Kunstschwarm- Kellerhaft trotz neuem Standort?

  • Werbung

    Hallo in die Runde,


    leider habe ich auf meine Suche keine passende Antwort gefunden, deshalb in aller Kürze:


    Nächsten Dienstag möchte ich einen Kunstschwarm bilden- das Wie ist klar, nur die Kellerhaft macht mir Kopfzerbrechen.


    Ich würde gerne die Kellerhaft an meinem zweiten Stand (Luftlinie vom Muttervolk ca. 6km) durchführen. Da aber die Temperaturen ab Dienstag wieder nach oben gehen sollen, würde ich sie am liebsten auf 12-14h reduzieren (später Mittag bis am nächsten Morgen), da ich wirklich Angst habe, dass mir der Schwarm verbraust. Es gibt leider keinen Schatten am Stand- ein großes Übel für mein Vorhaben.


    Ich weiß für was die Kellerhaft gut ist, allerdings wäre die Alternative folgende: 3 Tage Kellerhaft in der Garage und dann Transport über Feld und Wiese (mittels Sackkarre) zum gewünschten Standort.


    Bin über Meinungen dankbar, es wird machbar umgesetzt, was für die Bienen am sichersten ist.

    Danke im voraus :thumbup:!

  • Wenn die Bienen nicht von derselben Königin sind, dann brauchen sie die Kellerhaft von mehreren Tagen (wie lange genau, weiss ich nicht), um zusammen zu finden. Sonst werden sie Dir einfach rausfliegen und sich in den anderen Beuten einbetteln.

    Gruss, Jan

  • Hallo, Keller haft muss sein, um sich zu einer Kampfgemeinschaft zu fügen. Beim Freiluftkunstschwarm ist es was anderes, da wollen ja die Bienen freiwillig mit der neuen Königin zusammensein.

    Bis bald

    Marcus

    48 Völker 32x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 6xDadant US und 5x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo,



    Unter bestimmten Bedingungen kann ein KS auch ohne Kellerhaft gebildet werden. Ich habe beste Erfahrung bei der Ernte/Abräumen der Völker damit gemacht.

    Die Honigräume werden am Stand abgenommen und auf eine neue Beute (bei mir 12er Dadant) mit Mittelwände, begattete nicht sehr junge Königin im Ausfresskäfig und Bienenflucht gestellt. Je nach Bienenbesatz 2-3 Honigräume. Wer hat, kann auch eine ausgebaute Wabe und in die Mitte hängen, so kommt die neue Dame früher in Eilage. Wenn ich eine Wabe mit etwas Futter habe, kommt diese auch rein, ist aber nicht unbedingt von Nöten, da die Bienen aus dem Honigraum etwas mitbringen und die kurze Zeit ohne zusätzliches Futter klarkommen. Flugloch vorab zu. Nach ca. 24h sind alle Bienen aus den Honigräumen nach unten gezogen. Honigräume können zum Abschleudern und das „neue Volk“ außerhalb vom Flugkreis. Futter rauf und Flugloch auf. Eine Woche Hände still halten und bei der ersten Durchsicht sich (hoffentlich) auf Stifte freuen.



    Viele grüße Stefan

  • Wenn du sieh eh verstellst, kann reichen meist schon 2 h, dann ist aber die Bauleistung massiv niedrieger. Ein guter Kompromiss ist aber die Kellerhaft für nur eine Nacht + verstellen, dann wird zwar immernoch nicht so stark gebaut, aber gut 70-80%.

  • Besten Dank für Eure Antworten.


    So ganz ursprünglich war geplant, dass ich den HR mit den Bienen auf die Bienenflucht, auf die neue Beute packe. Guter Plan, doch aus kräftetechnischer Sicht leider nicht umsetzbar- der HR ist fast komplett mit Dickwaben voll mit Honig. Also Plan B: die Bienenflucht war grundsätzlich geplant, so dass ich die darunter hängenden Bienen in eine Kiste abfegte, das Ganze dann in eine Beute gebe, die begattete, gekäfigte Königin dazu, mit 5 MW zum Ausbauen und Futter.


    Dieser Plan B scheiterte an mir, da ich die Bienenflucht vergessen hatte einzulegen. Also mussten die Bienen mühsam (und schmerzhaft) von den Honigrähmchen abgefegt werden- geht auch, ist halt kacke.


    Die Beute mit dem KS steht nun seit Dienstag Mittag in meiner Garage. Ich bin nun tatsächlich geneigt heute Abend die Beute zu ihrem neuen Standort zu fahren und sie dort aufzustellen und zu schauen, ob alles ok ist und ggf. nachzufüttern.


    Da meine beiden anderen Ableger auch etwas Aufmerksamkeit verdient hätten, könnte ich so einen Rundumschlag starten.