Bienen im Kleingarten

  • Moin,


    ich bin noch nicht am Imkern, lese mich aber gerade in die Materie intensiv ein. Einen Imkerverein habe ich vor Ort schon besucht und sobald ich einen Imkerkurs in der Region finde werde ich den auch durchziehen.


    Meine Frage ist im Bezug auf meinen eigenen Garten in dem ich die Bienen halten möchte - wir haben einen kleinen pflegeleichten Garten und an dem Standort wo ich die Bienen platzieren möchte ist maximal Platz für drei Völker.


    Je mehr ich mich umhöre, höre ich von verschiedenen Seiten, dass sie ratz-fatz bei mehr und mehr Völkern waren.


    Das kann ich bei meinem geringen Platzangebot nicht bieten. Wie seht ihr die Chancen, bzw wie bekommt man es hin, dass es auch bei drei Völkern bleibt?

    Wenn z.b. dann Schwarmstimmung aufkommen sollte und ein Schwarm mit der alten Königin auf Reise geht - ich möchte solch einen Schwarm dann nicht einfach sich selbst überlassen.

    Sag ich dann in den Vereinen Bescheid, dass hier ein Schwarm verfügbar ist?


    Sorry wenn dies eine dumme Frage sein sollte - sie bewegt mich jedoch und ich wollte sie daher auch stellen.

    Imkerei-Silberbiene

    Aus Freude an den Bienen / Honig aus Rotenburgs Gärten

  • Naja während der Saison wirst du sicher einige Ableger erstellen müssen. Den Platz musst du kalkulieren. Am Ende der Saison kannst du ja zurückvereinigen oder du verkaufst deine Ableger.

    Ich selbst habe aktuell 4 Völker im Garten stehen, es waren aber auch schon 7 im Mai.

    Wenn du nicht wachsen willst, musst du es nicht. Es geht dabei eher um den Virus der dich anstecken wird.😉

  • Ach ja, das gibt sich - Du wirst Deine Imkereigrösse schon finden. Auf jeden Fall schon mal gut wenn für drei Völker Platz ist - darunter ist die Imkerei K(r)ampf aber in der Dimension passt das doch. Du kannst immer Völker vereinigen und letztendlich klappt nicht immer alles wie geplant. Darum ruhig etwas mehr einwintern als geplant, dann kann man auch auswintern wie geplant...


    Allerdings: Denke auch an den Platzbedarf für das Drumherum - Zargen, Rähmchen, Mittelwände und nicht zu vergessen: Honig!


    M.

  • Meine stehen im Kleingarten - mitten in der Anlage an einer Wegekreuzung. Davor befindet sich eine 2m hohe Hecke (die Bienen waren eher da, als dieselbe noch "klein" war ...), so daß die Hauptflugrichtung einigermaßen abgesichert war und ist. Es befindet sich ein Bienenhaus mit 6 Hinterbehandlungsbeuten (aber nicht alle derzeit besetzt) und davor nochmal 6 Magazine (alle besetzt) drinnen. Friedliche Bienen sind das a und o, Schwärme können mal fallen und ansonsten ist ein gutes und verständnisvolles Verhältnis mit den Nachbarn wichtig. Bei extremen Ereignissen und Schwarmfang in Nachbars Garten hilft auch mal ein Gläschen Honig über evtl. entstandenen Frust wg. zerlatschter Pflanzen oder so.

    Du siehst, eigentlich nichts Besonderes.


    VG Wolfgang

    Nicht alles was schön ist, kann man für Geld kaufen

  • Hallo vmstoni,


    eine Überschreitung der Anzahl Völker bei einem gesetztem Limit, erfordert eiserne Disziplin, weil das Imkervierus immer wieder eine Herausforderung an mehr stellen wird.
      Hymenoptera hat es ja schon treffend gesagt. Es ist nicht nur der Platz für die aktiven Beuten der benötigt wird, es kommt ganz schnell das eine oder andere Equipment dazu. Das in der Summe läppert sich zusammen.
    Ich habe meine Bienen in einer Kleingartenanlage stehen. Die Gartenlaube ist vollständig mit Sachen belegt, die man oft, sehr dringend, dringend oder auch weniger dringend bis nur einmal im Jahr (Honigschleuder) benötigt.
    Wie gesagt, bei begrenztem Platz hilft nur eiserne Selbstdisziplin.


    Gruß
    Bernhard

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Frodo1978


    Jo, es ist völlig egal wie und wo jeder der mit Bienen umgeht, sein Equipment deponiert, lagert oder vorhält. Da gibt es keine Verallgemeinerung sondern nur Individuallösungen, aber man braucht halt den Platz.

    Ich, in einer Stadtwohnung, weiß es nur zu gut. Paterrewohnung ohne Keller, keine Garage zur Verfügung. Bienenstand ca. 700 m von der Wohnung in einer Kleingartenanlage entfernt.

    Mittlerweile baue ich bereits im Garten an der Gartenlaube einen überdachten Außenstand, was den Gartenvorstand schon die Augenbrauen hochziehen läßt, :D an um mein Equipment unter zu bringen.
    Mein Imkervierus hat es geschafft, dass ich dann auch heute 17 Beuten mit Bienen (nicht alles Wirtschaftsvölker!) stehen habe.

    Im nächsten Jahr möchte ich mit Königinnenvermehrung, Bienenvermehrung eine Parallelschine aufbauen. Das benötigt dann nochmals Gerätschaften.

    Mal sehen, wie ich dieses alles bei meiner "Regierung" durch bekomme. 8)

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Da hast du aber einen netten Gartenverein. Bei uns sind max. 6 Völker erlaubt. Das heisst, ich hab eh ne amtliche Obergrenze.

    Auf welcher Rechtsgrundlage sind die Völkerzahlen begrenzt?

    Sind hier ausschließlich Wirtschaftsvölker festgelegt? Wie werden Ableger bewertet?

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Tja ich musste die Völker anmelden und dann gab es vom Bezirksverband die Erlaubnis für 3 Vollvölker und 3 Jungvölker.

    Also 6😉.

    Alles was temporär da so rumsteht wird von mir nicht mitgezählt😚

    Wahrscheinlich irgendwas mit Kleingartengesetz vermute ich.

  • Frodo1978

    Eben nicht! Das Bundeskleingartengesetz gibt es einfach nicht her. Daher meine Frage nach welcher Rechtsgrundlage.
    Nun muß man aber auch bedenken, daß ein entsprechendes Trachtangebot vorhanden sein muß um die aufgestellte Völkerzahl "satt" zu bekommen.


    Wenn es nach den Interessen der Gartennachbarn ginge, könnte ich Bienen in jeder 2. Parzelle aufstellen, so groß ist der Wunsch Bienen haben zu wollen.

    Für das nächste Jahr, stelle ich wohl einige Bienenvölker in anderen Kleingartenanlagen auf, die dort das ganze Jahr über stehen bleiben sollen. Der Kleingartenverein übernimmt dann so eine Patenschaft und wird mir den dort geernteten Honig vollständig abkaufen. Also für alle eine echte Win-win Situation.

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Frodo1978

    Eben nicht! Das Bundeskleingartengesetz gibt es einfach nicht her. Daher meine Frage nach welcher Rechtsgrundlage.

    Steht gleich in der Einleitung des Bundeskleingartengesetzes: Ausschluss der Kleintierhaltung. Bienen sind erlaubt ... aber interessant ist, wem das Pachtland gehört. Dann kommen u. U. noch andere Faktoren und Vorschriften ins Spiel. Zum Beispiel wenn der Eigentümer die Deutsche Bahn ist. Die möchte etwas "mehr" haben. In der Regel aber alles unproblematisch zu handhaben.


    Obergrenzen gibt es daher nicht, aber da die maximale Größe einer Parzelle gesetzlich auf 500m2 begrenzt ist, erledigt sich das stapelhafte Aufstellen von zig Völkern automatisch. Sind zu viele Völker in einer Anlage aufgestellt, erledigt sich das in der Regel im Herbst: Räuberei, Varroa etc. ;-)

  • Manchmal macht auch die Kleingartenvereinssatzung dem potentiellen Imker einen Strich durch sein Vorhaben.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk