Bienenhaus mieten? (100€/Monat)

  • Hallo zusammen, ich habe etwa 5km Luftlinie von meinem Wohnort entfernt ein kleines Bienenhaus mit Schleuderraum zur Miete angeboten bekommen.

    Es steht sehr ländlich, etwa 500 Meter von einem kleinen Ort entfernt an einem Südhang. Davor ein Feld (jedes Jahr unterschiedlich bepflanzt) und etwa 10 alte Obstbäume (Äpfel, Birnen etc...). In etwa 100 - 200 Meter Entfernung ist zudem ein Nadelwald.


    Das Haus wurde zuletzt als Partyhaus genutzt - daher Fluglöcher sind vernagelt und von innen wurde es wohl mit OSB Platten oder ähnlichem beplankt. Man müsste also etwas renovieren - würde sich aber vermutlich in Grenzen halten. (Würde ich davor nochmals prüfen).



    Problematisch daran:

    - oberes Fenster lässt sich nicht öffnen (es scheint so als wäre in etwa auf 1,50 Meter Höhe ein Fenster, dass sich öffnen lässt - ist aktuell aber hinter der Beplankung.

    - in direkter Nähe (etwa 300-400 Meter) steht bereits in einem Wald (etwas nördlich) ein Bienenstand mit etwa 10-20 Völkern. Im Näheren Umfeld sind zudem wohl auch noch weitere Imker vertreten.



    Durch die Nähe zu meinem Wohnort wäre das aber ideal - ich könnte dort etwa 10 Völker aufstellen und bei mir zu Hause im Garten nochmals etwa 5 Völker (mehr möchte / brauche ich auch nicht). Zum Ableger bilden etc... wäre das perfekt. Zudem hätte ich dort genügend Platz um das ganze Equipment zu lagern, der Schleuderraum müsste wohl etwas renoviert werden (Ablauf ist vorhanden, ansonsten viel Holz - ggf. könnte man dieses verkleiden und abwischbare Flächen generieren. Strom ist vorhanden, Wasser könnte ich vermutlich beim Hof nebenan bekommen).


    Die Miete soll 100€ / Monat kosten (zzgl. Strom - was relativ vernachlässigbar sein dürfte).

    Was meint Ihr dazu? Zuschlagen? Oder lieber nicht?



    Die Alternative wäre, dass ich bei mir im Kellerraum oder im Gartenhaus meine Schleuder aufbaue. Das ganze Equipment könnte ich dort auch unterbringen (nur nicht ganz so komfortabel wie im Bienenhaus). Zudem müsste ich mich noch nach einem weiteren Standort umsehen, damit ich vernünftig Ableger bilden kann (hätte aber Zeit).

  • 100 Euro im Monat für eine olle Hütte wäre hier eher eine angemessene Jahresmiete....das kostet nämlich die Pacht in einer der Gartenanlage. Aber der Süden ist ja bekanntlich teurer.

  • Die Ernte von c.a 20 - 30% des Völkerbestandes für Miete auszugeben, ist das erträglich? Und wir reden dabei nicht vom Gewinn (so es überhaupt einen gibt), sondern vom Umsatz! Ich glaube, das würde ein arges Verlustgeschäft...

  • Checke mal auf Außenbereich- Baugenehmigung gab es nur als Bienenhaus ;) Wenn nicht ein Imker, dann Abrißauflage- das würde ich dem Vermieter auf jeden Fall aufs Brot schmieren.

    Angemessen nach meinem Empfinden ca 2-3€/qm pro Monat für abgeschlossene Lagerfläche mit Strom und Reparaturkosetn fallen auch an.Momentan schleudere ich in MV- 200km, aber ein noch nicht überholter Imbißwagen steht mit TÜV zugelassen auf der Strasse. Die Fixkosten müssen erwirtschaftet werden.

  • 100 €/Monat kommen mir auch nicht unbedingt günstig vor - mit etwa 10 Völkern wohl auch nur schwer zu erwirtschaften. Ich denke ich lass es sein und frag ggf. mal bei einem Bauern etc... in der Gegend nach ob ich nicht dort 5 Völker oder so am Waldrand aufbauen darf und dafür ein bisschen Honig spende...

  • 100 € im Monat, da bekommst du in Niederbayern schon ein Appartement.😀

    Nein im Ernst, das wäre mir viel zu teuer, außerdem brauchen Bienen kein Haus, soweit schritt die Evolution noch nicht voran.

    Lieber fünf Völker zu Hause im Garten als zehn Völker weiter weg, allein schon aus Gründen der Umweltbelastung, wir Imker wollen doch darauf achten.

    Ich finde es ist auch am schönsten, von der Arbeit nach Hause zu kommen und sich an den Bienenstand zu setzen. Wenn ich erst weit fahren muss und zu meinen Bienen zu gelangen, naja ich weiß nicht und das vielleicht für fünf Völker mehr. Dasselbe gilt für Fischweier, erst interessant wenn der ganz in der Nähe ist.

  • p.s.: Ich kenne etliche Standimker, die ohne Probleme ihre Ableger am Stand bilden und stehen haben, ohne Probleme und ganz vernünftig. Eine Betriebsweise, die ohne zweiten Standort auskommt, muß nicht von vorn herein unvernünftig sein, resp.: Du solltest die Signale, scharf auf einen zweiten Standort zu sein, zumindest bei Mietpreisverhandlungen, aber auch beim Überdenken Deiner Betriebsweise einschränken.

  • Schließe mich meinen Vorredner an: 100.-€ pro Monat sind viel zu teuer!

    Hatte mal so ein altes Bienenhaus genutzt, die Pacht betrug: Eine Kiste (12 Gläser) Honig pro Jahr!


    Desweiteren: Das Bienenhaus abkaufen? Bienenhaus im Außenbereich, mehr als 500.-€ würde ich nicht dafür geben.


    Ansonsten wäre das Bienenhaus, wenn nicht mehr als Bienenhaus genutzt, nur noch für den Abriß ....

  • Kann mich nur anschließen, der Preis ist der Hammer


    Zu bedenken finde ich auch die angegebene, bereits bestehende Völkerdichte dort.


    Lieber in Ruhe nochmal im Umkreis gucken, Du bekommst oft ohnehin ganz pachtfrei eine Möglichkeit zum Aufstellen.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Die Frage wäre für mich eher, wofür lässt sich das noch zusätzlich nutzen?

    Zum Feiern ohne Störung, Auffenthalt in der freien, ungestörten Natur?

    Wir haben ein Wochenend Grundstück auf der schwäbischen Alb (730 m) das wir der Ruhe und abgeschiedenheit wegen gekauft haben. (Wir wohnen in einer Kleinstadt mit 20000 EW, aber irgendetwas hörst du immer...)

    Wenn das Teil wirklich einigermaßen was taugt... Erreichbarkeit und Infrastruktur passt...

    Es ist bei euch wohl nicht so dicht besiedelt wie im mittleren Neckarraum...

    Bei uns auf der Alb nur Mais und getreide - deshalb nicht so unbedingt Bienen tauglich.


    Hast du mal Bilder der Lokalität?


    ULI

    Genieße das Leben.

    Sei Dankbar und Glücklich.

  • 1.200,- EUR pro Jahr zzgl. Investitionen in Umbau/Modernisierung, da würde ich auch Zweifel haben.

    Welche Miet-/Pachtdauer wird Dir angeboten?

    Nicht dass Du schön "sanierst" und dann läuft der Vertrag aus =O

    Ein Risiko sehe ich auch noch in eventuellen verdeckten Mängeln, die sich erst im Laufe der Renovierung zeigen.

    Ich wäre da vorsichtig.


    VG Tom

  • Zum Vergleich:

    Ich zahle ab Anfang nächsten Jahres 500€ im Jahr für einen vollgefließten ebenerdigen Schleuderraum (16qm, Milchkammer) mit Wasser- und Stromanschluss, 98er Türe, kann mit Auto/Hänger direkt davor fahren.

    Ist gut in Schuss. Inklusive 10qm Abstellfläche in einer Nebenstehenden (Betonierte Bodenplatte) Scheune (Überwinterung HR's usw..).

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.