Betriebsweise/varroabehandlug

  • Hallo Imkerkollegen!


    zur Betriebsweise und Varroabehandlung möchte ich meine Meinung loswerden,um die euere zu erfahren.
    Beim Besuch der Imkerschulung (Krankheiten, Varroabekämpfung, AFP und EFP)wurde mir erst einmal bewusst, was wir den Bienenvölker antun.Die Bienen werden über mehrere Stunden und Tage diversen Kontaktgiften, Gasen und Säuren ausgesetzt, um der Milbe ein Ende zu setzen. Durch solche desorientierte,übersäuerten und vergifteten Bienen geben wir den Weg frei für noch mehr Krankheiten.Durch die Löcher im Chittinpanzer,welche durch die Milben entstanden sind, können Bakterien und Viren eindringen und die Bienen schwächen,was zur Räuberei oder zum Verlust des Volkes führt.Ferner wird der Wachs stark belastet und nicht zu vergessen die Unsicherheit des Kunden beim Kauf des Honigs.Oxalsäure, welche beim Einatmen schon tödlich ist,erscheint mir auch nicht als des Rätsels Lösung.Oft kann die Varroabehandlung aufgrund von Witterungseinflüssen nicht fächendeckend und zeitlich abgestimmt durchgeführt werden.Aus diesem Gesichtspunkt gesehen stehen wir bald in einer Sackgasse.Ich sehe das Problem in der Überwinterung,sei es als Kunstschwarm oder auch bei Wirtschaftsvölkern,die Varroa überwintert mit,darin liegt der Knackpunkt.Der Gedanke meinerseits wäre:Mitte März Ligustica /Italiener (sehr schnell auf Volksstärke)als Kunstschwarm in EU-Ländern zu kaufen und einzusetzen, schwärmen durch Kontrollen zu vermeiden und mit grossen Völkern bis zum Trachtende durchzuarbeiten.Den Honig abernten und die Bienen abschwefeln, siehe kanadische Imkereien.Durch das wegfallen des Winterfutters wäre viel Geld und durch das einmotten der Beuten und Kästen viel Arbeit gespart.Die Varroamilbe hätte keine Grundlage zum Überleben,der Honig und Wachs wären Rückstandslos.Die Kosten für Kunstschwärme aus der EU würden sich bei größerer Nachfrage auf einem abzeptablem Niveau einpendeln.Wenn wir Imker nicht auch auf die "Rote Liste"wollen müssen wir umdenken.Diese Maßnahme sollte nur Mittel zum Zweck sein, um in einigen Jahren vielleicht wieder zu der traditionellen Imkerei zurückkehren zu können.



    M.F.G. KALLI

  • Hallo Imkerfreund Kalli
    Honig ernten und die Bienen abschwefeln ?
    wenn du das für erstrebenwert hälst,würde ich
    dir raten mit der Imkerei auf zuhören.Nimms nicht persöhnlich,aber ein Bienenfreund biste nicht oder??
    Gruß eines Hobbyimkers
    Herby

  • Hallo Kalli,


    Mach mal eine Wirtschaftlichkeitsberechnung dafür... wieviel Honig müsstest Du den Ernten damit sich das lohnt ?
    Ich glaube wenns sich das Rechnen würde, hätten viele das schon längst gemacht.


    MfG
    Dante

  • Liebe Imkerfreunde,


    im wesentlichen schließe ich mich den Meinungen zu Kallis Beitrag an.
    Eines dürfen wir ihm aber nicht absprechen, er hat sich Gedanken über das Imkern ohne Chemie gemacht. Und ob sein Beitrag wohl so bierernst gemeint war, wie er empfunden wurde?


    Freundliche Grüße


    Baudach

  • Hallo Imkerkollegen


    Seid 3 Jahren imkere ich mit 10 Völker (Sklenar/Schlenning F1).Vorher 8 Jahre mit 480 Völker in Australien. Zur Varroabehandlung setze ich Fangwaben und 60% Ameisensäure (1*Stoß und 1*Langzeitbehandlung) ein.Der Bericht vom 15.03 sollte ein Denkanstoß sein. Seid 25 Jahren wird das Varroaproblem angegangen und bis jetzt hat man es noch nicht geschafft die Milbe in den Griff zu bekommen.Die kommende Saison wollte ich die Bienen mit Bienenwohl (Dany)oder mit dem Oxalverdampfer (Varrox) behandeln.
    Frage:Hat schon jemand damit Erfahrungen gesammelt.


    M.F.G. KALLI

  • Lieber Kalli,


    Du gibst selber vor, zum Nachdenken angeregt haben zu wollen, dann meine ich, daß Du nicht bei den Überlegungen zu den Pestiziden aufhören wirst, Dir Gedangen über die Voarroatose zu machen. Dabei wünsche ich Dir Erfolg.


    Gruß


    Baudach