Zuckerwasser oder Sirup

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    Hallo,

    Immer wieder lese ich das man kein Zuckerwasser mehr füttern soll... nun frage ich mich weshalb?

    In allen Fachbüchern als auch von einigen imkern hier in der Gegend habe ich immer gehört das man mit Zuckerwasser fütten soll/kann.


    Ist die Begründung nur wegen des geringeren Geruchs des Sirups und damit die geringere Gefahr von Räuberei?


    Grüße

    Johnny:/

  • Das Gerücht setzen

    Hallo,

    Immer wieder lese ich das man kein Zuckerwasser mehr füttern soll... nun frage ich mich weshalb?

    ich mich auch...wo steht das denn?


    Zuckerwasser hat einige Nachteile wie die Arbeit, die grössere Futtermenge und das Schleimpilzproblem aber auch Vorteile wie sehr hohe Qualität und Gewissheit über die Inhaltsstoffe (so lange man es nicht stark erhitzt), Verfügbarkeit und günstiger Einkaufspreis.

    Räuberei ist vor allem ein Problem beim Verfüttern von Honig...das ist wirklich duftend...


    Womöglich meinst Du Stärkesirup? Der ist wirklich unstritten..


    M.

  • Ich füttere stets mit Zuckersirup, nicht erhitzt.
    Noch nie gab es damit Schwierigkeiten, auch wenn die Auflöserei etwas Arbeit ist.

    Bei vier Völkern ist das aber echt machbar.

    Schleimpilz hatte ich bisher nicht. Dazu ist die Abnahme zu rasch.


    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • Zucker ist völlig unproblematisch. In der Bioimkerei ist das Standard, weil Fertigfutter mit Biozertifizierung sehr teuer ist (der Zucker ist schon teuer genug).

    Ich füttere seit Jahren mit Zuckerlösung und es gab nie Probleme, weder mit Räuberei (außer ich habe gekleckert) oder mit der Überwinterung.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Immer wieder lese ich das man kein Zuckerwasser mehr füttern soll... nun frage ich mich weshalb?

    ...das halte ich für Unsinn. Ich füttere nur in Notfällen und bei Ablegern (ansonsten überwintern meine Bienen auf ihrem eigenen Honig), dann aber mit Zuckerwasser. Hat für mich die Vorteile, dass ich das Mischungsverhältnis je nach Bedarf selbst festlegen kann und ich kann Zucker aus biologischem Anbau verwenden. Zur besseren Verträglichkeit kommt noch etwas Kamillentee und eine Prise Salz dazu, ob das hilft, weiß ich nicht, geschadet hat es nie. Probleme mit Schleimpilz, Räuberei oder sonst irgendwelcher Art hatte ich nie. Aber es ist natürlich arbeitsintensiver.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

  • Bei der Wintereinfütterung muss man mit Zuckerwasser früher dran sein, es kostet den Bienen mehr Arbeit dieses zu fermentieren, daher sollte das Einfüttern fertig sein bevor die letzte(n) Generation(en) Winterbienen schlüpft. Bei mir ist die Grenze "erste Septemberwoche", danach füttere ich in der Regel nicht mehr.

    Sirup kann man auch noch später füttern da dieser in der Regel schon fermentiert ist.

    Zuckerwasser ist auch in Ablegern in den ersten Tagen/Woche(n) eher problematisch wegen Räubereigefahr - hier sollte man Zuckerwasser erst verwenden wenn die Fluglochwache etabliert und intakt ist.

  • Das Theater mit dem Zucker mischen, mache ich nicht.,zuviel Aufwand. Ausserdem sind die Bienen bei der Fütterung und noch danach im Gegensatz zum Sirup aufgedrehter. Den einzigen Aufwand den ich treibe ist, Futterteig selber machen. Gibt schöne Oberarme, zuminsestens rechts :Sund ist um einiges günstiger.

  • Ich füttere die erste Zeit dünn. Und da ich keine Sirupkanister schütteln möchte, gibt es Zuckerwasser von der Tauchpumpe. Sirup pur kommt später.


    Gruss

    Ulrich

  • Womöglich meinst Du Stärkesirup? Der ist wirklich unstritten..

    Das habe ich auch schon gehört!

    Kannst du das erklären?


    Susanna

    Gab immer wieder Aussagen, die Bienen würde darauf schlecht überwintern...aber soweit ich weiss, gab es bei Tests an den Bieneninstituten keine Probleme mit diesen (preiswerteren) Siruptypen.

    Mag also eher ein Gerücht sein....habe es selber problemlos genutzt aber seit ich die fertigen 28kg-Tanks ApiInvert nehme und nicht mehr lose kaufe, bin ich sozusagen umgestiegen.


    M.

  • Gab immer wieder Aussagen, die Bienen würde darauf schlecht überwintern...aber soweit ich weiss, gab es bei Tests an den Bieneninstituten keine Probleme mit diesen (preiswerteren) Siruptypen.

    Ist kein Gerücht - Probleme kann es geben - siehe hier:

    "Stärkesirupe (Fertigprodukt) auf der Basis von Stärke hergestellt, auf Eignung als

    Bienenfuttermittel achten. Einige Futtermittel, die aus Stärke hergestellt wurden,

    zeigten in Versuchen eine häufigere Kristallisation des Futters und an kühleren Standorten teilweise sogar Ruhrerscheinungen."

    Quelle:

    https://www.lwg.bayern.de/mam/…n/dateien/fuetterung_.pdf

    kelte

  • Moin,

    kommt auch drauf an was ich erreichen möchte. Schlage ich einen Kunstschwarm auf Mittelwänden ein, füttere ich Zuckerwasser dünn über Futtertasche und die Bienen bauen zügig aus.

    Das machen sie mit Sirup nicht so gerne und effektiv.

    Füttere ich ein Volk auf fertigen Mittelwänden auf, nehme ich gerne Sirup, den lagern die Bienen sofort ein und fertig ist.


    Gruß