Auffüttern Sommer-Herbst

  • Hallo Profis,


    nachdem dies ja meine erste Saison ist, wollte ich mal fragen ob ich das mit dem Auffüttern richtig verstanden habe.

    Wie ich überall so lese, wird erst im August/September RICHTIG aufgefüttert.

    Ich habe ja vor 1 Woche TBE gemacht und Honigräume sind bei mir noch drauf.

    Wenn ich dann abschleudere, was ich wohl demnächst bald machen werde, muss ich die Bienen ja füttern.

    Meine Idee, aus den ganzen Videos und Posts die ich gerade so gelesen habe:


    ZUERST 1:1 füttern (wie viel für Wirtschaftsvölker, Ableger ?)

    DANN im September 3:2 für den Winter einfüttern (ca. 15-20 kg ZUCKER)


    Richtig verstanden ?


    DANKE

  • Was das Füttern angeht, gibt es kein Patentrezept, aber ein paar wichtige Grundregeln:

    • Es muss immer und jederzeit genug Futter für schlechte Tage da sein
    • Es sollte genug Platz für Brut und für den Winter genug freier Platz für einen Wabensitz auf trockenen Stellen statt kaltem Honig möglich sein
    • Wenn es dauerhaft kalt wird, sollte das Futter sicher so lange reichen bis im Frühjahr von außen genug neues Futter reinkommt

    Damit kommt das Problem:

    Zu viel am Anfang, dann haben sie keinen Platz für Brut, wenn es schön bleibt und sie noch irgendwo eine Quelle wie Springkraut, greening-Fläche oder sowas finden.

    Zu spät, dann wird es kalt und sie wollen das Futter nicht mehr so recht abnehmen.

    Sowas wie Spättrachten kannst du vermutlich jetzt noch nicht so genau abschätzen.


    Ich mache es mittlerweile so, dass ich nach dem Abschleudern einmal oder zweimal füttere (insgesamt so etwa 1/3) der geplanten Gesamtmenge. Den Restbedarf versuche ich dann Ende August bis September nach Wetter und Tracht abzuschätzen und füttere dann noch auf. Das Anfüttern mache ich gerne mit dünnerem Futter, das spätere Auffüttern mit dickerem.

    Ein Tipp: Vor dem ersten Füttern Beute mit einer einfachen Kofferwaage (kostet weniger als 10 Euro) beidseitig durch einseitiges Anheben wiegen und Gewicht notieren. Dann kannst du später gut schätzen, was noch fehlt. Am Schluss musst du ja entscheiden, ob genug drin ist und nicht, wie viel du reingefüttert hast.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • da kann ich Amape nur Recht geben. Ich persönlich füttere derzeit meinen starken Ableger, füllt fast eine Zarge, wöchentlich mit ca. 1 1/2 Liter ApiInvert und ich muss sagen meine Bienchen entwickeln sich sehr gut, somit habe ich auch keine Sorgen das sie nicht über den Winter kommen. ;)

    Denke einfach, lieber etwas weniger zufüttern dann erhält man den guten Bautrieb der Mädels.

  • Hi!


    Es kommt immer auf die Stärke des Volkes an! Das Futter sollte innerhalb von wenigen Tagen von den Bienen abgenommen werden können, sprich mit 3-4 Liter liegst du sicherlich nicht falsch. 1:1 ist richtig, da die Damen ja noch die ganzen Mittelwände ausbauen sollen. Vor allem als "Anfänger" ist es schwierig das richtige Maße zu finden, genug zu füttern für den Ausbau, aber nicht zuviel sodass die Königin immer genügend Platz für den neuen Brutansatz hat.


    Grüße,

    Marco

    And that's the way it is (Walter Cronkite)