Enttäuschung im Obstgarten!

  • und daher macht eine schwache Unterlage mehrfach Sinn:

    - kleiner Standraum

    - früheinsetzender Ertrag (man muss nicht wie Hymenoptera seit 2011 auf die erste Ernte warten)

    - Der Baum lässt sich leicht einnetzen, womit man das Problem mit Staren, Kirschfruchtfliege und bei eintsprechend engmaschigem Netz auch mit Kirschessigfliege los ist,d.h. man kann mit regelmässigem (echt veganem) Ertrag rechnen


    Dann kann man auch problemlos eine Sorte der 7.-8. Kirschwoche pflanzen und hat im Vergleich zur Burlat ein ganz anderes Geschmackserlebnis und Ertrag.


    kelte

  • So, heute morgen rief die Baumschule an - man entschuldigte sich umfangreich und wird mir im Herbst Ersatz bringen, der in Größe und Umfang auch die Jahre wettmachen soll. Übrigens veredeln die auf Colt.


    Da freue ich mich; muss jetzt nur wirklich überlegen, wo da noch was hinpasst....träume ja immer noch von meiner Blumenwiese und dafür braucht es auch noch Platz.


    Übrigens liegt die lange Wartezeit vermutlich auch an meiner lausigen Pflege - so von wegen Baumscheiben frei halten usw. ....mache ich praktisch gar nicht....


    M.

  • und daher macht eine schwache Unterlage mehrfach Sinn:

    Bei trockenheitsgefährdeten Standorten haben die schwachen Unterlagen eher Schwierigkeiten, weil ihre Wurzeln nicht tief genug an die letzten Wasserreserven reichen.

  • Mein Vater sagt immer, dass man Obstbäume nur kaufen soll, wenn sie Früchte tragen. Ich habe auch erst 4 Anläufe (mit Johannisbeeren) benötigt, um zu verstehen, warum er diese Meinung vertritt. Ich hatte jeweils rote gekauft und schwarze erhalten.



    Bringt Dir jetzt nichts, aber vielleicht für die Zukunft. ;-)

    Hallo PaBa,

    tut jetzt zwar nichts mehr zur Sache aber ... Nachdem du jetzt ja rote und schwarze Johannesbeeren in deinem Garten stehen haben dürftest ;)

    Geh mal hin, zerreibe ein grünes Blatt zwischen den Fingern und du wirst bei der schwarzen Beere den intensiven Geruch der schwarzen erkennen, die rote ist fast geruchlos.

    So wurde es mir mal vom Gärtner meines Vertrauens so erklärt und wenn ich dies so im Garten überprüfe ist es auch so ...

    Sicherste Variante natürlich warten bis die Frucht da ist - AAAAAABER wer will schon soooo lange warten wenn man gerade im Garten alles am richten ist und es JETZT haben will ... :) :)



    Lg

  • Um Rote von Schwarzen zu unterscheiden braucht es nicht mal Blätter, man kann sogar im Winter leicht mit den Fingern über einen Zweig streichen: bei Schwarzen Johannisbeerzweigen gibt es den charakteristischen Geruch, bei Roten oder Weißen nicht.

  • Wie wäre es denn mit selbstveredeln oder -vermehren.

    Typenunterlagen bekommt man bei einem Baumschuler oder bei einem Gartenmarkt (Vertrauenssache) . Natürlich nicht ganz billig - Lizensgebühren!


    Und für einen Johannisbeerstrauch um die 15€, niemals! Das kann man zum Nulldarif. Und die Sorte stimmt!

    An gelbe Süßkirschen geht kein Vogel - rot ist die Signalfarbe.

  • An gelbe Süßkirschen geht kein Vogel - rot ist die Signalfarbe.

    Entweder lebe ich mit besonders vorwitzigen Vögeln zusammen oder die sind farbenblind. Hier entdecken sie die gelben Kirschen nach einiger Zeit (wenn an den roten kaum noch was zu holen ist) doch und merken sich das nach meinem Eindruck auch bis in die nächste Saison bzw. bringen das Artgenossen bzw. ihrem Nachwuchs bei. Aber ich gewinne wenigstens soviel Reifezeit, daß die Kirschen ausreifen und auch mir noch etwas von der Ernte bleibt. Eine Quote von 50 : 50 empfinde ich noch als fair...

  • Hallo,


    ein Tipp, den ich leider bisher noch nicht erprobt habe: Einen Starenkasten mitten in die Obstbäume hängen. Die Starenfamilie holt sich ihren Anteil und verteidigt dafür ihr Revier gegen die vielen anderen.


    Gruß

    Werner

    und Kirschen müssen rot sein sonst sind es Mirabellen;)

  • Moin, moin,


    zur Kirschenzeit brüten hier die Stare nicht mehr, da kommen die in marodierenden Tausendschaften. Verteidigen würden sie Brutreviere, denke ich.


    Gruß Clas


    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo,


    ist hier auch so, dass die Brutzeit zur Kirschenzeit bereits vorüber ist. Über die frühen Sorten machen sich die Stare noch her, beim ausreifen der späteren Sorten sind sie bereits im Unterland.

    Je nach Standort lässt sich hier also durch geschickte Sortenwahl der Vogelfraß einschränken.

    Es ist wohl auch so, dass Vögel weniger an die rotbunten als an dunklen Kirschsorten gehen.


    Zu verschiedenen Kirschsorten gibt es übrigns das umfangreiche Obstsortenwerk "Alte Süßkirschensorten" von Anette Braun-Lüllenann und Hans-Joachim Bannier welches als pdf frei verfügbar beispielsweise hier verfügbar ist.


    https://www.gartenfreunde-land…0E87EF25EF637A2E238D1.pdf


    Gruß

    Martin

  • Da machen sie bei mir keinen Unterschied.

    Wobei ich mit Staren überhaupt keine Probleme habe.

    Bei mir kommen die Amseln, aber halt nicht in Scharen.

    Deshalb bleibt mir noch genug, wenn der Baum voll hängt.