Honigwein-Met

  • hallo,


    hatte letztes jahr selbst honigwein hergestellt.
    war aber nicht besonders gut.
    vielleicht weiß einer ein gutes rezept.
    würd mich freuen.


    mfg
    maphi

  • Weiss jemand wie man am besten die (Port)weinhefe für den Met am besten lagert?
    kalt oder eher zimmertemperatur?


    mfG
    Uli

  • Weiss jemand wie man am besten die (Port)weinhefe für den Met am besten lagert?
    kalt oder eher zimmertemperatur?



    Lagerung:
    Kühlschrank oder einfrieren.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo Maphi


    Wenn Du Deine E-Mailadresse angeben würdest, dann könnt ich Dir mein Met-Rezet als *.pdf zusenden.
    Ich braue schon seit vielen Jahren.
    Aber nur für meinen eigenen Verbrauch.
    Gäste und Freunde von mir sind immer ganz begeistert, wenn sie mal eine Flasche bekommen.
    Ich trinke es auch sehr gerne.
    Ich ziehe den Alkoholgehalt ordentlich hoch, und spare mir daher das Schwefeln, und den dicken Kopp am nächsten Tag.
    Nach 2 Hörnern voll ist aber Schluß, sonst findet man den Weg ins Bett nicht mehr. :smile:


    Gruß Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Unser Rezept sieht so aus:
    Met (Honigwein)


    Dieses Rezept stammt von Fr. Dr. Schaper, von der BLB Erlangen. Wir haben es an unsere Möglichkeiten angepasst und verwenden für einen 25 l Ballon 3 x folgende Zutaten:


    ( Mangels eines so großen Topfes, nehmen wir unsere 2 Größten her und das dreimal hintereinander
    damit der Ballon mit ca. 20 L gefüllt werden kann ).


    großer Kochtopf: kleiner Kochtopf:


    3,6 l Wasser 1,8 l Wasser
    0,4 l Apfelsaft 0,2 l Apfelsaft
    1,6 kg Honig 0,8 kg Honig
    1 Walnußblatt 1 Walnußblatt


    Weinhefe „Bordeaux“ und Hefenährsalz-Tabletten. Anwendung nach Beilagzettel.
    Unbedingt darauf achten, daß die Hefe nicht zu alt ist.
    Tip: für einen 20 Literansatz, die entsprechende Hefe mit 0,5 L Apfelsaft ( roh oder aus der Flasche) vermischen und bei 25°C anstellen bis Gärung einsetzt, dann der abgekühlten Flüssigkeit zugeben und kräftig Luft einrühren.


    Zubereitung:
    Honig in Wasser auflösen und 2 Stunden bei geschlossenem Deckel, kochen, dabei den entstehenden Schaum regelmäßig abschöpfen.
    Die Flüssigkeit etwas abkühlen lassen, dann durch ein Tuch (ausgekochten Nylonstrumpf) in den Gärballon schütten. ( Strumpf in den Gärballon reinhängen lassen und durchschütten )
    Wenn die gesamte Menge im Gärballon auf ca. 20 °C abgekühlt ist, die Weinhefe und das in etwas Wasser aufgelöste Hefenährsalz zugeben.
    Gummikappe und Gärrohr auf den Ballon setzen, die Flüssigkeit durch vorsichtiges Umschwenken gut mischen und dann den Ballon an einen gleichmäßig warmen Ort stellen.
    Nach etwa 4 - 6 Tagen setzt die Hauptgärung ein, die nach etwa 3 Monaten abgeschlossen ist. Der Wein wird nun abgezogen und noch einmal 3 - 4 Monate zur Nachgärung aufgestellt. Dann kann er in Flaschen abgefüllt werden. Eine längere Lagerung läßt den Geschmack weiter ausreifen.


    Wenn sich viel Satz bildet, dann ziehe man den Wein zwischendrinn von diesem ab da er sonst Geschmack an das Getränk abgibt. Beim Abziehen, den Wein nicht pritscheln lassen, da er dann zuviel Sauerstoff aufnimmt der eine Rotfärbung verursacht. (Dieses Wissen stammt von den Bierbrauern!) Der Schlauch sollte wegen der Gasblasenbildung kein zu großes Lumen haben, ca
    6 mm.


    Und hier kommt noch eine Empfehlung die ich an alle die irgendwelche Getränkearten durch Gärung herstellen, gebe: Der letzte Abzug in Flaschen (wenn Bodensatz vorhanden ist) muß wenige Tage vor Neumond geschehen, dann wird das Getränk am klarsten. Warum wissen die Götter!
    Gutes Gelingen.

    Hermann Eiglmaier
    Veilchenweg 18
    85591 Vaterstetten

  • Habe vor sechs Tagen meinen ersten Met angesetzt. Rezept nach Bruder Adam. Nun ist die Gärung immer noch nicht gestartet. Bei meinen bisherigen Obstweinen gab es da keine Schwierigkeiten. Entweder ist zu wenig Säure im Most oder die Hefe (flüssige) war schon überaltert. Um ausreichend Säure zu haben, gab ich nach Adam 1,5g Zitronensäure zu.
    Habt Ihr einen Tip, um den Met noch zu retten?


    Grüße, Thomas

  • Hallo, alle Miteinander,
    Hallo, Thomas,


    es kann bis zu drei Wochen dauern bis Met gärt.
    Wenn Du schon Obst vergoren hast wirst Du enttäuscht sein, bei Met geht die Gärung langsamer, ca. 2-4 Monate.
    So braucht es auch etwas länger bis er Trinkstärke hat.
    Ich gebe immer etwas Mehl mit hinein dann können sich die Hefepilze daran festsetzen und besser verteilen. Du kannst jetzt auch noch Weinansatzhefe dazu geben, vielleicht noch ein bis zwei Tage in Apfel/Traubensaft ziehen lassen.
    Aber wichtig ist das Mehl etwa 10 gr. auf 10 l Weinansatz. Hast Du auch an das Nährsalz etwa 4gr. per 10 l gedacht?


    Na dann Skol !


    Ich wünsche Euch, viele gesunde Bienen


    Margret

  • Danke, Margret. Also warte ich ab.
    Der Drogerist hat Glück. Ich wollte ihm den ganzen Most in's Gesicht kippen, weil seine Hefe nichts taugt. :) 
    Mehl gebe ich noch nach.


    Grüße, Thomas

  • Hallo Metgärer,
    ich hatte auch mal einen Ansatz mit Flüssighefe.
    Bis zum Gärbeginn dauerte es eine ganze Woche, die Gärung war sehr unbefriedigend:
    Sehr viel abgestorbene Hefe zum Schluß, mittelmäßiger Geschmack, langsame Gärung.
    Kritisch ist die kleine Menge an noch inaktiver Hefe im kleinen Fläschchen.
    Diese Hefe muss sich gegen Fremde Hefen durchsetzen, manchmal klappt das nicht.
    Es kann auch passieren, dass mehrere Hefen an der (Fusel)Gärung beteiligt sind.
    Im Gegensatz zu den lieben Bienchen bringt hier die Reinzucht den Erfolg!
    Es ist sicherer die Flüssighefe erst in einem kleinen (sterilen) Ansatz zu aktivieren, dann ins Faß leeren.
    Wenn es im kleinen Ansatz nicht (gleich) gärt, dann war die Hefe nichts.
    Im großen Ansatz merkt dies es erst... zu spät.
    Besser und sicherer ist trockene gärkräftige Weinhefe Bsp.: VIN13. Trockenhefe ist beinahe unbegrenzt haltbar;
    richtig angesetzt verdrängt sie auch andere Hefen.
    Mehl würde ich als Trubbstoff nicht empfehlen (Gefahr von Fremdhefen und Infektion). Wenns denn unbedingt sein soll, dann Apfelsaft oder Ähnliches.
    Wenn Alles richtig angesetzt ist, kann der Ansatz schon nach 1-2 Tagen wie Sekt sprudeln und gärt beinahe bis zum letzten Honigtropfen durch...


    16 Prozent wünscht Simon

  • Hallo Kellermeister,


    der Most gärt inzwischen und wird hoffentlich guter Met. Mehl gab ich nicht zu.
    Es war aber wie so oft: Da sich am Freitag noch nichts rührte, machte ich mit Trockenhefe, die auch in der Lage sein soll, problematischen Most zu vergären, einen kleinen Ansatz. Als der dann am Samstag in Gang kam, gluckerte es im großen Ballon auch. Ob es das gute Beispiel war, das half? :wink:


    Thomas