Hoffmann- oder nicht?

  • Ich begrüsse alle Teilnehmer des Forums!


    Da ich heuer mit der Imkerei anfange und gerade dabei bin Imkereigeräte einzukaufen, habe ich hier eine Frage:


    Soll ich Rähmchen mit Hoffmannschenkel nehmen oder ganz normale Rähmchen?


    Persönlich sind mir die Abstandshalter aus Plastik zum Einklicken ein Gräuel. Da tendiere ich lieber zur Hoffmannschenkel-Version, da nicht so viele Teile den Rahmen verzieren.


    Welche Vor- und Nachteile gibt es bei den Hoffmann-Rähmchen?
    Den Bienen ist das eigentlich egal, welche Rahmenversion man verwendet?
    Aber in die Schleuder passt sowas schon rein, oder? (ich kann es noch nicht testen, da ich noch keine Schleuder habe)


    Ich bedanke mich schon im voraus auf die kommende Antworten.

  • Hallo nach Tirol,


    du sprichst eine weitere "Glaubensfrage" an! Hoffmann-Schenkel haben den Vorteil, dass nix verloren gehen kann, werden aber von den Bienen recht stark verbaut (Propolis). Plastikabstandshalter sind eine Krankheit und ehen immer dann ab wenn mann grad gar nicht brauchen kann. Eine Alternative zu den Hoffmannschenkeln sind metallene "Nägel". Ich habe mich da auf Polsternägel (8mm)festgelegt. Die passen halt auf meine modifizierten Rähmchen. Die Nägel werden praktisch nicht verbaut, können jedoch je nach Bauart die Handhabung beim Schleudern verschlechtern - man bleibt in der Wabentasche hängen. Ich bin sicher, dass noch mehr Kollegen Ihre Erfahrungen hier schildern werden, deswegen lass ichs jetzt mal sein. Servus!

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Charles!
    Ich habe früher verschiedene rähmchentypen
    ausprobiert. Die plastikseitenteile lassen sich nur schlecht reinigen und wenn man sie nicht zusätzlich bohrt und vernagelt lösen sie sich leicht.Die stifte zum einnageln verbiegen sich leicht und sind mit hoffman nicht kompatiebel, außerdem bleiben die rähmchen meist in den gittern der schleuder hängen wenn man sie heraus nimmt. Die blechabstandshalter
    verformen sich leicht und wenn sie nicht genau genagelt sind haben sie scharfe kanten.
    Nun kommt der zeitaufwand den man zum zusammenbau benötigt noch dazu.
    Ich habe vor jahren alles auf hoffman umgestellt und bin sehr zufrieden. Die geringen mehrkosten tragen sich alle mal.
    Auch bin ich der meinung das die seitenteile
    nicht aus hartholz sein müssen da sie so gut wie nie kaputt gehen.
    Mit imkerlichem gruß
    Andreas

  • Die Hoffmann-Seitenteile haben mich wegen ihrer Einfachheit überzeugt.
    Die, die ich erhielt, sind aus Weichholz. Und wenn dann, wie wohl oft, die Teile nicht maßhaltig sind, reißen die Seitenteile beim Einstecken des Trägers auseinander. Ich mußte fast jedes Seitenteil nacharbeiten.
    Was mich an den Hoffmann-Seitenteilen stört, ist ihre große Berührungsfläche miteinander, die ja verkittet wird. Ich habe sie deshlb versuchsweise so abgefräst, daß die Berührungsfläche kleiner wurde. Es half etwas.


    Grüße, Thomas

  • Vielen Dank für eure Antworten!


    Ich habe heute Nachmittag Rähmchen mit Hoffmann-Schenkel gekauft. Wie Thomas Hädrich schon schrieb in Bezug auf den nichtpassenden Seitenteilen, habe ich _jedes_ Rähmchen an den Verzapfungen bearbeitet bis sie sauber reinpassten. Ich muss sagen, diese Arbeit schlaucht ganz schön :smile: .


    Eine Frage habe ich noch:
    Ist es wirklich notwendig, die Kontaktflächen der Seitenteile fast auf das Minimum zu reduzieren, oder kann man mit den Schenkeln, so wie sie sind, damit leben?


    Ich bin sehr gespannt auf eure Meinungen!


    Einen schönen Gruss euch allen
    Charles

  • Hallo Charles
    ich habe meine Hoffmann-Rähmchen selbst gebaut und habe keine Problem mit dem Nacharbeiten, weil sie passen. :smile:
    Die länge der Schenkel haben vor allem dann eine Bedeutung, wenn du mit deinen Kästen wandern willst. Die Rähmchen schlackern dann beim Transport nicht hin und her.
    Mit verkitteten Rähmchen habe ich bisher keine Probleme gehabt. Ich nehm allerdings nicht den Stockmeißel sondern einen großen Schlitzschraubenzieher. Die Hebelkräfte sind hier wesentlich günstiger.


    Mit Imkergruß
    Werner Egger

  • Hallo Charles!
    Ich kann mich der meinung von werner nur anschließen. Ich bekomme meine rähmchen schon seit jahren von der fa. bienen weber
    aus gera. Ich mußte bis jetzt noch kein rähmchen nacharbeiten und das bei ca.500stk.
    Dies soll keine webung sein aber er liefert
    gute und günstige rähmchen.
    Probier es mal unter bienenweber.de
    mit imkerlichem gruß
    Andreas

  • Liebe Imkerfreunde,


    Webers aus Gera sind u.a. auch hinsichtlich der Beratung eine gute Adresse für den, der die Beute sucht, die seinen Bedürfnissen entspricht. Ich selber habe diese Beratung vor einigen Jahren angenehm empfunden und dankbar angenommen.


    Gruß


    Baudach

  • Hallo an alle,
    für mich kommen nur Hoffmann-Rähmchen in Frage. Von einem Altimker, der Ausverkauf machte, erwab ich einige Rähmchen mit Plastik-Abstandshalter, was mich heute beinahe eine Biene gekostet hat. Bei der Durchsicht hielt ich das Rähmchen wie gewohnt, dabei rutschte das Plastik ab und der Rest fiel auf die offene Zarge. Die Bienen blieben glücklicherweise friedlich.
    Gruß Harald


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Harald Feinauer am 2002-04-21 23:15 ]</font>

    Freundliche Imkergrüße
    Harald Feinauer

  • Hallo Miteinander,
    ich bin auch seit vorigem Jahr dabei, auf Hoffmannsrähmchen umzustellen. Nur bei der ersten Kontrolle im Frühjahr hat man etwas Probleme mit Verkittungen, aber einmal gelöst, geht es bei der nächsten Durchsicht schon viel besser. Ich beziehe die Rähmchen in Teilen bei http://www.warnholz.de, mit Löchern für eine sechsfache Verdrahtung versehen. Beim Zusammenbauen nehme ich Ponal her und takere die Leisten zusammen, nächsten Tag haben diese eine unwahrscheinliche Festigkeit und bei einem Preis von ca. einem halben Euro pro Rähmchen stelle ich mich nicht an die Kreissäge. Nacharbeiten musste ich bei den 500 Rähmchen, die ich kürzlich erhielt noch keines.