Rückstände im Rapshonig

  • Glückwunsch Ralf :thumbup:> mit dem Ergebniss würde ich es aufjedenfall mal Anwältlich durchchecken lassen was da alles an Werbung zulässig wäre - von wegen man schwärzt andere Imker an - wie heisst es so schön - in diesem Ländle hier ist man sich selbst der näheste ;) Tust Du es nicht, machen es irgenwann die anderen, so läuft das eben.

    Und schliesslich gehts hier nicht um die Nächstenliebe sondern um den Profit aus Deinen / Euren Erträgen .

    Finde den Vorschlag von Reiner mit der "Geprüften Qualität" top, könnte man sogar ausbauen und freudlich bei FoodQS nachhacken oder nachhacken lassen , ob deren Name auf so ein Siegel dürfte :whistling:;)

    Alles gut und schön.

    Was macht der Ralf dann nächstes Jahr, wenn er das Geld nicht mehr ausgeben will?

    Dann steht es nicht mehr drauf und der Kunde fragt dann vielleicht: Ist der Honig gar nicht mehr geprüft? Warum nicht?

    Hat alles 2 Seiten. Ich wüsste auch nicht, was ich machen sollte.

  • Finde den Vorschlag von Reiner mit der "Geprüften Qualität" top, könnte man sogar ausbauen und freudlich bei FoodQS nachhacken oder nachhacken lassen , ob deren Name auf so ein Siegel dürfte :whistling:;)

    Alles gut und schön.

    Was macht der Ralf dann nächstes Jahr, wenn er das Geld nicht mehr ausgeben will?

    Dann steht es nicht mehr drauf und der Kunde fragt dann vielleicht: Ist der Honig gar nicht mehr geprüft? Warum nicht?

    Nächstes Jahr könnte auch die PSM-Belastung höher sein, z.B. wegen vermehrtem Fungizideinsatz aufgrund nasserem Wetters. Dann erhebt sich die gleiche Frage.

    Karl

    Etwa 14 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • Die eigentliche Lösung ist doch, das analysieren sein zu lassen und, et is wie et is, den Honig so zu verkaufen wie geerntet. Wenn der für die Bienen gut genug ist, dann auch für unsere Kunden; 'ne andere Umwelt haben wir ja nicht.


    Und immer schön auf die Landwirte schimpfen, weil.


    Nochmal, ich will das garnicht auf das Glas schreiben. Vermutlich ginge es. Es gäbe vermutlich 'ne Klage, aber mit den Beiträgen von Stiftung Warentest und diversen TV Beiträgen über gepanschte und belastete Honige habe ich ein berechtigtes Interesse, mich davon abzugrenzen. Wir werden es nicht erfahren, zumindest nicht durch ein Verfahren gegen mich, weil ich es nicht aufs Glas schreibe.


    Alles schick.


    :)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Blütenbiene


    wenn man den ganzen Aufwand betreibt dann wohl eher nicht aus Spaß oder weil man irgendwie Langeweile hat um im nächsten Jahr zu sagen, "ach, dies Jahr keine Lust um den Test zu machen"


    Was ich geschrieben hab, gilt für mich - wenn ich die Grösse seiner Imkerei hätte, wenn ich sein Herzblut in meine Imkerei genauso stecken würde, wenn ich das Imkern so leben würde ....

    Ein Versuch, wenn es sich rechnet, ist es meiner Meinung nach Wert. :)

  • Ohne Zweifel ist das Wissen über mögliche Pestizidgehalte im Honig viel wert. Aufgrund dieser Werte fühlt man sich ja auch bestätigt.

    Danke für die Veröffentlichung!


    Die Grenzwerte für die sog. Belastung im Honig muss man sich mal verdeutlichen: 0,01 mg Thiacloprid pro kg (2 Gläser), an denen ein "Normalo" gut 3 Monate futtert. Das sind, grob gerechnet, pro Tag im Schnitt 0,00013 mg, also 13 mikrogramm, die man zu sich nähme....


    Viel schlimmer ist aber die Belastung des "Filters", die Bienen und das kann man i.d.R. auch messen. Darum wurde das Verbot der anderen Neonics ja auch erlassen.


    Und das "bashing" von Landwirten schlechthin ist sicher nicht zielführend. Die sitzen auch nur zwischen Baum und Borke...


    Beste Grüße


    Rainer

  • Wieso, warum, weshalb - keine Ahnung, das konnten die mir damals auch nicht sagen. Irgendein Grund und ein Interesse für die Änderung steht trotzdem dahinter, sonst wäre sie ja nicht durchgeführt worden, aber mehr habe ich ja auch nirgends geschrieben.

    Ohne die genauen Hintergründe zu kennen:

    Unterschiedliche Labore können unterschiedliche Bestimmungsgrenzen haben. Meine Annahme für das Analyseverfahren wäre, dass die Proben aufbereitet und mittels Chromatografie untersucht werden. Dabei entscheidet die Art der Probenaufbereitung und die Gerätschaften über die mögliche Genauigkeit, welche erzielt werden kann. Grundsätzlich: Je teurer, desto genauer. Und desto tiefer muss man für einen Test in die Tasche greifen. Da liegt keine Politik dahinter...


    Und verwechselt bitte nicht Bestimmungsgrenzen mit Grenzwerten, der ein oder andere Post lässt das vermuten...

  • Und immer schön auf die Landwirte schimpfen, weil.

    Hast Du auch in Erwägung gezogen, dass dein Ergebnis genau deshalb zu Stande gekommen ist? Wobei auf Landwirte schimpfen sicher kein guter Weg ist. Aber die Version auf vermutete und bewiesene Missstände hinzuweisen, sollte akzeptabel sein.

    Warum sollte ein Rapsbauer auf bequeme, relativ kostengünstige Pflanzenschutzmittel verzichten, die laut Hersteller vollkommen ungefährlich sind? Da gibt es keinen Grund.

    Der Hersteller/Verkäufer hat kein Interesse eine mögliche Schadwirkung aufzudecken.

    Es gibt immer mehr Landwirte, die bei den Pestizidbehandlungen vermehrt nachdenken, ob es vernünftig ist, diese durchzuführen. Da haben sie nicht die Pestizidhersteller drauf gebracht. Ganz im Gegenteil. Deren Pflanzenschutzberater geben öfter den Rat zur Anwendung eines Pestizids, obwohl diese unsinnig oder zumindest fragwürdig ist. Die mögliche Alternativen werden von diesen Vertretern nicht genannt. So schon mehrfach im Gespräch mit Landwirten erfahren. (ich bin ja nur Landwirt mit verdammt wenig Land)


    Und zur Untersuchung der Honige sehe ich da den Kleinimker nicht unbedingt in der Pflicht. Da sollten die Verbände und größeren Imkereien eher mal zuständig sein. Das schließt zwar keine erhöhten Schadstoffwerte in der eigenen 50Kilo-Charge aus, aber gibt doch eine Richtung vor. Augen und Ohren offen halten und mit dem anbauenden Landwirt ausführlich sprechen kann die Schadstoffmengen im Honig erheblich senken.

    Gegner glauben uns zu widerlegen, indem sie ihre Meinung wiederholen und auf die unsere nicht achten. (vom guten alten Goethe)