Täuschend wenig Milben?

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    Mal ne kurze Frage bezüglich AS und Ableger. Meine Ableger sitzen aktuell auf 7 Dadant Rähmchen 5 davon Brut.


    Wie würdet ihr mit dem Nassenheider Pro behandeln?

    Kleiner Docht und 140ml?


    Und noch was ein Kollege meinte ich soll jetzt noch 2-3 MW einhängen aber hinter das Schied dann 7kg einfüttern und dann AS anschließend noch denn Resr einfüttern.


    Mir ist nicht ganz klar warum ich die Mittelwände hinter das schied machen soll...

    Hab das zwar auch mal in nem Buch gelesen aber naja iwie ohne weitere Erklärung.


    Es ist dazu da das man nach erstenmal einfütten noch Rähmchen zum Volk rüber setzten kann (falls nötig) oder?

  • Hinter das Schied?



    Es ist doch Juli, häng nach und nach MW zu und füttere nicht auf einen Schlag. Das ist ein Ableger, die wachsen noch und können gleichzeitig den Futterspeicher erweitern.

    Ich würde bis Ende August oder je nach Wetterverlauf noch später portionsweise das Winterfuttergewicht anvisieren

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Bis Ende September, Mitte Oktober. Zum Ende hin immer dicker. Mit 0,8:1 Anfangen und bei 3:1 enden. Immer schön locker aus dem Handgelenk.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Und noch was ein Kollege meinte ich soll jetzt noch 2-3 MW einhängen aber hinter das Schied dann 7kg einfüttern und dann AS anschließend noch denn Resr einfüttern.

    Welche Dadant Beuten hast Du, die mit 10 Waben oder die mit 12 Waben? Ich würde jetzt die MWs an den Rand des Brutmestes hängen und dann füttern wie beschrieben...

    Mit 0,8:1 Anfangen und bei 3:1

    3:1 das wird wohl feuchter Zucker. Ich hatte bei 2:1 schon öfter Probleme mit Auskristalisierung bei niedrigen Temperaturen. Ich mache nicht dicker als 3:2...

  • Die Beute ist eine 12er Dadant modifiziert.

    OK, bei einer 12er würde ich 4 MWs, 2 links und 2 rechts and Brutnest hängen und das war es dann mit MWs für dieses Jahr. Aber dann kannst auch gleich einmal 4-6 Liter geben und dann, wenn das Futter abgenommen wurde, mit AS etc. weitermachen wie Du oben beschrieben hattest - der Plan Deines Kollegen war ansonsten schon gut. (...größere Menge Futter - AS - Rest der Winterfütterung bis zum Zielgewicht - fertig...)

  • Hej,


    ich will mich hier nochmal an die ursprüngliche Frage anhängen.


    Am 11. Juli habe ich alle Völker morgens mit Ox bedampft als Kontrolle. Heute, 14. Juli gezählt. 2/3 der Völker haben 0 oder 0,x Milben/Tag, 1/3 der Völker zwischen 1,3 und 8 Milben/Tag.


    Die Wirtschaftsvölker wurden im Nov/Dez 3 mal bedampft, da habe ich sicher alle mal brutfrei erwischt. Die Ableger und Schwärme wurden nach dem Erstellen/Einschlagen behandelt, bis auf drei die ich erst später (schon mit neuer Brut) bekommen habe. Die haben auch 0 bzw. 3 Milben/Tag.


    Schwingt man da jetzt die AS-Keule? Weiter bedampfen? Befall nochmal mit anderer Methode (Puderzucker?) kontrollieren?


    @BeesPal - wie wurde denn bei den Bildern die Du eingestellt hast behandelt?


    Gruß

    Marion

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • wichtiger ist ja die Frage- wie war der natürliche Milbenfall VOR dem Verdampfen?

    Das was du jetzt siehst, ist ja kein natürlicher Milbenfall.

    Darüber hinaus schadet es sicher nicht, eine Kontrollzählung ausgewählter Völker mit PuZu oder VarroaTester durchzuführen.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Das was du jetzt siehst, ist ja kein natürlicher Milbenfall.

    Genau, durch die OS-Bedampfung sollten mehr Milben fallen als auf natürliche Art und Weise.


    Wenn Du die Schadschwellen von 5 (Ableger) bzw. 10 Milben/Tag trotz der OS-Bedampfung nicht reißt, würde ich jetzt auf keinen Fall schon mit AS kommen.


    Befall nochmal mit anderer Methode (Puderzucker?) kontrollieren?

    Erst dann wenn sich nach der Bedampfung der nat. Milbenfall wieder eingestellt hat. Wie lange das dauert, muß ich Dir aber leider schuldig bleiben. Weiß jemand wo das steht?

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • Update:

    Nach zwei Tagen Pause nochmal bedampft, höchster Wert: 5,3 Milben pro Tag (früher Ableger, sehr stark, Kiste ist voll), bei vielen gar nichts.

    Auch die Fluglinge (brutfrei) hatten keine nennenswerten Milben.

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Laßt euch nicht von den wenigen Milben täuschen.


    Als bestes Beispiel letztes Jahr. Anfang August mit AS behandelt, kaum Milbenfall. Stolz wie Bolle mit einem befreundetem Altimker ( im wahrsten Sinne des Wortes, da weit über 80 Jahre alt ) gesprochen, der meinte: " Die fallen noch, machen die jedes Jahr....". Bei einem Bekannten Imker das selbe Bild, nahezu kein Milbenfall nach der AS Behandlung. Er sagte nur, dass er sich das Geld sparen will und nicht nochmal behandelt. Schade um die AS......


    Irgendwie lagen die Worte des Altimkers mir in den Ohren und Mitte September die Kontrollwindeln rein - Natürlicher Totenfall war kaum bis wenig.


    Trotzdem ein 2. Mal AS gegeben ( Beides mal über den Nassenheider ) und die Windeln waren schwarz voller Milben......


    Klarerweise dem Kollegen dieses erzählt, er meinte nur, nee einmal muss reichen und es ist ja nichts gefallen. Seine Völker wären frei. Auf die Frage nach den Kontrollwindeln, meinte er nur, die wären sauber und er hat keine Varroa drin.......


    Nunja. Abgerechnet haben wir dieses Frühjahr. Bei mir ist lediglich ein Volk kaputt gegangen, dieses aber nicht durch die Varroa, sondern durch meine Blödheit - sind verhungert.


    Bei ihm sah es aber anders aus - Knapp 80% seiner Völker sind nicht aus dem Winter gekommen. Er hatte einen ( auch durch das BI Celle ) festgestellten Varroatotalschaden, sprich die Völker sind durch die Milben gekippt. Der Altimker hatte Recht behalten.


    Für mich kann ich feststellen, Milben sind immer drin nur manchmal wollen die nicht fallen. Daher behandele ich bis diese fallen. Und dass tun die immer.

  • Hallo,

    der Milbenfall weicht nach einer Bedampfung für 14 bis 16 Tage deutlich vom natürlichen Milbenfall ab. Viele Milben sterben durch die Bedampfung nicht augenblicklich. Einige retten sich schon geschädigt in die Zelle einer Bienenlarve, werden mit dieser verdeckelt, sterben dann aber in der Zelle während dem Verdeckelungszeitraum. Diese Milben werden dann entweder ausgeräumt oder fallen beim Schlupf der Biene als Milbenleiche aus der Zelle und verfremden damit den natürlichen Milbenfall für den oben genannten Zeitraum deutlich. Herr Dr. Liebig schreibt in seinem Buch "Einfachimkern", dass vom Oxalsäuredampf getroffene Milben mit bis zu bis zu 4 Wochen Verzögerung fallen.

    Also 14 bis 16 Tage deutliche Erhöhung, bis zu 4 Wochen leichte Erhöhung gegenüber dem natürlichen Milbenfall.


    Ich verlasse mich nach einer Bedampfung 4 bis 5 Wochen nicht auf die Windeldiagnose sondern prüfe mit Puderzucker oder CO2.

    Gruß Bernd http://www.hommel-blechtechnik.de

    "Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel."

    (Bertrand Russel, englischer Philosoph und Mathematiker 1872 - 1970, Nobelpreis für Literatur 1950)