zeitraum von 14 bis 18 Tagen so viel Oxalsäuredampf in der Beute vorhanden ist, dass es möglichst wenigen Milben gelingt, sich diesem Dampf nach dem Schlüpfen zu entziehen und eine Brutzelle neu zu parasitieren. Am Ende der Blockbehandlung sind alle Bienen, die vor Beginn der Bedampfung parasitiert wurden geschlüpft, die mit den Bienen schlüpfenden Milben wurden weitgehend vom Oxalsäuredampf abgetötet. Eine erneute Parasitierung wurde weitgehend unterbunden. Damit sollte abhängig von den Bedampfungsabständen die Anzahl der Milben im Volk deutlich reduziert sein.

    Konkret ist eine Blockbehandlung die mehrfache Anwendung von Oxalsäuredampf in einem regelmäßigen Abstand über die Zeit von einem Reproduktionszyklus der Milbe. Die Zykluszeit entspricht dem Verdeckelungszeitraum einer Bienen-Brutzelle (13 Tage bei Arbeiterinnenbrut / 15 Tage bei Drohnenbrut) plus 2 Tage, da die Milbe ja schon 1-2 Tage vor der Verdeckelung der Bienen-Brutzelle zu der Bienenlarve in die Brutzelle schlüpft und dort vom Oxalsäuredampf geschützt ist. So kommt die Rechnung mit 14 - 18 Tagen zustande.


    Die Jungmilben legen zwischen dem Schlüpfen und dem ersten Brutzyklus eine Pause von 7 Tagen ein. Diese Zeit wird als phoretische Phase bezeichnet und dient der Eireifung. Die Jungmilben sind in dieser Zeit ca. 5 Tage auf einer Biene und schlüpfen ca. 1-2 Tage vor Verdeckelung in die Brutzelle einer Biene. Die Muttermilben haben eine kürzere phoretische Phase, da bei Ihnen die Eireifung bereits fortschreitend im Gang ist. Nur in dieser Zeit, die die Milben außerhalb einer Bienen-Brutzelle verbringen, können sie von der Oxalsäure kontaminiert und abgetötet werden. So ergibt sich für die Jungmilben für die Bedampfung eine maximale Taktzeit von 5 Tagen. Da die Muttermilben eine kürzere und nicht so konkret bestimmbare phoretische Phase haben als die Jungmilben können diese nicht alle von einer Blockbehandlung erfasst werden. Deshalb ist eine vollständige Abtötung der Varroamilben auch durch eine Blockbehandlung nicht möglich. Der Behandlungserfolg ist aber im Vergleich zu anderen Behandlungsverfahren trotzdem sehr gut, da die Mutter- oder Altmilben auch ohne Behandlung nur zu einem geringen Teil mehr als eine Brutphase erleben.


    Es sind folgende Varianten einer Blockbehandlung gängig.

    4 x bedampfen im Abstand von 5 Tagen

    5 x bedampfen im Abstand von 4 Tagen
    6 x bedampfen im Abstand von 3 Tagen

    Je kleiner der zeitliche Abstand der Bedampfungen ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit neue Parasitierung zu vermeiden und die Zahl der Milben im Volk zu verringern.

    Wie schon geschrieben, mache ich im Sommer eine Blockbehandlung 5 mal alle 4 Tage und dann im Herbst alle 3 bis 4 Wochen eine Bedampfung. Dadurch erreiche ich, dass die Parasitierungsrate bei der jahreszeitlich bedingten Reduzierung der Bienenbrut nicht ansteigt.

  • Ich wollte eigentlich auch mit AS Nassenheider beginnen. Da lief mir doch gerade ein anderer Imker über den Weg, der sagte, die Temperaturen wären zu hoch, die Bienen könnten verbrausen. Varroawetter warnt auch. Man soll bis zur nächsten Woche warten.

  • Wäre es in einer solchen Situation nicht klüger, eine einfachste Version einer TBE durchzuführen, die beispielsweise mit einer Sprühbehandlung Oxalsäure verbunden werden kann? Damit könnte man jederzeit starten; der Aufwand hält sich in Grenzen und die Belastung für die Bienen ist wohl sogar geringer als jene durch die Langzeitverdunstung von Ameisensäure. In einem PDF im Internet findet sich beispielsweise eine relativ «brachiale», aber sicherlich wirksame Variante: Alle Brutwaben weg und einschmelzen, den so erstellten Kunstschwarm mit Oxalsäure behandeln, neu bauen lassen, einfüttern, fertig.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Ich kann zu meinen Milbenfallzahlen an den Völkern nix sagen, weil ich den nicht weiß:cool:


    Ich erinnere mich aber an keinerlei aufsitzende Milben und an keinen Krüppelflügel.

    Sehr wohl erinnere ich mich an TBE, und es dampfte aus meinen Brutscheunen und auch aus den Spendervölkern zu Beginn.

    Die Zeiten, in denen ich mich mit wissenschaftlichen Zahlengedöns rumgeschlagen hab, sind vorbei. Ich hab da kein Zeit für!:p_flower01:

    Da geh ich lieber mit meinem Pferd schwimmen

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Es sollte alles zu sein, sonst dampft es aus den entsprechenden Ausgängen.

    Es dampft sowieso aus doch immer bestehenden Ritzen usw., Tut es das nicht, macht der Behandler sich auch Gedanken :wink:

    Also Flugloch zu, Boden zu, 10 Minuten

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Ralf, die Windel ist doch was anderes.


    Du musst den Varroaschieber reintun, damit der Dampf nicht unten entweicht.


    Ich treibe meine Bienen abends erst bei allen Beuten mit Rauch in die Kisten, dann Alle Fluglöcher mit Schaumstoff verschliessen. Dann alle bedampfen, Gerätschaften verstauen und danach alle Fluglöcher wieder auf. Den Einschub kannst Du einige Tage drin lassen, um die Wirksamkeit zu erkennen.


    Gruss

    Ulrich

  • Aber für nichtimkernde Mitbürger hat eine Windel was mit voll geschi.... zu tun. Nicht gerade positiv.;)


    Gruss

    Ulrich