Kann mal bitte einer einen Blick auf diese Brutwaben werfen?

  • Aufgeschreckt durch einen anderen Faden habe ich ein Volk heute aufgemacht und die BW begutachtet.

    Nun bin ich Neuling, habe aber viel gelesen, gesehen, recherchiert, und hatte nur ein Bauchgefühl: Das sieht irgendwie vielleicht nicht gesund aus.


    Ich habe einzelne Zellen geöffnet. Es gab keine zusammengesackte Brut, Streichholzproben haben nichts Verdächtiges ergeben, eine Futterkranzprobe habe ich vorsorglich entnommen.


    Die Zelldeckel gefallen mir teilweise nicht, das Brutbild mit seinen Lücken ebenfalls nicht.


    Deswegen wollte ich die Fachkräfte hier vor Ort mal draufschauen lassen.

    Das Volk ist ein Ableger aus dem Mai, der 2 Wochen nach Bildung geschwärmt ist, sich soweit aber gut entwickelt (soweit ich das beurteilen kann).


  • Hi

    Für mich ein ganz normales Brutbild eines Ablegers, mit junger Königin die in alte Brutwaben stiftet.

    Sie kann ja nur da stiften, wo die alte Brut schon geschlüpft ist. Und ich denke das ein Ableger, der auch noch geschwärmt ist, die Brut nicht gleichmässig pflegt und deswegen auch die alte Brut nicht gleichmässig schlüpft.


    Und was ist an den Deckeln falsch?


    Gruß Jakob, der auch noch zu den Anfängern zählt.

  • Das sieht normal aus; ggf. sind die offenen Zellen auch bestiftet bzw. mit junger Brut belegt. Schrotschußbild wäre mit mehr offenen Bereichen inmitten des BN und da wäre ausgeräumt.


    Das alles kann ich auf den Bildern nicht so exakt sehen - insofern reine Ferndiagnose. ....


    Wie ist der Bienenbesatz ?


    Beste Grüße


    Rainer


    p.s.:Ab jetzt werden die Brutnester schon wieder kleiner - da kann es zu Unregelmäßigkeiten kommen; vorzugsweise auf den Randwaben.

  • Die Randbereiche würden mich etwas stutzig machen. Ich weiß nicht wie das Wetter bei Euch war...verkühlte Brut?

    Ansonsten sehe ich jetzt nix, was zumindest mir auffällt.

    Vor allem könnte ein Schlag Futter nicht schaden.

    Ableger brauchen Futterkränze für kühle Nächte.

  • Finde die Bilder auch nicht weiter auffällig. Da war vermutlich Pollen drauf, deswegen die ungleichmäßigen Brutstadien. Bei den offenen Zelldeckeln ist es ein Unterschied, ob die mittig ein Loch haben weil die Larve mit Zuspinnen noch nicht fertig ist, oder Löcher in den Ecken etc. sind, wo sie aufgebissen haben. Aber Ferndiagnosen sind immer schwierig. Mach jetzt oder Anfang September 'ne Futterkranzprobe, dann weißt Du Bescheid :)


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich habe einzelne Zellen geöffnet. Es gab keine zusammengesackte Brut, Streichholzproben haben nichts Verdächtiges ergeben, eine Futterkranzprobe habe ich vorsorglich entnommen.


    Die Zelldeckel gefallen mir teilweise nicht, das Brutbild mit seinen Lücken ebenfalls nicht.


    Deswegen wollte ich die Fachkräfte hier vor Ort mal draufschauen lassen.

    Der letzte Satz ist der wichtigste: Fachkräfte vor Ort draufschauen lassen. Die sind extra dafür ausgebildet worden und können/müssen das im Gesamtbild des Volkes beurteilen. Bis dahin: Hygienevorsorge treffen, Arbeitsgeräte desinfizieren, denkbare Beschränkungen im AFB-Fall schon jetzt freiwillig einhalten (Dritte nicht auf den Stand lassen, kein Material oder gar Bienen wegbringen etc) und auf detaillierte Befragung zur Geschichte des Volkes bzw. des Bienenstandes vorbereiten. Die Futterkranzprobe muß im Zweifelsfalle ohnehin vom AmtsVet. bzw. beauftragten BSV vorgenommen - bei Dir also ggf. wiederholt werden.


    Die Fehlstellen im Kleeblattmuster könnten auf eine durch Pflegebienen übertragbare Brutkrankheit hindeuten. In gewissem Widerspruch dazu stehen wieder die kettenförmigen Störungen des Brutbildes. Mehr wird man hier bei virtueller Diagnose angesichts dieser 4 Fotos kaum sagen können.

  • beemax Die Wabe war durchgehend mit Bienen dicht besetzt.


    rase Futterkranzprobe werde ich morgen rausschicken. Ohne Gesundheitszeugnis kostet das bei uns nichts - also ist es in jedem Fall nicht verkehrt.


    ChrisAusEssen ich habe vorgestern eine dicke Futterwabe reingesteckt, Futtergeschirr ist drauf und morgen kommt was rein. Danke für den Hinweis.


    ribes Habe mal Vereinskollegen kontaktiert. Die haben nach den Bildern erstmal hinsichtlich BSV abgewunken. Trotzdem werde ich mal versuchen, den ausfindig zu machen und zu kontaktieren.

    Die Probe geht auch erst mal raus.

    Sicher ist sicher, und wenn ich nur was bei lerne...

  • Mmh,


    deine Fachleute kommen ja nun. Bitte schreibe dann hier was es ist bzw. war.

    Mir sehen die Zellendeckel sehr gleichmäßig aus und ich würde aufgrund der Bilder AFB ausschliessen. Auch für einen massiven Varroaschaden sieht es noch zu "sauber aus", das mal vereinzelt eine Zelle geöffnet wurde und wieder geschlossen, halt sich im rahmen.


    Wenn deine Fachleute keine Krankheit finden, würde ich die Königin austauschen. Es sei denn du hast ihr schlechte Waben (zuviel Pollen) gegeben und der muss ja nunmal erst raus und so kann ein löchriges Brutnest aufgrund von Platzmangel entstehen. Ist das Volk dann auch noch zu klein kann Brut verkühlen und wird ausgeräumt, ist eine Zelle dann leer kommt Nektar oder Pollen wieder rein.

  • Es gibt Völker, die verstreut Pollen einlagern, insbesondere wenn keine legende Königin im Volk ist. Das würde ich hier als Ursache vermuten. Dieses Bild zieht sich oft noch lange durch das Brutbild des Volkes. Die junge Königin, die anfing zu stiften, konnte die Pollen besetzten Zellen nicht oder erst später bestiften. Aber auch das ist mit dem Manko der Ferndiagnose belegt.

    Ich habe auch Völker mit Löchern im Brutbild (besetzt mit jüngeren Maden), wo ich sicher bin, dass diese Ursache vorliegt.

    Dass eine andere junge Königin/Prinzessin mit einem Teil des Volkes abgeschwärmt ist, dürfte nicht Ursache für Löcher im Brutbild sein.

    Aber eine Futterkranzprobe einschicken ist auch kein Hexenwerk und bringt unsicheren Imkern erholsamen Schlaf zurück. Bezahlbar ist das ganze auch. Sollte es auch in Berlin sein.

    Ein Bienenschwarm ist keine Naturkatastrophe...

  • Eine Futterwabe reicht nicht Ein ordentlicher Schub echtes Zuckerwasser, eine Mittelwand ans Brutnest setzen und schauen wie sie ausgebaut und bestiftet wird.

    Futterkränze über der Brut sollten sie schon haben.

    Elk