Täuschend wenig Milben?

  • Daher 5x bedampfen alle 3 Tage -> 13 Tage von der ersten Behandlung bis zur letzten.

    Damit sollte man dann auch alle erwischt haben, die bei der ersten Behandlung schon in offenen Zellen waren.


    Kann es sein, dass die Hitze den Milben zusetzt, bzw. ihre Entwicklung hemmt?

    Ich befürchte, wir bekommen die große Klatsche sowieso erst wieder im September/Oktober.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • ...

    Kann es sein, dass die Hitze den Milben zusetzt, bzw. ihre Entwicklung hemmt?

    ...

    Das vermute ich auch.


    Bedampfe jetzt schon seit 14 Tagen. Milben fast Fehlanzeige, was mir etwas unheimlich vorkommt.

    Wenn es mal 15 Stück sind, ist es viel.

    Ich vermute, Winterbehandlung hat gepasst. Teilweise 1-räumiger Brutraum DN1,0 , der Rest DN 1,5 und überall Bodenbretter drin.

    Seit Anfang April schönes Wetter, keine Kälteeinbrüche, teilweise Drohnenbrutschneiden, teilweise Brutunterbrecheung (Königinnenableger). Das alles sind Faktoren, was der Milbe nicht gefallen wird.


    Ich traue dem Braten noch nicht so ganz, und bin gespannt, wie es bei den Völkern aussieht wo die Königinnen gekäfigt sind.

    Das Jahr ist noch lang, also Augen auf und nicht zu sehr in Sicherheit wiegen!

  • Hallo Wiebke, ich imkere in Mecklenburg, auch hier ein extrem trockenes Jahr. Ich habe meine nach TBE mit MS behandelt und so gut wie keinen Milbenfall. Zuerst dachte ich ich hätte etwas falsch gemacht. Aber bei meinem Imkerpaten ist es genau so. Wir vermuten dass die Dürre den Milben nicht bekommt. Ich mache es einfach in einer Woche noch einmal, so wie bei der MS behandlung vorgesehen, und nach Auslaufen der Brut kommen die Brutscheunen dran. Wenn nix fällt, um so besser.

  • Dürre herrscht allerdings draußen und weder in der Beute noch in den Brutzellen

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Daher 5x bedampfen alle 3 Tage -> 13 Tage von der ersten Behandlung bis zur letzten.

    Damit sollte man dann auch alle erwischt haben, die bei der ersten Behandlung schon in offenen Zellen waren.


    Kann es sein, dass die Hitze den Milben zusetzt, bzw. ihre Entwicklung hemmt?

    Ich befürchte, wir bekommen die große Klatsche sowieso erst wieder im September/Oktober.

    Hallo,


    5 x bedampfen alle 3 Tage bedeutet


    Tag 0 / 3 / 6 / 9 / 12

    Die Milbe steigt 1-2 Tage vor der Verdeckelung zu der Larve in die Zelle, und ist dann 12-13 Tage verdeckelt. Also vom Einstieg bis zum Schlupf 13 bis 15 Tage.

    Bei Deinen 5 x alle 3 Tage kommen die Milben, die kurz vor der ersten Bedampfung zu der Larve in die Zelle gestiegen sind davon.

    Ich bedampfe 5 x alle 4 Tage, also Tag 0 / 4 / 8 / 12 / 16. Damit erwische ich die phoretischen Milben sehr weitgehend.

    Gruß Bernd http://www.hommel-blechtechnik.de

    "Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel."

    (Bertrand Russel, englischer Philosoph und Mathematiker 1872 - 1970, Nobelpreis für Literatur 1950)

  • Dürre herrscht allerdings draußen und weder in der Beute noch in den Brutzellen

    Ich vermute aber mal optimale Brutnesttemperaturen und damit keine "verlängerten Verdeckelungszeiten". Ob durch Wetter oder "gesündere" Bienen aus anderen Gründen.

    Alles nur Gedanken.

    Berichtete denn beemax ? oder Kleingartendrohn beim TBE-Konzept davon, die Fangwaben einen Tag früher zu entnehmen?

  • Es wäre schön, bestätigte es sich, dass es wenig Milben gibt!
    In anderen Jahren gab es ähnliche Feststellungen, bis zur "Kopernikanischen Wende", für welche dann Reinvasionen als ursächlich genannt wurden.
    Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Ok, danke Bernd für die Info!

    Es heißt immer, man soll alle 3 Tage bedampfen. Daran hab ich mich bisher gehalten. Möglichst engmaschig.

    Werden dabei nicht auch die Milben erwischt, die in der offenen Wabe sind?

    Ich bin der Meinung, dass das auch mit den Oxalsäure-Kristallen zusammen hängt, die sich max. 2-3 Tage in der Beute halten.

    Oder hat das was mit den Milben zutun, die (wie du ja auch schreibst) 2 Tage vor der Verdeckelung in die Zelle steigen? Dann erwische ich die Milben in der Zelle auch nicht, wenn ich alle 4 Tage behandel, oder?

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • dazu gibt es viele Beiträge und etliche Versuche. In Frankreich Dampfe ich alle 3 Tage über einen kompletten Brutzyklus. Früher immer alle 5 Tage, ist aber zu weit auseinander. Ich hab noch kein Volk "Tod" Gedampft. Wer danach Milben zählen möchte nicht irre führen lassen, wenn wenig fallen, Weiterbehandeln! Für mich wichtige Faktoren:


    Dampfen wenn alle Bienen zu Hause sind

    Effektives Dampfen (OS-Staub soll die komplette Beute ausfüllen) -nicht alle Geräte gewährleisten das!

    Konsequent den Rhythmus von 3 Tage einhalten (nach Bienenschlupf tauchen eh noch genug Milben sofort in die Brut (kurz vor Verdeckelung) ab).

    im Herbst dann eine "Kontrollbedampfung" (nur hier zähle ich Milben)



    grüße Stefan

  • Da die Bienen hier augenscheinlich noch einiges an Tautracht gesammelt haben, sind die Altvölker nun praktisch eingefüttert. Ich überlege ernsthaft, nächste Woche bereits mit dem dritten Baustein meines Varroakonzeptes (1. Drohnenschnitt und Ableger, 2. AS-Schwammtuch), Thymovar, zu beginnen. Die Temperaturen sollen sich dann dem Optimalbereich hierfür nähern, und Anfang September wäre die Entmilbung dann durch, was Restfütterung / Umweiselung wo notwendig, komfortabel erlaubt.


    Auch dürfte der Milbenfall nach dreieinhalb Wochen Thymovar recht aufschlussreich über den Gesamtbefall sein, die dreimaligen Schwammtuchanwendungen haben nämlich auch hier für niedrige Fallzahlen gesorgt, dabei waren die Umstände mit Temperaturen zwischen 17-25 Grad, trocken sowieso, während der Anwendungen optimal.


    Beste Grüße


    Peter

  • Ich zähle nicht

    Ich mach TBE und/ oder behandel brutfrei


    Bei Krabblern etc würde ich Bienenproben zählen.


    Es gibt unterschiedliche Aussagen zur Dauer der Nachwirkung der Bedampfung, bis zu 1 Woche oder 10 Tage.

    Zu bedenken ist auch immer der vielzitierte Reifefraß der Jungmilben. Bei Fangwabe soll der relevant sein und führt zur Zweiten.

    Bei Dampf muss man plötzlich 3 tägige Abstände - so ganz logisch ist das alles nicht mehr oder?

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper