Drohnenbau

  • Hallo,
    meine Bienen ueberwintern in zwei Zargen.
    (NM,8 Waben/Zarge).
    Etwa am 15.3.habe ich in alle Zargen einen
    Baurahmen eingehaengt. In einem starken
    Volk wurde bereits zwei Tage spaeter im oberen Rahmen ca.40% Drohnenbau festgestellt.
    Die Baurahmen(in der Mitte geteilt) befinden sich immer an der 2.Stelle vom Zargenrand.
    Wer macht das ebenso oder gibt es fuer die
    Baurahmen einen besseren Platz?
    Beste Gruesse von Eberhard Kerner
    aus Schkeuditz bei Leipzig.

  • Hallo Eberhard Kerner!
    Ich nutzte zwei Baurahmen pro Bienenvolk als Varroafalle. Diese lasse ich zu dieser Jahreszeit in der oberen Zarge seitlich des Brutnestes ausbauen. Erst wenn sie bestiftet sind hänge ich sie in das Brutnest hinein. Zum besseren Erkennen sind die Oberleisten der Baurahmen farbig oder mit Heftzwecken markiert.
    Bei sicherem Wetter / Tracht gebe ich sie auch direkt in das Brutnest. Sie werden dann, vorausgesetzt die Bienen sind nicht in Schwarmstimmung, innerhalb kürzester Zeit ausgebaut und bestiftet.
    Die "Varroaausbeute" ist bei Drohnenrahmen innerhalb des Brutnestes größer. Das hat auch ein Bieneninstitut untersucht, ich weiß aber nicht mehr, wo dies nachzulesen ist.


    Imkerliche Grüße von


    Stefan Kahlert

  • Hallo Stefan Kahlert,
    ich werde in diesem Jahr die Drohnenwaben
    im Zentrum des Brutnestes unterbringen.
    Sicherlich ist Drohnenbrut auch Brut.
    Zum experimentieren bin ich auf jeden Fall
    bereit.
    Beste Grüße von E.Kerner

  • Ich mache das folgendermaßen sobald die Temoeraturen es zulassen setzte ich die waben folgendermaßen
    Brutwabe ---Mittelwand oder Drohenrämchen---Brutwabe




    damit werden die Binen gezwungen die Mittelwände b.z.w. Drohnenrähmchen schnell auszubauen!!!

  • Wielange sollte warmes Wetter sein, bis man die Drohnenrähmchen einhängen kann. Ich möchte auch einen einhängen. Ist dafür jetzt schon Zeit oder soll ich noch ein paar Wochen warten? Die Bienen fliegen jetzt fast eine Woche und es hatte jetzt schon Temperaturen um die 20 Grad. Die Weide konnten sie voll nützten. In allen Hecken leuchtet es ganz gelb. trotzdem habe ich wieder an einigen Stellen Weidenstecklinge ausgesetzt.
    Milben sind auch nur ganz wenige in der Windel zu finden (1 in 4 Tagen). In dieser Woche haben sich die Bienen über die ganze Zarge ausgebreitet (nach den Gemüllstreifen am Boden).
    Nur eines ist mir komisch vorgekommen. Es sind viele Pollenhöschen in der Windel zu finden gewesen. Ist das Normal?


    lg
    Andreas

  • Andreas NÖ schrieb:

    ... Temperaturen um die 20 Grad.
    Die Weide konnten sie voll nützten ...


    Hallo Andreas,


    bei diesen Vorraussetzungen kannst du am nächsten windstillen Tag mit über 18°C das erste Drohnenrähmchen einhängen.
    Falls du noch noch nicht genug Drohnenwaben hast, kannst du es auch mit einer etwa zu 3/4 ausgeschnittenen Wabe versuchen, die oben noch einen Futter-(besser Honig-)kranz hat, der etwas angeritzt wird.


    Bei meinen Warmbau-Lagerbeuten geht diese 1. Erweiterung an den erstmals warmen (18 - 20°C) Märztagen ohne großen Wärmeverlust und ohne wesentliche Störung, ich muß nur die Abdeckung der vorderen drei Rähmchen wegnehmen.
    An der Stirnwand hat eine Blindwabe (Rähmchen mit eingelegtem offenporigen Schaumstoff) das Verschimmeln der eigentlichen Deckwabe verhindert. Diese Blindwabe kommt raus, die beiden nächsten Waben werden vorgerückt.


    An den jetzt freien Platz 3 (auch für Kaltbau zu empfehlen) kommt ein besonderes "Varroa"-Rähmchen mit fertigen Zellen und Baumöglichkeit
    (bei gut durch den Winter gekommenen Völkern und bei gesichertem Weiden-Pollenflug - die weiblichen Weiden honigen! - Drohnenzellen-Baubeginn!).


    Diese spezielle Varroa-Falle ist mit einer eingepassten Leiste zweigeteilt, eine Hälfte ist vom Vorjahr ausgebaut, die andere Hälfte ist Baurahmen mit Leitstreifen bzw. 1-2 cm Wabenrest am Obertäger. Meine Drohnen- bzw. Baurahmen habe ich aus 3 cm breiten Dickwaben-Leisten genagelt, damit die Drohnenköpfe bei normalen Abstand-Haltern etwas mehr Platz haben.
     
    Die zugehängte Wabe wird ziemlich bald bestiftet, auch wenn sie nicht direkt ans Brutnest grenzt. Dadurch entsteht ein zweites Wärmezentrum und die 1 bis 2 evtl. dazwischen liegenden Waben werden schnell ins Brutnest einbezogen.


    Sobald diese Wabe weitgehend ausgebaut ist, kommt ans andere Ende des Brutnestes (bei Magazinen zweckmäßigerweise in den oberen Brutraum) ein zweiter zweigeteilter Baurahmen.
    Die Zweiteilung ermöglicht die Bildung von zwei Bautrauben und das wechselseitige Auschneiden, wenn die beiden Teile zu verschiedenen Zeiten bestiftet wurden; es gibt also fast ständig für Varroen attraktive verdecklungsreife Drohnenbrut.


    Nach drei Wochen mal gucken, sonst gibt's ne Varroazucht ;)



    @alle Mitleser:
    Auch wenn nicht jeder Forumsteilnehmer meine Meinung teilt ;) , schon vor über 100 Jahren gab es Imker, die etwas von Bienen und Imkerei verstanden:
    Im Schwarzwald wurden am 19. März (Josephstag) bei den Stohkörben die Honigwaben ausgeschnitten und die Körbe um 180° gedreht = jährlich halbe Wabenerneuerung (ausführlich bei Armin Spürgin: Die Honigbiene, 2.Aufl. S.12+13).

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


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    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)