Täuschend wenig Milben?

  • Hi Ralf!


    Danke für die :p_flower01:

    Ist schon manchmal schwierig, wenn man 150 Milben je Miniplus für die Infizierung zur Selektion benötigt und man selbst kaum mehr Milben hat. Trotz weggelasener Winterbehandlung und obwohl ich im letzten Sommer ca. 40 % meiner Völker nicht mehr behandelt habe. Milben hat man zwar, aber keine nennenswerte Mengen. Wenn man dann - wie im VSH-Projekt von Buckfast Bayern - 150 Einheiten mit je 150 Milben infizieren will, da kommt was zusammen...


    Schwierig, schon wegen des kalten Frühjahrs sind die Bienen nicht in die Gänge gekommen und dann vermehren sich die Milben eben auch schlecht. Und dann gleich das heiße Wetter mit hohen Temperaturen auch in den Brutnestern. Kaum Kälteeinbrüche, welche die Varroabermehrung begünstigen.


    Aber jetzt höre ich auf wegen fehlender Milben zu weinen. Werden eben weniger Minis infiziert und ausgezählt und die Selektion läuft über den Milbenbefall.


    Der wird standardmäßig sowieso von uns immer wieder überprüft.

    Und behandelt wird dann nach Schadschwellen.

    Funzzt!

    :wink:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

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  • Die täglichen Anlysen ......weder tagsüber, noch nachts in den Vorjahren (täglich 2 x gelegte Zählmuster des Totenfalls jeweils 12 h später auf Verluste kontrolliert).


    Gibt es da eine App, wo das gemeldet werden kann?

    Habt ihr die Windeln mit Öl eingestrichen?

    Allerdings reinige ich die Windel nach jeder Kontrolle


    Äh ... habt Ihr eigentlich sonst keine netten Hobbys oder Kontrollmöglichkeiten? 8)


    Das ist ja so, wie ne Statistik für Wollmäuse in der Ecke unter der Treppe anzulegen,

    die sind ebenfalls da und wachsen, auch wenn man sie mal nicht so sieht, und man macht sie eh weg. Leider kommen sie garntiert wieder. Nur kurz weiß man und sieht`s, dass es sauber ist.


    Den Nicht-Wegfang durch Räuber mal zu beweisen, find ich ja noch eine Idee aber ansonsten habe ich für die Zeit der Milbenzählerei noch andere hübsche Beschäftigungen.

    Da wird kurz mal draufgesehen und das war`s dann.

    Auch genieße ich mal den Anblick nach dem OX-Feldzug bei TBE, so mit Siegerzigarre ungefähr, klopf die kurz weg und Ende.


    Ohne zielgerichtete Konsequenzen ist die Zählerei was für Syssiphus

    Aktuell weiß ich es gar nicht und nach OX hab ich auch vergessen zu gucken =O

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Darum bin ich so dankbar für die Arbeit und den Mut von luffi & Co.

    Und diese Arbeit müssen wir irgendwann in die Fläche kriegen. Wenn die mühsam erstrittenen Erfolge, bei anderen Imkern mit Standardduschen wieder zunichte gemacht oder nicht genutzt werden, hilft das ganze nicht. Dann ist das alles für die Katz.


    Wirtschaftlich denken und handeln ist o.k., aber befallsorientiertes Behandeln, zumindest in kleinem Rahmen, mehr oder weniger als Unfug darzustellen, ist es nicht.


    Das Gleichnis mit dem Friedhof ist eigentlich sehr zutreffend. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich ein 300-Seelen-Dorf einen riesigen Stadtfriedhof leistet.


    Unbestritten kommen Völker, denen Milben weggeduscht wurden, besser durch den Winter als die, die selber damit zurecht kommen müssen und alleine gelassen werden. Aber so ohne ist die Säuredusche auch nicht, und mir ist jede Einschränkung dabei recht.


    Man sollte sich natürlich des Risikos dabei bewusst sein. Standardbehandlung ist einfacher und sicherer. Für Anfänger in der Imkerei allemal.


    Ich beobachte zwei Völker, die nachweislich ohne Behandlung auskommen. Eines hat 3 Winter hinter sich, das andere 2. Wie der nächste Winter wird, weiß ich nicht. Ich hätte dieses Jahr bei den beiden mehr Angst vor Futtermangel, als vor der bösen Varroa.

    Ein Bienenschwarm ist keine Naturkatastrophe...

  • Darum bin ich so dankbar für die Arbeit und den Mut von luffi & Co.

    Und diese Arbeit müssen wir irgendwann in die Fläche kriegen. Wenn die mühsam erstrittenen Erfolge, bei anderen Imkern mit Standardduschen wieder zunichte gemacht oder nicht genutzt werden, hilft das ganze nicht. Dann ist das alles für die Katz.

    Ich habe mal mit jemandem vom Bieneninstitut in Hohen Neuendorf gesprochen, was deren Toleranzzucht betrifft.

    So wie ich das bisher verstanden habe, gibt es teilweise schon gute Ergebnisse.

    Aber bis das Genmaterial dann bei den Imkern in der Fläche ankommt, wird es dauern, weil erst mal die Züchter das Material bekämen und ab dort sich das Ganze dann erst nach und nach auch verfestigen müsste.


    Dauert also noch, bis es besser wird.

  • Hmmm ok,

    Ich werde das mal die Tage testen.

    Ich habe ebenfalls meine Beuten von Weber.

    Meint ihr es ist besser mit offener oder geschlossener Windel?

    ? Was ist eine offene Windel?

    Weber regelt da so : die Windel besteht aus einem Polystyrol ( ? ) Einschub, der einseitig an jeweils

    gegenüberliegenden Seiten Holzleisten angetackert hat. Schiebt man also die Windel so ein,

    schließt unter der Fluglochseite der eine Holzkeil die Windel gegen den Gitterboden ab, an der Flugloch abgewandten Seite verhält es sich genauso. Es kann also z.B. auch kein strammer Wind

    irgendetwas wegfegen, bzw. irgendwelche Tierchen sich am Inhalt der Windel gütlich tun. Ein weiterer

    Vorteil ist , dass man die Windel auch zur zeitweisen Abdichtung / Isolation der Beute nutzen kann (habe ich im Spätwinter gemacht ). Klaro ?

  • Ahhh, jetzt verstehe ich (Hand vorn Kopp klatsch)

    Hab ich sogar selber ;-)


    Für die Varroakontrolle würde ich sie dann "zu" machen

    Die Windel reibe ich mit Melkfett ein

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Es kann also z.B. auch kein strammer Wind irgendetwas wegfegen, bzw. irgendwelche Tierchen sich am Inhalt der Windel gütlich tun.

    Anni : Die Windel mit den Holzgriffleisten nach oben einzuschieben, dichtet den Boden vor Zugluft ab, aber keineswegs vor den kleinen Tierchen, denen fälschlich oft Milbenleichenfledderei unterstellt wird. Die kommen durch die Maßtoleranzspalten sehr wohl auf die Windel geklettert und fühlen sich dort wohl - kuschelig warm und hochwertiges Eiweißangebot (herabgefallene Pollenhöschen der Bienen). Hier ist in Zf. 1.1. die Funktonsweise/Handhabung der Windel erklärt:

    http://www.bienenweber.de/Zanderbeute.html

  • Für diejenigen, die der Meinung sind dass man die Bahandlung nach hinten schieben können hab ich mal einen kleinen Tip ;)


    In der Facebook Gruppe "Imker-Neulinge" ist aktuell ein Beitrag mit Bildern, die nach der Behandlung gemacht wurden - der Witz an der Sache > vor der Behandlung, KEIN sichtbarer Milbenfall !!

  • Warum sollten die Milben auch jetzt fallen? Der vermehrungsbereite Teil der Milbenpopulation im Bienenvolk flüchtet sich rechtzeitig in die immer noch zahlreiche offene Brut, der jüngere Teil sitzt gut versteckt zwischen den Bauchschuppen v.a. der jungen Pflegebienen (ebenfalls noch zahlreich im Volk) und absolviert dort seinen Reifungsfraß. Die Schere unterschiedlicher Populationsentwicklung von Bien und Milb öffnet sich allmählich, nicht schlagartig nach Sommersonnenwende. Ende August/Anfang September wird dann etwas sichtbar, wie diese Animation zeigt:

    https://www.die-honigmacher.de/kurs4/seite_32300.html


    Wer mal virtuell üben will -> Fight the might:

    https://www.die-honigmacher.de/kurs4/showgame.html

  • Wow, das is echt Wahnsinn!!!

    Na dann wird wohl doch bald der Nassenheider ausgepackt 😅😅😅


    Wollte ja erst mit Thymol arbeiten aber so viel versprechend ist das ja wohl nicht wie man hört.

    Muss wohl doch wieder die AS Keule her...