Erweitern und Einengen bei Naturbau in Dadant

  • Hallo zusammen


    Ich bin Anfänger und lese mich im Moment in Verschiedene Betriebsweisen ein. Ich interessiere mich vor allem für Naturbau in Dadant Beuten und hab da noch einige fragen, die sich bis jetzt nicht klären konnten:


    1. Wenn ich einen KS in einer Dadant beute Naturbau errichten lasse wie sind die unterschiede im Frühjahr beim einengen, bei MW lasse ich ja die äußerste Futterwabe drinnen und hänge die Restlichen, Teilweise bebrühteten Waben hinter das Schied, damit sie es austragen. Im NB hab ich oft gelesen, dass jede Wabe seinen eigenen Platz hat und nicht umgehangen werden kann da sie ja alle zueinander Passen müssen. Nehme ich jetzt die äußersten waben weg? Ist einengen überhaupt nötig?


    2. Wenn ich das Volk erweiter, gebe ich Rämchen mit anfangsstreifen, aber hänge ich die nach ganz außen oder vor die Futterwabe?


    3. Warte ich bis alle Waben komplett ausgebaut sind oder erweiter ich schon wenn nach unten noch Platz ist?


    Ich hoffe ihr könnt mir Helfen


    Grüße Philip

  • und hänge die Restlichen, Teilweise bebrühteten Waben hinter das Schied

    Das ja nun gar nicht. Es wird auf den Bienensitz eingeengt. Der umfasst mindestens alle bebrüteten Waben. Also muss man das Brutnest auch gar nicht ändern.


    Einengen ist nötig, wenn man eine Honigglocke über dem Brutnest verhindert und die Bienen in den Honigraum bekommen will.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hallo Philip,


    wenn Du mit Naturbau arbeiten möchtest, gibt es keinen Grund, nicht gleich damit anzufangen. Ich habe das damals gemacht, war kein Problem und ich bin froh, keine Umwege gegangen zu sein. Ich habe leider kein Dadant, kann Dir also diesbezüglich leider nicht weiterhelfen. Du solltest Dich aber, egal wofür Du Dich entscheidest, gut informieren, bevor Du loslegst.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

  • Hallo Philip,


    es steht oben bereits, das klassische Einengen geschieht ja, um auf die Form der Brutnestausdehnung Einfluss nehmen zu können.

    Man setzt sie im Fühjahr auf so viele Wabengassen, wie sie gut besetzen können und Erweitert der Entwicklung entsprechend.

    Waben mit Brut werden dabei nie bewegt bzw. entnommen, sondern überzählige Futterwaben. Diese sind es auch, die hinter das Schied gehängt werden können noch zu Anfang.

    Waben mit Brut hinter dem Schied ziehen die Königin dorthin - das ist wie ein Satelliten-Brutnest!


    Wenn Du es nicht ganz so dogmatisch nimmst mit demNaturbau:

    Es sind betont die Futterwaben, die rausfliegen im Frühjahr...

    Ich habe es immer so laufen lassen, dass ich einen Schwarm auf Anfangsstreifen zwei bis vier Tage hab loslegen lassen. Dann wird geschaut, wo der Bienensitz ist bzw die Bautraube.

    Nicht besetzte Rähmchen oder mit nur ein paar Bienen dran am Rand werden entnommen, die Bautraube an den Rand gerückt - und dann wird das Schied da gesetzt, wo sie gut Richtung halbe Wabe sind ca, dann können sie das erstmal weiter nach unten zu ende Bauen.

    Dann immer angepasst am Rand/Schied noch erweitern unter Futtergabe.


    Und dann: wenn man merkt, jetzt ist das Brutnest zu Ende, jetzt bauen sie große Speicherzellen und lagern Futter ein, dann kommen => Mittelwände!

    Ab jetzt kommt nämlich der Vorrat, also warum nicht, den Bienen das ab hier erleichtern. Und im Frühjahr muss überzähliges Futter vor der Honigsaison eh raus:

    Dann nimmst Du von diesen MW-Rähmchen am Rand wieder überzählige oder Leere weg und alles ist gut.


    Erweitern dann mit Anfangsstreifen an Position 2, für meinen Teil erfolgt das so. Kommt ein Wachstum des Futterkranzes, dann sollte untern Schluss sein, wobei eh vorher bereits oben auch hier die HR gegeben worden sein sollten.

    Sonst fährt man sie früh bereits ein auf Bauzentrum Lagerhalle Naturbau unten, HR sind doof.


    Also theoretisch kann man Dadant auch dazu benutzen, ein Volk dort einziehen zu lassen und dann "lass die mal machen".
    Aber ob das sinnvoll ist im Sinne der Dadantbetriebsweise?


    Ich habe den Naturbau jetzt erstmal an den Nagel gehängt, weil mit das Wabenwerk oft zu "kompliziert" wird. Leider, immer wenn man es braucht: nicht umhängbar, nicht anzupassen an andere Wellengänge etc.

    Ist so wie schon vor Jahrmillion, macht den Bienen Bauarbeit, kostet Honig, macht es dem Imker aber oft nicht leichter. Das kann ich im Moment nicht gebrauchen.


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper