Bienen ertrinken

  • Sorry wenn ich das alte Thema noch mal hoch hole.

    Aktuell hab ich 2 Ableger, die ich mit Sirup füttere. Im Gefäß schwimmen die Lavasteinchen und in Beiden ersäufen mir die Bienen. Leider ist das für mich nicht nachvollziehbar. Es sind aber, gemessen an der Zahl der Bienen im Ableger, echt ne Menge.

    Hat jemand ne Idee dazu?

  • Solche Schwimmelemente wie Kork und vermutlich auch Deine Lavasteine drehen sich, wenn sie belaufen werden. Die Tracheen laufen voll Flüssigkeit, die Biene wird schwerer, fängt an zu rutschen und kommt den Rand nicht mehr hoch. Das gleiche Prinzip wie in der Wespenfangflasche.

  • Auch in den geriffelten Plastetaschen und mit allen Schwimmhilfen können Bienen massenhaft ertrinken. Das passiert bei mir eher bei schwachen als bei starken Völkern. Kein Suizid, aber vielleicht eine allgemeine Schwäche. Notier mal, bei welchem Volk das auftritt, und schau, wie sich dieses im weiteren Verlauf diesen und nächsten Jahres entwickelt. Meist ist da irgendwie der Wurm drin.

    Nächstes Imkerforumstreffen am 26-28.3.2021 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda!

  • Bei mir gibt es nur ertrunkene Bienen, wenn Stille Räuberei vorliegt. Da drücken sich die gierige Bienen ohne Rücksicht an die Futterstelle.

    Oft bei schwachen Völkern wo das Flugloch maximal offen steht. Die Fremdbienen umgehen dann das Volk um zum Futter zu gelangen.


    Ich nutze Holz oder Kunststoffefutterwaben.

  • Hi,


    lt. Aussage von Guido Eich sind Bienen die in Massen beim füttern ertrinken


    fast immer krank. Dieses stimmt auch mit meinen Beobachtungen überein.


    Fast immer kamen diese Völker, wenn sie den Winter schafften, im Frühjahr


    nicht in die Gänge. Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen bei einer solchen


    Beobachtung sofort eine totale Brutentnahme durchzuführen. Mal schauen


    ob es was bringt.


    Gruss Joachim

  • Bei einem Wetterumschwung gab es bei mir im letzten Jahr bei beiden Völkern (am gleichen Tag) viele Ertrunkene.


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Egal ob mit Futtertaschen (inkl. Aufstiegs- und/oder Schwimmhilfen) oder in Fütterern. Völker bei denen viele Bienen ertrunken sind, obwohl technisch kein Problem vorgelegen hat, haben bei mir -trotz Sommerbehandlung- dann das Frühjahr nicht erlebt. Die scheinen echt ein größeres Problem zu haben, selbst wenn man ihnen sonst nichts anmerkt.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Ok, also nochmal ein Tipp dazu: Bei neuen Kunststoff-Futtertaschen sind die Wände manchmal ziemlich glatt. Da kommen nasse Bienen von den Schwimmhilfen manchmal schlecht nach oben. Ich raue deshalb bei neuen Futtertaschen die Oberfläche immer ein bisschen an, indem ich mit einem groben Schleifpapier oder eine Stahlbürste mit wenig Druck ein bisschen drauf rumkratze. So werden die Dinger beim Spülen immer noch ordentlich sauber und die Bienen können besser klettern. In der Futtertasche liegt bei mir Schaumglas-Schotter, der die ganze Oberfläche bedeckt, dass er sich wenig drehen kann.
    Zweites Problem, das ich früher bei Folien auf der Beute manchmal hatte: Wenn nicht genug Abstand zwischen Folie und Rand der Futtertasche bleibt. Ohne weiche Folie sollte es aber dieses Problem nicht geben, da zwischen Beuten-Deckel und Rand der Futtertasche normalerweise mindestens eine Bienenbreite Platz sein sollte.

    Wenn ich alle Völker auf diese Weise gleichwertig versorge und dann eines trotzdem auffällig viele Ertrinkungsopfer hat, dann siehe #26


    Ich gehe übrigens davon aus, dass eine Biene nicht ertrinkt, sondern erstickt. Die Tracheen sind normalerweise zu fein, um Wasser/wässrige Lösung mit Oberflächenspannung tiefer eindringen zu lassen. Solange Flüssigkeit den Eingang blockiert, kommt aber auch keine Luft mehr rein. Sobald die Oberfläche trocknet, kann das Insekt wieder atmen. Deshalb überstehen Bienen normalerweise auch das zeitweilige Untertauchen ganz gut.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)