Jetzt schon auffüttern ?

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    Hallo Profis,


    nachdem ich gestern in meine 3 Völker geschaut habe, hat mich erst mal der Schlag getroffen. Leichte Honigräume und minimale Reserven. 1 Honigraum pro Volk wurde am 1.6 geschleudert, der 2. halbvolle wurde auf den Völkern gelassen.

    Hab dann abends eigenen Honig den 2 zu leichten Völkern reingestellt. Hoffe, das gibt keine Räuberei!

    Sieht also so aus, als ob da nichts mehr reinkommt. Nach dem sintflutartigen Regen vor ein paar Tagen scheint alles abgewaschen. Was kommt bis Mitte Juli noch rein ? Wie entscheided ihr wann abgeräumt wird ? Hab mir also überlegt gleich oder in 1-2 Wochen TBE zu machen

    und aufzufüttern. Ein bisschen früh, oder ?

    Auf den Wald zu warten macht wohl wenig Sinn, oder ?

    :/

    DANKE

  • Für das Auffüttern wäre es in der Tat zu früh. Was bei Trachtende Not tut, ist Füttern mit dünner Zuckerlösung (1:1) oder entsprechend verdünntem Sirup. Das simuliert Tracht und fördert die Entwicklung der Völker.

    Ich mache das bis mindestens Mitte August. Danach kann man die Entwicklung der Völker damit kaum noch fördern. Dann erst wird eingefüttert. Außerdem läuft man so nicht Gefahr, dass ein späte Tracht die Brutflächen nimmt.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Freising dürfte noch was anzubieten haben. Bei uns, vielleicht 25 km südlicher, läuft alles propper. Weißer Klee, Phazeliafelder und die Rest-Lindenblüte im Umkreis, als auch die vielen Wildblumenwiesen in der Stadt (Garching) sind jetzt spannend. Kann mir kaum vorstellen, dass es bei dir so anders aussieht. Bist du denn in Stadtnähe oder komplett in der Pampa?

  • Ich möchte mich DeinDilemma anschließen.

    Ich bin in Landshut, Stadtrand, und profitiere dort tageweise vom Blatthonig, von Resten der Linden und von diesem und jenem. Natürlich ist erst mal 1-2 Tage lang nichts, wenn es richtig geduscht hat, aber die Tracht kommt dann noch immer wieder.
    Auch Läppertracht ist Tracht.

    Dass bei Dir die Honigräume leer sind, wundert mich. Wahrscheinlich sind sie angetragen.
    Du hast ja auch erst vor 2 Wochen geschleudert.

    Wir stark sind die Völker?

    Andererseits kann nach 2 Wochen der HR noch nicht platzen.

    Ich habe etwa 2 Wochen früher geschleudert und ich habe heute schon wieder recht schwer heben müssen. Bis zu 25 kg sind laut Stockwaage schon wieder dazugekommen.

    Bei den Völkern im Schwarmdusel allerdings nicht.

    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • Das scheint heuer regional extrem unterschiedlich zu sein - bei mir sieht es aus wie bei Soapp - alles trocken, ich habe heute erst einmal Futterwaben gegeben und richte die Futterzargen bereit.


    Die Völker sind stark, eines belegt eine 1,5DNM-Beute komplett, aber die Vorratswaben sind jetzt leer, kaum noch Honigkränze. Frühtracht 5 kg pro Volk im Schnitt :-(


    Mein Imkerpate hat eine rekordverdächtige Frühtracht und jetzt sind seine Honigräume wieder voll, aber er fürchtet mit Melezitose. Die Völker sind keine 20 km weit weg von mir ...


    Gruß

    Marion

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Dass bei Dir die Honigräume leer sind, wundert mich. Wahrscheinlich sind sie angetragen.
    Du hast ja auch erst vor 2 Wochen geschleudert.


    Wir stark sind die Völker?

    Kleine Honigkränze gibts schon, den Drohnenrahmen haben Sie auch teilweise mit Honig zugetragen, aber es gibt keine fette schwere Wabe mehr. Für mich als Anfänger schwer abzuschätzen wieviel das zusammen an Futter ergibt :)

    Werde mal die Gegend abfahren, vielleicht finde ich was brauchbares.

    Stockwaagen sind schon was verdammt praktisches, wenn sie nicht so teuer wären.

    Nächstes Jahr werde ich allerdings definitiv mehr Vorräte lassen. Hab denen einfach die nicht vollen Waben zurückgelassen, sollte vielleicht etwas mehr sein....

    Zander einzargig ist da etwas tricky.

  • Also hier in der Nähe von Wasserburg am Inn ist schon seit 3 Wochen fast nichts los. Das bisschen was Sie finden verbrauchen sie gerade selber. Werde noch bis in der zweiten/dritten Juli Woche warten und dann aber abräumen und behandeln.

  • Soapp,


    ich würde versuchen, die Bienen etwas näher an Freising dran zu stellen.
    Ich liege genau am Stadtrand und der Flugradius ist genau geteilt: Stadt/Land.
    Ist ideal, weil ich sowohl den Raps und eventuelle Phacelia mitnehmen als auch die Stadtbäume (Robinie/Linde) und als Läppertracht die Gärten deutlich spüre. (Heute hatte ich wieder +850g)
    Für Standimkerei ideal...


    Viel Erfolg trotzdem!

    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • Auf den Wald zu warten macht wohl wenig Sinn, oder ?

    Mein berufsimkernder Pate war aus dem LK FS und der Raps hat zwar seine Fixkosten gedeckt, aber gelebt hat er vom Wald!

    Seine Betriebsweise war v.a. darauf ausgelegt, die Völker in der Waldtracht auf dem Optimum zu haben.


    Der Wald honigt zwar nicht immer, aber wenn er es tut, dann u.U. gewaltig!

    Die Option würde ich mir also Deiner Stelle nicht verbauen...


    Wenn Du wandern kannst/ willst orientiere Dich vielleicht mal in Richtung Pfaffenhofen:

    Dort gibt es recht viel Bioanbau und Biogas (mit, zumindest bis vor drei Jahren sehr vielen

    Randstreifen, die wenigstens genug Läppertacht bringen sollten).

    Ansonsten kann Dir das ********(Selbstzensur) Springkraut (Amperau) dsas Füttern ersparen


  • Danke für den Tipp....

    Es sind 3,2 km mit dem Auto und ca. 2 km Luftlinie von meinem Stand zum Stadtrand von Freising.

    Was ich an meinem Stand bisher liebe:

    Ich bin hier ALLEINE, keine Zuschauer, tolle Abendstimmung, Rapsfeld nebenan, ein paar Lindenbäume und Waldstreifen und ein paar kleine Wiesen mit Klee und mein Zeug kann ich beim Bauer in der Scheune deponieren. Besser geht nicht. :)

    Fliegen die Bienen jetzt keine 2 km ? :/

    Mal schauen......