Kann mal bitte einer einen Blick auf diese Brutwaben werfen?

  • Hallo,


    da würde ich mich anschließen bei der Hintergrundinfo.

    Gerade Bild 2 zeigt, dass zentral erst ein kleineres Brutnest gewesen ist, Randzone war Pollenablageplatz nach hintern, im Bild vermutlich rechts ausgeweitet, dort findet man jetzt erst noch in diesem Muster geschlossene Zellen, die erst nach Verbrüten des Pollens bestiftet wurden, untere Brutfläche, jetzt verdeckelt kam später.

    Das letzte Bild ist schon lückig, zeigt aber nich die typischen Ammenbienengrüppchen, sondern wenn übrhaupt wären diese konfluent geworden. Passt aber auch nicht, denn dann eher verteilt und nicht diese geschlosseneren Areale zentraler.

    Ich tippe da auch eher auf eine Diskrepanz zwischen im Wachstumswunsch viele Stifte zulassen und dann doch ein Pflegeaufwandproblem bekommen. Dazwischen war auf die Schnelle sicher auch mal Pollen im Spiel. Gerade auf älteren Randwaben wird es schon mal was chaotisch.


    Schön erkennt man hier den Unterschied der flacheren oder gar tieferen Deckel bei schlupfreifenButzonen, die sogar teils an der Oberfläche schon aufgeraut abgetragen und papierartig dünn sind.

    Der Alp der eingefallenen Zellendeckel bei toter Brut dahinter kommt a früher und ist optisch nochmal anders eingesunken.


    Proben bei Zweifel sind immer gut!

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ihr habt hier schon so viele interessante Detailbemerkungen zu den Waben gemacht, da keimt der Wunsch auf, jemand möge sich mal ransetzen und anhand von Bildern, Markierungen und Erläuterungen dazu sein/ihr umfangreiches Detailwissen weiter zu geben :-)


    Alleine die Muster der Leerzellen, im Zusammenhang mit Pflegebienen etc. pipapo - das war mir vorher so nicht klar, und ist mir auch bisher so in der Literatur nicht begegnet.

  • Ruhig mehr und/oder öfter

    Ich habe mit dem Volk dann noch einen Versuch gestartet:

    3 ganz alte, keimige Brutwaben mit verdeckelter Brut sind vor zwei Wochen noch rausgeflogen.

    Mittlerweile hatte sich das Brutnest zwar etwas gebessert, aber in Punkto Wabenhygiene wollte ich mal austesten, was noch funktioniert, zumal die alten Schinken wirklich wenig vertrauenserweckend aussahen.


    In der Folge habe ich dann kontinuierlich und dünn gefüttert, auch später dann mehr.

    Heute schaue ich mal rein, was aus den gegebenen MW geworden ist.


    Ansonsten beobachte ich bei allen Völkern zur Zeit leichte Gewichtsabnahmen. Da muss jetzt einfach mehr zugefüttert werden, wie es scheint.

  • Hier sagen die Experten: Biologisch ist bereits Herbstende eingetreten, resp. die Fähigkeit der Pflanzen, Blüten auszubilden, ist abgeschlossen (vermutlich wegen fehlenden Niederschlages). Einzig einige Springkrautbestände in schattigen Lagen und Bachnähe blühen noch und Magnolien blühen zaghaft ein zweites Mal und nehmen so bereits den Frühling vorweg.

    Die Bienen haben Kurzarbeit und tragen allenfalls Pollen ein. Nektar und Honigtau sind versiegt. Das wird auch nix mehr, selbst wenn es regnen würde, sagen unsere alten Hasen.

  • Die Bienen haben Kurzarbeit und tragen allenfalls Pollen ein. Nektar und Honigtau sind versiegt. Das wird auch nix mehr, selbst wenn es regnen würde, sagen unsere alten Hasen.

    Kann ich bestätigen; selbst das um diese Jahreszeit gern genommene Springkraut ist kaum vorhanden. Die lange Trockenheit fordert ihren Tribut.

    Also füttern, füttern, füttern - aber nicht zu viel.

  • Aubie : Unsere Landwirte säen hier nix. Es wäre auch glatte Verschwendung, denn keimen könnte unter den gegebenen Verhältnissen: nix. Die Felder stehen notgeerntet mit gelben Stoppeln da - Kurzarbeit auch hier. Selbst in den Wäldern hat das Kleben und Tropfen anfänglich ansehnlichen Honigtaues längst aufgehört. Dafür fahren und fliegen täglich die Brandwachen.

  • Ich tu mich schwer mit dem"nicht zuviel" ,weil ich nur noch TBE Völker habe und Ableger vom Frühjahr. Ich muss immer wieder mal kontrollieren , ob die nicht zu viel einlagern. Ich füttere schon seit Mitte Juni, da gab es hier schon fast nichts mehr. Zwischendurch treffe ich da bei einigen auf sehr wenig Vorrat trotz Fütterung . Die brauchen mehr, andere weniger. Inzwischen bin ich auch bei unverdünntem Sirup angelangt.

    Wie füttert ihr jetzt ?

    Ich bin da einfach noch nicht erfahren genug, um das entspannt anzugehen.

    Bei 2 zargig und AS ist das einfacher als mit TBE.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Wie füttert ihr jetzt ?

    Ich bin da einfach noch nicht erfahren genug, um das entspannt anzugehen.

    Bei 2 zargig und AS ist das einfacher als mit TBE.

    Entspannt bleiben - solange sie z. B. auf 4 - 5 Waben freie Zonen in Fluglochnähe oder auch mittig mit und ohne Brut halten, ist ausreichend Platz vorhanden. Man sieht ja, wo Pollen zum Verbrüten eingelagert wird.

    Ich beobachte momentan eine erhebliche Brutreduktion (bis auf 0,5 Waben DN1,5). Letztes Jahr ähnlich beobachtet; im September wuchsen die Brutnester wieder....

    Keinesfalls liegt das an zuviel Futter oder AS Behandlung (findet hier nicht statt); Platz ist ausreichend vorhanden.