Nach TBE bin ich im Augenblick etwas ratlos!

  • Moin, aus Cuxhaven,


    nach dem Schleudern und der TBE mit Völkerteilung und Brutscheunenbildung, kommen meine Königinnen auf ihre neuen Mittelwände/Waben nicht ihrem Recht. Die hier neu zugegebenen Mittelwände sind von den Bienen angenommen und ausgebaut worden. Leider tragen sie diese aber ebenso mit Nektar so voll, dass der Königin kein Platz bleibt zum stiften.

    Was kann ich anstellen um diese Situation so zu verändern, dass die Königinn die Möglichkeit der Eilage bekommt? Wir sind jetzt im Tag 9 nach der TBE.

    Schöne Grüsse aus dem sonnigem Cuxhaven

    Bernhard

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Die Bienen machen das schon. Sie dehnen das Brutnest nach Bedarf aus und strukturieren es immer nach demselben Prinzip in Kugelform: Im Kern die geputzten und für neue Eier frisch mit Propolis keimabwehrend tapezierten Zellen. Darum herum ist angeordnet die Kugelschale mit Pollen (kann nicht umgelagert werden -> behindert deshalb manchmal bei Völkern in der Aufwärtsentwicklung die Ausdehnung des Brutnestes (v.a. im Frühjahr ein Problem der Wärmehaltung, wenn noch nicht genug Heizbienen da sind). Im äußeren Bereich der - dann oft nur noch virtuellen - Kugel sind die Honigvorräte gelagert. Bei Brutnesterweiterung werden die einfach umgetragen.

    Rechne einfach selbst: Die Kö. legt in der Hochsaison max. 2.000 Eier/Tag. Wieviele Rä. Deines Standmaßes kann sie in 9 Tagen max. bestiften (Arbeiterinnenbau: ca. 700 ... 750 Zellen/qdm bei 5,4mm Zellmaß)?

    Bei Zander bspw. (ca. 6.100 Zellen/Rä.) kann die Kö. nicht einmal 3 Rä. bestiften, nicht mehr. Wenn Wabenwerk erst noch ausgebaut werden muß, mglw. noch weniger. Was Du siehst, ist also nicht nur normal, sondern genau das, was die TBE mit Fangwaben beabsichtigt: Einen definierten Zustand auf definierten Rä./Wabenwerk herzustellen. Dieser vom Imker definierte Zustand weicht ab von der Kugelform und wird erst allmählich von den Bienen selbst nach Bedarf laufend angepaßt.

  • Das klingt aber so, als wenn sie noch gar nicht legt:/

    Ja, leider ist es so!

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    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Das klingt aber so, als wenn sie noch gar nicht legt:/

    Ja, leider ist es so!

    Wenn ausgebaut und Nektar eingetragen wurde, hat die Kö' Zwangspause. In vielen Fällen ist oben im ausgebauten Bereich auch schon bestiftet, wenn unten noch gebaut wird. Die wissen schon, was zu tun ist - muss ja auch noch propolisiert werden usw. Portionsweise dünn füttern fördert den Bautrieb und irgendwann ist das Brutnest angelegt. Wenn 's den Imker beruhigt, Leerwabe geben...


    Viel Erfolg


    Rainer

  • Hallo Rainer,
    zu meiner Beruhigung werde ich es dann mal mit einer Leerwabe versuchen. 8)

    denn es geht nichts über einen ruhigen Imker.:)

    Danke und Gruß
    Bernhard

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Wenn es Honig regnet muss man einen großen Löffel haben? Oder wie war das?


    Wenn echt noch viel Tracht reinkommt oder äquivalent viel zugefüttert wird, dann ballern sie die Leerwabe damit voll

    Ändert also auch nix.


    Abwarten, verbrüten lassen

    In dem Falle nicht zufüttern - aber im Auge behalten


    Vielleicht hat der Imker auch bloß zu früh geguckt, und nun hibbelt er Rum :lol:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Moin, aus Cuxhaven,


    nach dem Schleudern und der TBE mit Völkerteilung und Brutscheunenbildung, kommen meine Königinnen auf ihre neuen Mittelwände/Waben nicht ihrem Recht.

    Was sind denn das für Königinnen? Die alten originalen, oder selber von den Brutscheunen nachgeschaffte, oder unbegattet eingeweiselt oder fertige Königinnen, wenn so dann aus der Post oder eigene?


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Ralf,
    das sind die alten Buckfastköniginnen!


    Die Brutscheunen sind ja noch nicht so weit. Die Nachschaffungszellen hier sind noch alle verdeckelt. Die Brutscheunen werden erst am 12. Juli leer gemacht und mit neuen Mittelwänden bestückt. Da können sich dann die neuen Königinnen breit machen.

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  • Die sind beleidigt. Echt. Kein Problem, einfach lassen. Dann sind alle Waben schön ausgebaut und es gibt schicke Brutnester.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Die TBE ist für die Völker ein Schock.

    Manche knabbern da eine Woche dran ohne groß zu bauen, andere bauen bereits nach ein paar Tagen aber es wird nicht/kaum gestiftet und andere haben nach 10 Tagen 6-8 Waben zu 3/4 im Naturbau ausgebaut und bestiftet. Jedes Volk ist da anders.

    Irgendwann kommt bei allen aber die Initialzündung und 6-8 Wochen später, wenn wir von Winterbienen anfangen zu sprechen, platzen die aus allen Nähten...wobei ich ein Volk habe, das jetzt bereits nur sehr zögerlich und mit gelben Wachs baut....mal schauen.

  • Deswegen lasse ich für den Übergang eine offene Brutwabe drin und vermeide die Verwendung von Mittelwänden zugunsten neuer ausgebauter unbebrüteter Waben damit das Volk nicht vollkommen aus dem Tritt kommt.

    Um die Fangwabe herum kann die Alte, oder nach entfernen der Nachschaffungszellen die Neue ihr neues Brutnest aufbauen.

    Wenn die Fangwabe verdeckelt ist, hab ich noch 14 Tage Zeit, diese samt Restmilben zu entfernen.

    Grüße Ralf

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von ralf_2 ()

  • Ich bin wieder glücklich!!!

    Heute habe ich meine Völker mit der TBE, welche ich auf neue Mittelwände gesetzt habe durchgesehen. Welch ein erfreulicher Anblick bei allen Völkern: Auf 3-4 Rähmchen Stifte und Maden in großen, geschlossenen Feldern zu sehen. Schöne weiß verdeckelte Futterränder um die Brutfelder!
    Zusätzlich 3-4 Rähmchen mit Futtereintrag/Pollen. Was will der Imker mehr?

    Habe die Völker mit OS behandelt und eine Windel eingeschoben. Mal sehen, welche Erkenntnis daraus gezogen werden kann.
    Jedenfalls legen die alten Königinnen jetzt wie die Weltmeister und so kann ich hoffen, mit starken Völkern in den Winter zu gehen.


    Danke für alle Kommentare hier zu meinem Thread und
    schöne Grüsse von der Nordsee, aus Cuxhaven


    Bernhard

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

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