Imkertod nach Bienenstich in Bremen

  • Ich habe manchmal den persönlichen Eindruck, dass Stiche mitunter komplett anders wirken, je nach dem, wo man sie bekommt. Demnach auch unterschiedlich gefährlich werden. ..

    Jo! Es gibt Regionen mit wenig "schwellfähigem" Gewebe wie Fingerkuppe oder oberer Hinterkopf. Und es gibt viel Gewebe, dass schwillt. Und da hängt es davon ab, wie & wohin "die Säfte" (grad) fließen. Die Schwellungen breiten sich in die Richtung aus, wandern fast:

    • Vorderer unterer Hals, bei der Schlagader, erzeugte überraschender Weise eine flache handflächengroße Schwellung über dem Brustbein. Da wanderte es runter.
    • Stich an der Schläfe ließ erst die Wange anschwellen, Auge halb zu und den nächsten Tag das obere Augenlied. Auge ganz zu. Da wanderte es nach vorn und dann nach oben.

    Im Ganzen dauerts bei mir unbehandelt immer 2,5 Tage, dann ists (Schweelung, Jucken) ganz weg.


    Sicher hilft nur ein "Cortison-Tropf": 45 Min., da schwillt nix mehr - das hatte ich bei einem Stich in die Lippe letztes Jahr erlebt, nachdem ich mal das Krankenhaus aufgesucht habe: fast wie nicht gestochen - obwohl der Dok den Stachel noch bewundern konnte.


    Das meisten Stiche hatte ich bisher in den Kopf bekommen: 3 Stück auf einmal, allerdings immer schnell reagiert und jeweils rausgehoben.

    juli

  • Für mich gehört der Imkeranzug, zumindest der Gesichtsschutz, Handschuhe und eine lange Hose sowie ein langärmeliges Hemd beim Imkern genauso dazu, wie der Sturzhelm wenn ich so auf das Motorrad steige.

    Man muss nicht immer Stiche riskieren, das hat nichts mit Mut oder sonst was zu tun, sondern ist Arbeitsschutz.

    Besonders im Gesicht kann man Stiche bekommen die sehr schmerzhaft, anschwellen und eventuell auch risikobehaftet sind, außerdem wollen wir doch den meist überlasteten Hausärzten nicht zusätzliche vermeidbare Arbeit machen, beziehungsweise der Krankenkasse Kosten verursachen, die nicht sein müssen.

  • Normalerweise brauche ich keinerlei Stichschutz. Wir haben heute den ganzen Nachmittag geschleudert- also ich hab die Waben rausgenommen - 10 Völker - ein Stich in die Hand, weil selbst Schuld, Biene gequetscht.

    Früher hatte ich auch „giftigere“ Bienen. Heute sind sie meist freundlich und fleißig.

    Grüße Ralf

  • Das Wort "normalerweise" wäre hier zu betonen.


    Es geht um Unvorhergesehenes, denn genau dann rennt man der Sache hinterher und beugt nicht mehr vor.

    Biene gequetscht kan bei der Ernte durchaus noch ein paarmal vorkommen, dazu dann noch Biene unter dem Arm, Biene aus versehen doch im Hosenbein, Biene in der Kniekehle und hingehockt, Biene ins Haar geflogen usw

    Stichschutz heißt ja nicht vollautomatisch Stichangst bei stichwütigen Bienen.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Normalerweise brauche ich keinerlei Stichschutz. Wir haben heute den ganzen Nachmittag geschleudert- also ich hab die Waben rausgenommen - 10 Völker - ein Stich in die Hand, weil selbst Schuld, Biene gequetscht.

    Früher hatte ich auch „giftigere“ Bienen. Heute sind sie meist freundlich und fleißig.

    Grüße Ralf

    Normalerweise bräuchte ich keinerlei Sturzhelme. Ich bin mittlerweile schon 50 Jahre Moped/ Motorradfahrer, hatte 3 Stürze mit dem Moped und einem Motorradunfall, aber der Kopf blieb immer außen vor.

    Beim Waldarbeiterhelm dasselbe, noch nie gebraucht, ebenso wie der Fahrradhelm.

    Es gehört einfach zur Schutzausrüstung dazu, besonders im Umgang mit Tieren, da kann immer etwas unvorhergesehenes geschehen, besonders bei den Launen die bei Tieren nicht vorhersehbar sind.

    Mag ja sein, dass manche Imker Ihr Gesicht nicht schützenswert erachten, ich schon :)

  • "Bite away"....ist das sowas wie der "Stichheiler"`? Batteriebetriebenes Teil zum Erwärmen der Stichstelle? Das ist genial! Da ich es ja nun auch viel mit Wespen, Hummeln und Hornissen zu tun habe, brauche ich das Teil ständig. Immer in der Brusttasche. Bei Hornissen bringt es zwar nicht so viel (nehme an, die stechen einfach tiefer und da kommt die Wärme nicht mehr ran aber bei Bienen- und Hummelstichen ist es super!


    M.

  • Es kommt immer auf die Wahrscheinlichkeiten an, gelle?

    Man kalkuliert außerdem noch den Schaden und Art und Dauer der Folgen mit ein


    So ohne Verhütung kann auch gut gehen, Statistik halt - mit den Konsequenzen muss man leben (können)

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

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  • Trägt ihr jetzt auch alle Lederkoller, wenn ihr den Schäferhund ausführt?

    Die können auch mal durchdrehen …

    Grüße Ralf

    Dieser Vergleich zu einer Schutzausrüstung, wie Helme oder eine Gesichtsstichschutz ist aber jetzt an den Haaren herbeigezogen. Außerdem ist die Gefahr, dass dich dein eigner Hund beißt wesentlich niedriger, als dass dich eine Biene ins Gesichr sticht.

    Ein Beißkorb und eine Leine für den Schäferhund wäre zum Schutz anderer Menschen angebracht und ist ohnehin oft vorgeschrieben um beim Beispiel Schäferhund zu bleiben.

  • Ich war gerade auf Corfu im Urlaub - Rollerfahrer und Motorradfahrer habe ich da viele gesehen, aber keine Helme. Im Salento ist das auch nicht anders, und in Paris hält auch kein Roller oder Motorrad an einer Ampel (ich eingeschlossen).

    Kann es sein, daß man sich in Dtld vor lauter "lebensnotwendiger" Gefahrenvermeidung das Leben gerne mal vergisst?

  • Ich bastel mir jetzt doch vielleicht einen Aluhut ...

    56 Jahre ist alles gut gegangen, aber man weiß ja nie ...

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck