Mittelwandgießform

  • Ich habe Interesse an einer Mittelwandgießform von Rettig
    Welcher Imker arbeitet mit einer Mittelwandgießform von Rettig,ist eine Anschaffung zu empfehlen? Der Preis scheint in Ordnug zu sein.Kann mir Jemand mit Rat helfen? Gruss eines Anfängers.

  • Lieber Herby,
    ich arbeite seit einem 3/4 Jahr mit einer ungekühlten Silikonmittelwandgussform der Firma Rettig und bin zufrieden. Ich habe bisher ca. 250 MWe gegossen. Allerdings heizte sich die Form, wenn sie wie in der Bedienungsanleitung beschrieben, genutzt wurde, sehr schnell auf. Das hatte zur Folge, dass die Mittelwand nicht schnell genug kalt wurde und beim Öffnen der Form zerreißt. Dann sind lauter kleine Wachsstückchen in der Prägung der Form. Es ist eine riesige Sauerei, die Form wieder zu säubern. Nach einigen Versuchen habe ich dann eine optimale Möglichkeit gefunden: Nachdem ich das Wachs in die Form gefüllt habe, werfe ich die ganze Form in ein Ausgussbecken mit kaltem Wasser. Nach ca. 20 Sekunden kann ich die Form im Becken öffnen. Die MW schwimmt dann meist auf. Noch schneller geht es, wenn man Eis oder Schnee ins Wasser mischt. Das kalte Wasser wirkt auch als Trennmittel. Ich tupfe dann nur mit einem großen Lappen das überschüssige Wasser ab und fülle die Form wieder mit Wachs. Die nassen Mittelwände hänge ich mit Wäscheklämmerchen auf der Wäscheleine auf. Sie trocknen über Nacht. Ursprünglich gab ich dem Wasser im Becken noch etwas Pril bei. Das hat sich aber als unnötig erwiesen.
    Nach der Arbeit trockne ich die Form ordentlich ab. Bisher konnte ich noch nicht feststellen, dass sie durch die nasse Arbeitsweise Schaden genommen hat.
    Mit imkerlichem Gruß
    Marc-W. Kohfink

  • Liebe Imkerfreunde,
    ich habe dem Eindruck, das Gebrechen der Alten, alles selber machen zu müssen/wollen, vererbt sich dominant. Freie Zeit ließe sich, auch zum Vorteil der Imkerei besser einsetzen.
    Einen eigenen Wachskreislauf könnten kleinere Imker, die sich gegenseitig über den Weg trauen auch nutzen, ließen sie ihr Wachs in einer gemeinsamen Sendung zu Mittelwänden umarbeiten. Wer hätte davon keinen Nutzen? Die Firma Schmid arbeitet beispielsweise eigenes Wachs schon ab 20 kg
    um. Ich habe es ausprobiert und nichts zu beanstanden.


    Viele Grüße


    Baudach

  • Hallo Imkerfreund Baudach
    Ich möchte auf der sicheren Seite in Bezug der möglichen Rückstände im Wachs sein.Der Gedanke mit anderen Imkern den Wachs zu sammlen und gemeinsam zu Mittelwänden um zuarbeiten gibt mir keine Garantie auf minimale Rückstandsbelastung.Da Perizin für mein Hobby nicht in Frage kommt,bleibt nur die Möglichkeit ,durch den eignen Wachskreislauf dies kontrolierbar zu machen.
    Mit" das Gebrechen der Alten "hat dies nichts zu tun,aber trotzdem besten Dank für die Antwort.

  • Hallo Imkerkollegen,


    beim letzten Stammtisch meines Imkervereines waren Rückstände in Bienenwachs eines der Themen.


    Unser Vereinsvorsitzender verzichtet nun schon seit längerer zeit auf den Einsatz von Chemie in Form von Perizin. In Sachen Mittelwände ist er selbstversorger. Bei einer Wachsuntersuchen musste er leider feststellen, daß noch nach Jahren Rückstände festgestellt wurden, wohl gerade an der Toleranzgrenze, sie waren aber noch da.


    Ich schließe daraus, daß unbelastetes Wachs nur aus Beuten gewonnen werden kann, in denen noch nie Perizin, etc. eingesetzt wurde. Beginnen muss man den Wachskreislauf mit neu Aufgebauten Völkern, unter Verwendung von neuen Rähmchen.

    Mit freundlichem Imkergruss
    Dieter Luft

  • Liebe Imkerfreunde,


    Dieter Luft schrieb heute


    "Unser Vereinsvorsitzender verzichtet nun schon seit längerer zeit auf den Einsatz von Chemie in Form von Perizin. In Sachen Mittelwände ist er selbstversorger. Bei einer Wachsuntersuchen musste er leider feststellen, daß noch nach Jahren Rückstände festgestellt wurden, wohl gerade an der Toleranzgrenze, sie waren aber noch da".


    Wenn schon nach längerem Verzicht auf Pestizide vom Schlage Perizin der Rückstandsgehalt noch an der Toleranzgrenze, oder ist hier die Nachweisgrenze gemeint, liegt, frage ich mich besorgt, wie mag es dann wohl bei den Perizin-, ...fanatikern mit den Rückständen im Wachs und im Honig aussehen?


    Übrigens auch beim bisher favorisierten Entdecklungswachs wurden beachtliche Rückstände festgestellt.


    Die Argumentatiomshilfen der Prizinimker werden also immer dünner. Nun kommt aber nicht mit dem Argument, wir äßen den Honig ja nur löffelweise.


    Freundliche Imkergrüße


    Baudach

  • Hallo Imkerkollegen,


    ich war wohl etwas schnell mit dem Absenden meines Beitrages. Hätte erst noch mal überprüfen sollen ob es sich um die Nachweisgrenze oder Toleranzgrenze handelt. Selbst wenn es sich "nur" um die Nachweisgrenze handeln sollte (werde beim nächsten Treffen noch einmal nachfragen), ist es schlimm genug, daß sich Perizin noch nachweisen läßt.

    Mit freundlichem Imkergruss
    Dieter Luft

  • Besten Dank an die Imkerkollegen die geantwortet haben.Ich habe in meinen ersten zwei Imkerjahren auch mit Perizin in alten Hinderbehandlungsbeuten behandelt.Als Anfänger habe ich mir über die Problematik durch die Behandlung mit Perizin keine Gedanken gemacht.Jeder Imker der sich über das Thema der Rückstandsgefahr sachlich imformiert,wird versuchen einen anderen Weg zugehen, als die Behandlung mit Perizin vorzunehmen.Bei der Umstellung auf Sergeberger Magazinbeuten habe ich die Möglichkeit benutzt, auf Ameisensäure um zustellen und somit meine Perizinwaben aus den Bienenvölkern zu verbannen.Seit drei Jahren steht Drohnenbrut und Ameisensäure bei mir in der Testphase,bisher hat es nach meiner Meinung mit dieser Behandlunsvariante gut geklappt.Nur Mittelwände ohne Perizin Rückstände kann man mit Garantie nicht kaufen,oder? Daher versuchte ich,auch wenn es unrentabel erscheint,durch eigenen Wachskreislauf der Rückstandsprobelmatik zu entgehen.
    Mit Freundlichem Imkergruß
    Herby