Täuschend wenig Milben?

  • ... es gibt Völker, die haben nach der Winterbehandlung nur eine handvoll Varroen auf der Windel liegen. Ich hatte ein Volk mit 2 und eins mit 5 Milben.

    Diese Völker können etwas! Wir müssen die Völker mit diesen Fähigkeiten erkennen und von diesen KÖs nachziehen, wenn wir als Hobbiisten KÖs nachziehen.

    Niedriger Milbenfall nach Winterbehandlung mit OX als Selektionskriterium zur Nachzucht?!

    Das könnten selbst wir (unerfahrene) Hobby-Imker erkennen.

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Niedriger Milbenfall nach Winterbehandlung mit OX als Selektionskriterium zur Nachzucht?!

    Das könnten selbst wir (unerfahrene) Hobby-Imker erkennen.

    Das kann aber viele andere Ursachen haben als genetische.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Das kann aber viele andere Ursachen haben als genetische.

    .... das ist richtig. Aber irgendwo muß man ja mal anfangen mit dem Beobachten. Vielleicht haben diese Völker im nächsten Jahr auch weniger Milben, als die anderen Völker am Stand. (vielleicht aber auch nicht). Man sollte schauen und auch Pläne machen, damit man nicht planlos daher imkert.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Hier im südlichen Rheinland waren die Fallzahlen nach Oxalsäurebehandlung ausser sprühen bei einer Imkergruppe bei maximal 300 Stück.

    Die vorherige Behandlung erfolgte nach verschiedenen Methoden mit Ameisensäure.

    Auffällig war, dass viele Völker egal ob Ableger oder WV, so gut wie nichts an Varroen hatte, aber es immer einige Ausreisser gab.

    Für mich ist eine Fallzahl von unter 400 Varroen auch die Behandlungsschwelle. Das hatte ich hier im Forum mal versehentlich falsch geschrieben.

    Ich lege dabei einen Behandlungserfolg von 95 % zugrunde und eine monatliche Verdopplungsrate von 2. Selbst bei dieser Berechnung kann es dann bei einem späten Behandlungstermin knapp werden. Ich behalte mir aber immer einen Puffer von 30% für den Drohnenschnitt in Reserve. Das gilt aber nur für starke Völker.

    Es ist mir auch klar, dass das nur eine Handformel ist, die nicht der wissenschaftlichen Berechnungen entspricht. Sie passt aber in etwa und hilft mir und anderen immer vor Augen zu halten, wie schnell die Milbe sich vermehrt.

    Ein sehr einfaches Mittel jedem vorzurechnen nicht den Rat von einigen zu folgen und aus Gründen der Varroatolleranz an die Grenzen zu gehen.

    Als nächster Pumkt komme ich auf die Frage zurück, warum nicht aufgrund der Fallzahlen vermehren. Auf diese glorreiche Idee bin ich auch schon gekommen.

    Leider hat sich häufig gezeigt, dass Völker im Jahr der Ablegerbildung mit sehr geringen Varroafall im nächsten bzw im darauffolgenden Jahr ein vollkommen anderes Bild ergibt. Auch bei den Nachkommen in der Standbegattung zeigte sich dasselbe Bild. Imker die sich auf einen guten Weg glaubten erlebten hier in 2017 ein sehr ernüchterndes Jahr.

    Daher glaube ich an der Varroatoleranz erst, wenn man mir über einen Zeitraum von 10 Jahren eine mindestens 10% Unterschied zu einer statistischen Testgruppe vorlegt. Das Ganze muss sich in einer ausreichend großen Völkerzahl wiederspiegeln und nicht kommerziell beeinflusst sein.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Habe heute, nach einer Woche, die saubergemachten Windeln kontrolliert, da waren bei den meisten Völkern keine Milben zu sehen, bei einigen 1 Milbe und bei 2 Völkern, wo 3 oder 4 Milben lagen, sah es so aus als ob die schon länger tot sind. Das neue Jahr kann kommen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)