Überwintern ohne weißen Zucker

  • Hallo Sumsumtom,


    Es ist traurig, aber in diesem Forum wird jeder, der nicht konventionell auf Ertrag imkern möchte, erst mal angegangen. Leider sind es auch noch genau die Menschen, von denen Du sehr viel lernen kannst. Also durchhalten, mit der Zeit legt sich das.


    Und natürlich, Bienen können auf ihrem Honig überwintern, meine tun das und denen geht es wunderbar. Und ich bin nach wie vor der Meinung, dass es nicht schlecht sein kann, da die Vorgänge in der Natur sich normalerweise in der Entwicklung optimieren und da saugen die Bienen nun mal nicht an Zuckerrüben, sondern ernähren sich von ihrem Honig. Erstaunlich, dass bei Zuckerfütterung immer wieder dieser Freudenstein zitiert wird, dessen Vater wohl Aktionär einer Zuckefabrik war.


    Zu Deinen Fragen, Du musst tatsächlich einiges beachten. In diesem ersten Jahr musst Du zufüttern, generell müssen nach meiner Erfahrung Ableger zugefüttert werden, die schaffen das normalerweise nicht ohne. Bei Wirtschaftsvölkern klappt das Überwintern auf ihrem Honig gut. Aber auch hier muss man in Jahren, in denen wenig reinkommt, vorsichtig sein. Dazu findest Du in den unterschiedlichen Foren eine ganze Menge Informationen.


    Ansonsten gehe in diesem Jahr vor, wie Hans und Finvara das oben beschreiben und sauge bis zum nächsten Jahr alles auf, was Du an Informationen bekommen kannst.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

  • Gib ihnen ein kerniges Müsli, was für Dich gesund ist, kann für die Bienen nicht falsch sein. Dann klappt es auch mit wenig Honig.


    ;)

    ...echt unterirdisch und das schlimme ist, noch eine Menge Daumen hoch. In welcher Welt lebe ich eigentlich, bzw. In was für einem Forum bin ich hier gelandet?


    Ihr vereint wirklich eine geballte Kompetenz, aber Euer Umgang mit Anfängern und Andersdenkenden ist fürchterlich, dabei sind es gerade die Anfänger, die Eure Hilfe brauchen, vielleicht auch tatsächlich, um mal auf den Boden der Tatsachen geholt zu werden. Muss es immer nur Schwarz-Weiß-Denken geben, gibt es keine Varianten dazwischen. Und muss das auf diese unschöne Art und Weise sein.


    Beste Grüße,

    Thanaidh

  • vielleicht auch tatsächlich, um mal auf den Boden der Tatsachen geholt zu werden

    Zum Wohle der Bienen sind klare Ansagen immer noch für einen Anfänger gut geeignet


    gibt es keine Varianten dazwischen

    Als Beginner wohl nicht, da sollte eine klare Linie die mangelnde Erfahrung kompensieren

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Den Daumen hoch gab es von mir dafür, dass der Kardinalfehler vollkommen treffend auf den Punkt gebracht wurde:
    "Was für den Menschen gesund ist, kann ich meinen Bienen nicht zumuten!"

    Daher war der Müsli-Spruch echt treffend - und auch lustig,

    ... wenn auch nicht sehr hilfreich. Zugegeben.
    Aber es finden sich auch immer welche, die gerade Geduld haben und weiter helfen.


    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • ...echt unterirdisch und das schlimme ist, noch eine Menge Daumen hoch. In welcher Welt lebe ich eigentlich, bzw. In was für einem Forum bin ich hier gelandet?

    Tja. Unterirdisch, dann geh halt in den Keller zum Lachen. Das Leben ist kein Ponyhof. Du antwortest auf Deine Art, ich auf die meine - das Lesen ist und bleibt freiwillig. Ich fand den Eingangspost an Klischeehaftigkeit kaum zu überbieten, und irgendwie ging es einigen anderen wohl ähnlich. Wer will und kann, kann hier im Forum viel lernen, andere ziehen eben weiter. So what? Wenn es für mich den Eindruck macht, es fällt auf fruchtbaren Boden, da berate ich ziemlich dezidiert und auch wiederholt. Wenn nicht, gibt's halt auch mal sanften Spott. Wenn das für Deine zarten Nerven zuviel ist, es gibt eine 'Ignorieren-Funktion' hier im Forum, dann siehst Du meine Beiträge nicht mehr. Ganz einfache Lösung. Das gilt natürlich auch für unseren Sumsumsum.


    Beste Grüße und nix für ungut,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • vielleicht auch tatsächlich, um mal auf den Boden der Tatsachen geholt zu werden

    Zum Wohle der Bienen sind klare Ansagen immer noch für einen Anfänger gut geeignet


    gibt es keine Varianten dazwischen

    Als Beginner wohl nicht, da sollte eine klare Linie die mangelnde Erfahrung kompensieren

    ...auf den Boden der Tatsachen holen und beschämen ist ein großer Unterschied, ersteres geht auch mit respektvoller Wortwahl.


    Wenn man auf Ertrag imkert, sind die Möglichkeiten vielleicht etwas eingeschränkter, wenn ich das nicht möchte, gibt es viele Varianten dazwischen. Ich imkere in der Einraumbeute, mit Rähmchen und ausschließlich Naturbau, Honig wird gepresst. Die Bienen überwintern auf eigenem Honig, ganz normale Schwarmkontrolle, Vermehrung normalerweise mit Ablegern, nicht mit Schwärmen (der Nachbarn wegen). Varroabehandlung und -kontrolle erfolgt recht konventionell ohne große Experimente. Das würde ich sagen, ist eine gemäßigte alternative Variante. Hier kann ich an ganz vielen Stellschrauben drehen... Und es funktioniert prima.


    Zum Glück habe ich mich erst in diesem Forum angemeldet, als das alles funktioniert hat, vorher hatte ich Paten, die mich bestärkt und gut beraten haben, MEINEN Weg zu finden, und nicht versucht haben, mich durch Niedermachen davon abzubringen... Wenn man den Weg eines anderen geht, hinter dem man selbst nicht vollständig steht, das ist dann sicher eher zum Scheitern verurteilt.


    Beste Grüße,

    Thanaidh

  • rase: Euer Kölner Humor scheint echt ein anderer zu sein als unserer, das ging mir schon öfter durch den Kopf... Und nein, wir lachen nicht im Keller, nur über andere Dinge... und ja, es ist für meine zarten Nerven zuviel... Danke für den Tipp mit der „Ignorieren-Funktion“.


    Beste Grüße,

    Thanaidh

  • Kurzer Nachtrag zu #22: Ich habe das von der ersten Minute an gemacht... und es ist nichts schlimmes passiert. Für mich ist nicht verständlich, warum ich mir erst mit viel Mühe Wissen aneignen soll, das ich später wieder über den Haufen werfe. Eine klare Linie muss sein, aber es gibt eben unterschiedliche davon...

  • Die Arroganz in einigen Beiträgen ist schon befremdlich. Aber das man hier nicht so zart beseitet sein darf, habe ich auch erst lernen müssen. Schade, dass Neuimker mit den besten Absichten hier so vor den Kopf gestoßen werden. Schlimmer sind doch die, die ihre Grundstücke zupflastern und Steine in den Vorgarten kippen und den letzen Obstbaum fällen, weil er Dreck macht.

    Willst du Gottes Wunder sehen, musst du zu den Bienen gehen.

  • Die Arroganz in einigen Beiträgen ist schon befremdlich.

    Arroganz ist, Freudenstein & Co aus einer ideologisierenden Anfängerperspektive heraus ihre Beobachtungen zu negieren. Das sich dann natürlich wer findet, der weil ähnlich aufgestellt, auf die Schultern klopft, ist verständlich. Das kann man dann so laufen lassen, klar. Aber wäre das in Wirklichkeit nicht noch viel arroganter? Ich weiß, das es schief geht, lehne mich zurück und genieße. Machen doch einige hier. Ist das besser?

    Zitat

    Schade, dass Neuimker mit den besten Absichten hier so vor den Kopf gestoßen werden.

    Wo denn? Wer wurde denn konkret wo 'vor den Kopf gestoßen'? Davon abgesehen, wieviel Bienen werden denn Jahr um Jahr mit den besten Absichten umgebracht? Das Gegenteil von Gut bleibt gut gemeint. Ich halte das im übrigen hier immernoch für Trollerei, und es funktioniert ja auch glänzend ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Leider sind die statistisch aller-allermeisten vor den Kopf gestoßenen Neuen, die direkt schon zu Beginn der Bienenhaltung mit der Inbrunst der Überzeugung nur Bienen haben möchten aufgrund der Natur und der Bienen willen und mit Honig eigentlich nichts zu tun haben wollen, gar nicht ernten möchten, nur Überschüsse und alles so natürlich wie möglich und mit so wenig Stress und Eingriffen wie möglich

    genau die, die damit mit Anlauf und Großschwung auf die Nase fallen!


    Das wäre für die direkt beim Eingangspost die Augenverdrehenden und Stoßseufzer ausstoßeneden, weil nicht ahnungslosen schreibenden Helfer hier ja eigentlich eine Situation sagen zu können: ich hab`s geahnt, siehste!

    bloß geht`s denen eher gendanklich um die Völker, die hier vor die Hunde gehätschelt werden - ganz natürlich wohlgemerkt.


    Schon als AnfängerAnfang Juli den Gedanken zu äußern, einen Ableger ohne weißen Zucker so natürlich wie möglich zu betreuen und überwintern zu können.


    Mit verlaub: das zeugt von entweder gar keinen Kurs und keinen Background zur Bienenbiologie oder ggf noch schlimmer: zwar absolviert aber ignoriert, weil "artgerechte Haltung" ist auch bei Bienen viel besser, und was bei Hund und Katz das Barfen, das ist bei der Biene das Zucker weglassen.


    So kommt`s leider daher


    Und gefühlt kommt es das viertausendachthundertfünfzigste mal.


    Erstposting, will aber seinen Stolz behalten, OK. Dass muss man auch, Stolz und Selbstbewußtsein, Sendungsbewusstsein, die feste Überzeugung, es besser zu machen, gleich von Anfang an. Und nur hören zu wollen, was passt.


    Was soll man sich hier in die Bresche schmeißen?

    Ganz ehrlich?

    Hat Ralf schon zig-hundertfach getan nachprüfbar, ich ebenso.

    Kann man alles hier finden im Forum.


    Ist ja außerdem für Lern- und einsichswillige bereits in ausreichender Form kommentiert und erklärt worden, Danke für die Geduld einiger ggf weniger klischee-geschädigter.:daumen:


    Und angegangen wurde hier niemand. Es gab ne Schippe Sarkasmus oben aufs Klischee - mehr nicht

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper