Wohin mit dem Bien? (innerhalb unseres Gartens)

  • Hallo Ihr Lieben,


    wir fragen uns (und jetzt Euch), wo und wie wir am geschicktesten die Beuten in unserem Garten aufstellen.

    Zur besseren Beurteilung hab ich Euch einen Ausschnitt aus google maps angehaengt und ein bisschen darin rumgekritzelt.

    ?thumbnail=1


    Im Bild unten ist Sueden, die suedlich angrenzenden (Thujahecke, 2m) Gartennachbarn haben eine 12jaehrige Tochter und verbringen recht viel Freizeit in ihrem Garten.


    Der noerdlich angrenzende Garten (nur durch einen Maschendrahtzaun abgegrenzt) gehoert einem Mann, der hin und wieder seinen kleinen Hund mitbringt, aber immer nur wenige Stunden da ist, in denen er seine Beete bearbeitet.


    Oestlich gelegen ist der Garten eines aelteren Herrn, der nur in den fruehen Morgenstunden da ist, um seine Beete zu bearbeiten und sein Unkraut wegzuspritzen...


    Westlich von unserem Garten kommt erst mal der Weg, der zu weiteren Gaerten fuehrt, dann ein Nachbarsgarten, der seit ca. 2 Jahren so gut wie gar nicht mehr genutzt wird (Alibirasenmaehen 2 bis 3 mal im Jahr).


    Ca. 25m noerdlich unseres Garten ist Schienenverkehr, regelmaessig S-Bahnen, sehr selten (ich glaube sogar nur nachts?) Gueterverkehr.


    Im Luftbild habe ich Euch eingezeichnet:

    - ein nicht mehr genutztes Tomatenhaus, noerdlich, oestlich und oben geschlossen (semitransparente Wellplatten), 1,8 - 2 m hoch (rot)

    - ein nicht mehr genutztes Schaukelgeruest aus Holz (gelb)

    - die Huehnerecke (weiss)

    - unseren hauptsaechlichen Aufenthaltsort im Garten (violett)

    - unseren Kirschbaum (pink)

    - Beete (braun)

    - ein Zierbeet, das im Moment neben einem Bueschel Pampasgras und einer Fetten Henne fast nur Wildwuchs beherbergt (u.a. meine heissgeliebte Echte Seidenpflanze, DER Duftknaller und Insektenmagnet! <3) (orange)

    - hohe Thujas (darunter ein sehr beliebter Liegeplatz unserer 3 Hunde) (gruen)

    - unseren kleinen Teich (blau)

    - bebaute Flaechen (schwarz)


    Den Pool erkennt man vermutlich ohne Farbmarkierung ;)

    Zum Groessenvergleich: der Pool hat 3,6m Durchmesser, der gesamte Garten misst ca. 22 x 19 Meter


    Wenn Ihr bei uns 3 Beuten aufstellen wuerdet, welchen Platz und welche Fluglochausrichtung wuerdet Ihr waehlen?

    Vorrangig geht es uns darum, dass die Nachbarn moeglichst wenig vom alltaeglichen Bienentreiben mitbekommen sollen, weil es sich sonst ratzfatz ausgebient hat, leider.

    Hatten da schon mit den Huehnern ein bisschen Sand im Getriebe. Knirsch.

    Bitte nicht falsch verstehen: verheimlichen koennen und wollen wir die Bienen nicht.


    Wir haben uns natuerlich schon selbst Gedanken ueber das Thema gemacht, diese behalte ich aber erst mal fuer mich, um Euch gedanklich nicht in eine Richtung zu schubsen.

    Wuerde mich wirklich sehr freuen, Eure Meinungen dazu zu lesen.


    Liebe Gruesse;

    humml

    Bilder

    • pasted-from-clipboard.png

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Werner Egger () aus folgendem Grund: Bild wurde aus urheberechtlichen Gründen entfernt.

  • Ohne das Gelände genauer zu kennen würde ich sagen, unterhalb (südlich) des Gewächshauses wäre ein guter Platz. Flugloch Richtung Hecke. Dann besteht Sicht- und Windschutz durch das Gewächshaus und durch die Hecke sind die Bienen gezwungen schnell steil aufzusteigen und sollten damit keine Nachbarn stören.

  • Huhu Werner,


    Hartmut hat mich grade schon darauf hingewiesen.

    Muss mal schnell schauen, wie ich das Bild wieder rausbekomme, finde grade die Bearbeitungsfunktion der Beitraege nicht...


    Liebe Gruesse;

    humml

  • Damit diejenigen, die den Thread hier jetzt erst anklicken, auch wissen, worum es in etwa geht, hier nun ein 'Bild' des Ganzen, dessen Urherberrecht garantiert voll und ganz bei mir liegt:




    Vielleicht moechte ein Moderator/Admin diesen so chaotisch gestarteten Thread loeschen, und ich starte ihn nochmal neu?

    Oder habt Ihr die Moeglichkeit, dem ersten Beitrag das neue Bild zuzufuegen?

    Finde das sonst alles ein bisschen unuebersichtlich...


    Liebe Gruesse;

    humml

  • Achte darauf, dass Du genug Platz zum Rangieren hast. Nimm Dir also ein paar Bier- oder Wasserkästen und stelle sie als Beuten auf. Dann stellst Du Dich daneben (nicht vor das theoretische Flugloch) und hebst weitere VOLLE Bier- oder Wasserkästen rauf und runter, stellst eine ab und trägst eine weitere zum Haus, ebenfalls nicht genau vor dem Flugloch vorbei. Das ist der Platz, den Du brauchst. Wenn es Dir dafür irgendwo zu eng wird, dann ist es nichts. Rückentechnisch ist es angenehmer, die Rähmchen quer vor dem Körper zu orientieren, nicht längs. Rechne mal eher mit vier Völkern, dazu kommt es ganz schnell, zumindest zwischendurch.

  • Hallo easybeesy,

    genau die Ecke hatten wir auch im Sinn.

    Auf die Idee 'Flugloch Richtung Hecke' waren wir aber bisher gar nicht gekommen.

    Danke fuer den Hinweis! :thumbup:


    Hatte dabei erst Bedenken, von wegen Fluglochausrichtung gen Westen, nie direkte Sonne am Flugloch, blah, aber ich denke (nach einiger Recherche), dass das keine verheerenden Auswirkungen auf unsere Bienen haben wuerde.


    Wir haben eigentlich daran geplant, die Beuten mit Flugloch gen Sueden in einer Reihe VOR das Tomatenhaus zu stellen, und zwar mit 2 Metern Abstand zum Weg.

    Falls wir dort doch einen Sicht- bzw. Flugbienenschutz am Wegrand entlang aufstellen muessten, haetten die Brummer dann genuegend Abstand dazu.


    Und genau dieser Abstand ist jetzt das Thema, das mich beschaeftigt:

    wie viel Abstand sollten wir zwischen Flugloch und Hecke (2,30 Meter hoch) bzw. Sichtschutzelement (2 Meter hoch) einhalten?


    Was ich bisher dazu gefunden habe, warem Empfehlungen um die 2 Meter, bei etwa vergleichbar hohen Hindernissen vor den Beuten.

    Wenn wir jedoch naeher an den Sichtschutz ranruecken koennten, haette man hinter den Beuten mehr Platz zum Arbeiten.


    Andererseits hat die easybeesy'sche Loesung den grossen Vorteil, dass sowieso nie jemand vor den Beuten rumtappen wuerde, nur meine Wenigkeit, zum Zwecke der unauffaelligen Fluglochbeobachtung - und dafuer waeren auch 1,5 Meter locker ausreichend.


    Mal ganz doof gefragt: die komplette Beutenreihe (egal ob jetzt nach Westen oder Sueden ausgerichtet) 50cm nach HINTEN zu versetzen, falls wir merken, dass den Bienen 1,5 Meter 'Anlauf' nicht reichen, duerfte fuer die Bienen doch kein Problem darstellen, oder?


    Kikibee, am Wochenende hatte ich die Moeglichkeit, jemandem erst bei Einlegen der Bienenfluchten und tags darauf beim Abraeumen der HR in den Fuessen rumzustehen zu helfen, dabei habe ich realisiert, fuer welche Ablaeufe wie viel Platz von Vorteil ist.

    Diese Choreographie werd ich mal im Garten durchtanzen, mit den von Dir empfohlenen Getraenkekaesten beladen, auch das war ein guter Hinweis! :thumbup:


    Den Stellplatz wuerde ich dann moeglichst gleich so einrichten, dass 5 bis 6 Voelker Platz faenden. Ich ahne es ja schon...


    Hier noch ein Bild, vom Huettendach aus geknipst, Blickrichtung nach Westen.

    Vielleicht faellt Euch ja darauf etwas auf, was ich noch gar nicht beachtet habe.




    Herzlichen Dank nochmal fuer die Ideen bisher,

    liebe Gruesse;

    humml

  • Hallo Humml,

    von Flugloch nach Süden würde ich dir abraten. Die Bienen benötigen in heißen Sommern dann sehr viel Personal zum Kühlen und ein Zusammenbruch der Waben ist möglich. Bei uns in der Lausitz wird es oft sehr warm. Außerdem soll sich die Schwarmneigung bei solch einer Südlage erhöhen. Den Tomaten tut es sicher gut, aber bei den Bienen würde ich den anderen Standort bevorzugen . Bei mir steht jetzt ein Ableger nur einen Meter von einer großen Weide entfernt. Ich hatte erst Bedenken, aber den Bienen gefällt die sehr windgeschützte Lage und sie haben keine Probleme mit dem kurzen An - und Abflug.

    LG Karin

    Willst du Gottes Wunder sehen, musst du zu den Bienen gehen.

  • Bei zu kurzem Weg zwischen Flugloch und Hecke fliegen die Bienen kurz senkrecht hoch und dann nach hinten weg, wenn da frei ist, ergo steht Ihr dann hinter der Beute trotzdem mitten in der Einflugschneise.


    Mein Tipp: besorgt Euch jetzt ein paar Ableger, stellt die irgendwo in den Garten und stellt die dann im Winter dahin, wo Ihr dann aus eigener Erfahrung wißt, wo's paßt. Das kann Euch hier keiner sagen und soooo eine große Sache (wie man anfangs denkt!) isses auch nicht. Und man kann es immer korrigieren. Also bloß nicht gleich zu Anfang eine deutsche Konstruktion (gemacht für 100 Jahre) aufstellen, sondern zwei Kanthölzer hinlegen, bisserl ausrichten, fertig. Wenn das im Winter noch gefällt, kann man was schönes bauen. Aber erstmal probieren, reversibel und billig.


    Wird schon.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Zusammen !


    Ich stand genau vor dem gleichen Problem ( auch mit der Erweiterungsoption).

    Gedanken ohne Ende gemacht !


    Im Endeffekt scheint nur wichtig:


    -Bequemes Arbeiten hinter den Beuten mit n bisschen Platz für alle Utensilien.

    -wenn möglich , schnelles Aufsteigen beim Abflug ( Phlox oder kleine Hecke).

    - nicht andauerndes Durchkreuzen in der Start/Landebahn.



    reicht bei mir komplett aus.


    LG

    Martin

  • Mein Tipp: besorgt Euch jetzt ein paar Ableger,

    Och neeeee, nicht jetzt. Meines Erachtens sollte man MIT den Ablegern im Frühling angefangen wachsen.

    Um diese Jahreszeit ( zumindest in diesem Jahr) ist es dafür zu spät.
    Hier hat schon das Einfüttern und die Sommerbehandlung angefangen.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Mein Tipp: besorgt Euch jetzt ein paar Ableger,

    Och neeeee, nicht jetzt. Meines Erachtens sollte man MIT den Ablegern im Frühling angefangen wachsen.

    Ableger im Frühjahr sind Wirtschaftsvölker, mit allen Konsequenzen, Schwarmverhinderung, Ernte, ... - wir haben Juli, ich zieh noch Königinnen, was spricht gegen einen heuer sauber erstellten Ableger, den man füttert, hätscheln und liebgewinnen kann? Bis zum Winter kann man sich gefahrlos aneinander gewöhnen, sich gegenseitig kennenlernen und im Frühjahr geht's dann los. Ich finde das gut. Im Frühjahr was besorgen geht oft schief, weil dann anfängliche Unsicherheit und Entwicklungsdynamik nicht zusammenpassen. Aber 1000 Wege führen nach Rom. Anfangen muß man irgendwie eh.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Da hast Du mich aber missverstanden: Ich empfehle im Frühjahr , einen neu erstellten Ableger zu kaufen und damit zu wachsen.

    DU ziehst noch Königinnen aber was macht jetzt der Anfänger? Füttern und Varroabehandlung?

    Und das Volk totschauen?

    So meine Erfahrungen

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.