Imkern und Zecken

  • Das halte ich für unsinnig. Natürlich hat es die schon immer gegeben.

    Die richtig Alten erzählten immer, dass sie fast täglich die Zecken gezogen haben und damit wars gut. Borreolose oder FSME kannte die nicht.

    Die Erreger der Borreliose sind erst seit den 80er Jahren bekannt. Die lassen sich schwer kultivieren und nachweisen. Die Wanderröte tritt nicht immer auf, die Erkrankung selbst ist in ihrer Wirkung schwer konkret einzuordnen. Außerdem treten alle Symptome extrem zeitverzögert auf. Wer bringt das mit einer Zecke vor x Wochen in Verbindung? In Zeiten, zu denen man sich nicht jeden Tag vor dem Spiegel geduscht hat, sind bestimmt die meisten Hautsymptome gar nicht erst aufgefallen. So lange und stark sieht man sie auch nicht. FSME genauso. Da hatte dann halt wer plötzlich starkes Fieber und Kopfschmerzen und ist dran gestorben. Hieß halt anders oder war Gottes Wille oder was auch immer.

  • Ich versuche es, stelle aber keinen Anspruch auf Belegbarkeit oder Richtigkeit.


    Zu Zeit meiner Bundeswehrzugehörigkeit (80 - 88) gab es eine Karte, die die fortschreitende Ausbreitung der Borreliose aufzeigt. Auf dieser Karte war zu sehen, dass der Urspung in der Krim-Gegen lag und sich die Erkrankung von dort Jahr für Jahr Richtung Westen ausbreitete. Diese Ausbreitung deckte sich auch mit den Warnungen der Ärzte. Die Erkrankung trat zuerst im Osten der Republik auf und wanderte dann langsam nach Westen. Damals ging in Bundeswehrkreise gleichzeitig die Information rum, dass in dieser Gegend eine Labor für biologische Kampfstoffe außer Kontrolle geriet. Dort sollte die Zecken als Wald und Wiesenbewohner als Überträger der Borellien getestet werden. Ziel waren die Soldaten, die sich im Einsatzfall auch zum Wald und Wiesenbewohner entwickeln. Leider kann ich diese Karte auf die Schnelle nicht wiederfinden und die letzten Resten meiner Bundeswehrzeit sind vor kurzem bei der Räumung der Wohnung meiner Mutter entsorgt worden.

    Aktuelle Nachforschungen bringen die Amerikaner und Land/Länder des fernen Osten ins Spiel, die ebenfalls mit Borrelien als B-Waffe experimentiert haben und diese vielleicht schon zum Einsatz gebracht haben.


    Das ist meine Kenntnisstand, der keinen Anspruch auf Richtigkeit stellt, weil gefakte Nachrichten keine Phänomen der Jetzt-Zeit sind.


    Gruß

    Werner

  • Da hatte dann halt wer plötzlich starkes Fieber und Kopfschmerzen und ist dran gestorben. Hieß halt anders oder war Gottes Wille oder was auch immer.

    Das mag schon stimmen. Die, dies aber erzählt(ten) haben das selbst erzählt. Ich kenne persönlich nur einen Fall, der daran gestorben ist und ungezählt viele die davon berichtet haben, wie sie Abend für Abend die Zecken entfernt haben. Dies waren auch alles Leute, die tagtäglich mit der Natur Kontakt hatten, unmittelbar, nicht nur durch das Fenster des vollklimatisieren Fendt. :D Das heißt, trotz eine höheren Risikos, keine bis geringen Erkrankung.


    Aber was soll's, nun haben wir sie. Die Vergangenheit kann niemand ändern.


    Gruß

    Werner

  • Fakt ist doch dass es vor 30 Jahren definitiv keine Zecken auf der schwäbischen Alb gab.

    Ich bin jetzt über 50 und hatte in meiner Jugend und Kindheit keine Zecken.

    Vor 2 oder 3 Jahren hatte ich mir eine auf der Alb geholt (Höhe 720 m) diese Höhen galten bis dato als Zeckenfrei.

    3 Wochen mit Borreliose völlig schlapp war die Folge.

    Mit dem Schei* ist nicht zu spaßen.


    ULI

    Genieße das Leben.

    Sei Dankbar und Glücklich.

  • Hallo,

    zum Thema FSME-Impfung kann ich das Folgende beisteuern:

    Seit 1996/97 (Grundimunisierung) lasse ich mich im drei-jährigen Rhythmus impfen (Auffrischung).

    Um Zecken einzufangen muss ich nicht in den Wald, da reicht es schon in den Garten zu den Bienen zu gehen. In aller Regel erwische ich die Plagegeister bevor sie sich festgesetzt haben bzw. kurz danach.

    Sommer 2017 hatte ich die erste und hoffentlich auch einzige Neuroborreliose mit Krankenhausaufenthalt. Die Auswirkungen (Nervenschmerzen, Gefühlsbeeinträchtigungen an den Beine, hüftabwärts) sind bis heute noch nicht vollständig behoben. Ist aber tagesabhängig und betrifft nur noch die Fußzehen.

    Zum Thema Wanderröte, es gab noch nie nach einem Zeckenstich eine Wanderröte bei mir, auch nicht bei der akuten Borreliose.

    Die Feststellung der Borreliose war im übrigen eine mehrwöchige Odysee durch drei Krankenhausnotausnahmen mit jeweils größeren Mengen Schmerzmittelverschreibungen und dem Spruch "altersbedingtes Wirbelsäulenproblem!".

    Fazit: Impfen immer an sonsten gute eigene Körperbeobachtung.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Bitte noch einmal die Links aus #93 lesen.

    FSME = Viren; können sofort beim Biß durch die Zecke übertragen werden mit dem Speichel, Immunität möglich bspw. durch Impfung (incl. regelmäßiger Auffrischung)

    Borreliose = Bakterien, können erst 2 - 6 h nach dem Zeckenbiß übertragen werden mit dem Darminhalt der Zecke; bisher keine Impfung (in USA eine im Erprobungsstadium, aber unzuverlässig)


    Werner Egger : Die ganz Alten liefen ganz früher auch noch ganz anders durch die Natur (mit viel weniger nackter Haut als heute). Und: Auch heute noch haben viele praktizierende Mediziner Schwierigkeiten, FSME bzw. Borreliose überhaupt zu erkennen. Es ist anzunehmen, daß das früher und ganz früher nicht bessser, sondern noch viel schlechter war. Außerdem gingen die Alten sehr viel seltener zum Arzt als heute üblich. Und die Eigendiagnose dürfte früher auch nicht so zielgenau gewesen sein wie heute mit den modernen Kenntnissen über Zecken und die von ihnen z.T. getragenen Errergern. M.E. kann man deshalb die Erkrankungsraten von früher nicht mit den heutigen Diagnosestellungen vergleichen (die so manches Mal auch falscher Alarm sein mögen - allein aus Angst vor der ärztlichen Haftung).

  • Gegen Zecken gibt es spezielle Schutzkleidung. Diese ist bei Forstarbeitern und Jägern zunehmend im Einsatz.


    z. B. (will keine Werbung machen, gibt's auch bei anderen Lieferanten)

    https://www.grube.de/hubertus-…ZHOSEN__1_92.06_1_12_12__


    oder http://www.zeckenschutzkleidung.de


    Ich trage bei der Jagd oder im Wald in der warmen Jahreszeit grundsätzlich Lederhosen. Früher mit Stoffhosen hatte ich sehr häufig Zecken, mit den Lederhosen äußerst selten.

  • Fakt ist doch dass es vor 30 Jahren definitiv keine Zecken auf der schwäbischen Alb gab.

    Ich bin jetzt über 50 und hatte in meiner Jugend und Kindheit keine Zecken.

    Die Zecken gehen nicht an jeden. Ich sammle sie trotz Hosenbeinen in den Socken massenhaft ein, mein Sohn kann praktisch nackig auf unserer Wiese herumhüpfen und bleibt verschont.

  • Fakt ist doch dass es vor 30 Jahren definitiv keine Zecken auf der schwäbischen Alb gab.

    Ich bin jetzt über 50 und hatte in meiner Jugend und Kindheit keine Zecken.

    Die Zecken gehen nicht an jeden. Ich sammle sie trotz Hosenbeinen in den Socken massenhaft ein, mein Sohn kann praktisch nackig auf unserer Wiese herumhüpfen und bleibt verschont.

    vermutlich riechst Du für die Zecken attraktiver als Dein Sohn.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Haller-Organ


    (wollte jetzt nicht so ins Detail gehen)

  • Da will ich dann lieber nicht zu laut jubeln, ich hatte vor mehr als 30 Jahren in der Lüneburger Heide zwar schon mehrere Zeckenbisse. Zum Glück noch nicht wieder, seit in Bienen habe. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob nicht einige Gelenkprobleme nicht doch evtl, durch einen der früheren Bisse verursacht worden sein könnten. Die Inkubationszeit sollte nach meinen früheren Informationen 10 bis zu 15 Jahre dauern können, von daher...:/ Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass sowohl Haus- als auch Abteilungsärzte damals recht ratlos waren, wenn man nach gezielten Bluttests gefragt hat, um evtl. frühzeitig Medikamente bestellen zu können...


    Ein früherer Arbeitskollege hat als Jäger mehrere Bisse bekommen, wurde infiziert und hat seit einigen Jahren Gelenkprobleme, ein ander Bekannter hat wegen eines verschleppten Bisses (Kringel nicht erkannt) einen gelähmten Arm durch einen Nervenschaden. Wobei der Kringel auch durch Punktionen durch Brombeerdorne entstehen kann, die sehen einem "Zeckenkringel" täuschend ähnlich.


    Gruß Andreas