Querrähmchen hochkant verwenden

  • Hallo in die Runde,


    Ich imkere abseits von ehm (dnm) magazinen inzwischen auch in slowenischen Hinterbehandlungsstöcken (AŽ Panji)

    Lustigerweise haben die Rähmchen genau Gerstung Maße (410x260).

    Jetzt würde ich es spannend finden mir eine Gerstungbeute zu bauen, einfach um Erfahrungen zu sammeln.

    In den Hinterbehandlern sind die Rähmchen natürlich flach drinnen, in der Gerstungbeute jedoch Hochformat (260x410).

    Nun meine Frage an das Kollektiv:

    Was passiert mit Bruträhmchen die flach angelegt wurden und dann hochkant in die Gerstung kommen?

    Sprich, klassischer Brutableger nur eben quer aus dem Hinterbehandler auf Hochkant in die Gerstung?


    Ich denke da schon länger drüber nach und glaube eigentlich ist es den Bienen und der Brut egal, aber eventuell habe

    ich an etwas nicht gedacht?


    LG und eine gute Waldtracht wünscht

    Sebastian

  • Nur ein spontaner Gedanke: Werden die Zellen nicht leicht schief (von der Aussenseite der Wabe zur Mitte hin leicht abfallend) angelegt? So erscheinen mir die Waben jedenfalls gebaut, wenn ich sie mir jeweils so betrachte. Falls es stimmt, denke ich, dass die Rotation den Bienen und der Brut vielleicht doch nicht ganz so egal sein dürfte.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Meiner Einschätzung nach ist das nicht sinnvoll. Wie swissmix schreibt , ragen die Zellen nicht genau horizontal aus der Wabe, sondern haben einen leichten Anstieg nach Oben / Außen. Aus diesem Grund soll ja z.B. bei einer Ablegerbehandlung mit MS die Wabe etwa im Winkel von 45 °

    gehalten werden, damit nichts in die Zellen gelangt sondern vor allem auf die Bienen. Weiterhin

    spricht dagegen, dass die Brutwabe einem bestimmten Aufbau Schema folgt. Zum Beispiel werden

    im unteren Teil gerne größere Zellen / Zellbereiche für Drohnenbrut angelegt. Diese wären dann plötzlich flächig an der Seite. Seit Dr. Tautz und Thomas Seeley weiss man ja auch, dass die Brutwabe

    am unteren Rähmchenträger meist nicht angebaut wird. Dies dient einem freieren Schwingen der Wabe und damit der Kommunikation im Bienenstock. Auch dieser Bereich wäre dann bei einem simplen Drehen auf Hochkantwabe an der Seite. Wenn Umstellung, dann glaube ich von Anfang an.

  • Nur ein spontaner Gedanke: Werden die Zellen nicht leicht schief (von der Aussenseite der Wabe zur Mitte hin leicht abfallend) angelegt? So erscheinen mir die Waben jedenfalls gebaut, wenn ich sie mir jeweils so betrachte. Falls es stimmt, denke ich, dass die Rotation den Bienen und der Brut vielleicht doch nicht ganz so egal sein dürfte.

    Ich würde sagen, dass ist nur bei den Honigwaben so, aber genau habe ich mir die Brutwaben nicht angeschaut.

    Es gibt sicher elegantere Möglichkeiten. Ich denke aber nicht, das das nicht funktioniert. Es sind doch nur 2-3 Waben und der Rest hat dann die richtige Ausführung.

    Die Bienen werden es dann schon richten wie sie es brauchen.

  • Wenn es nur darum geht einen Ableger als Start reinzuhängen ist das kein Problem. Also das verdehen jedenfalls nicht. Es gab auch allerhand Experimente mit ganzen Beuten, die immer mal oder auch andauernd gedreht wurden. Die Bienen kommen damit klar, die Milbe welche man damit hoffte zu reduzieren leider auch.

    Ich hatte mal in der Anfangszeit ein Mini Plus Magazin besiedelt, in dem dort über 3 Zargen nur je 3 oder 4 Rähmchen hingen und in den langen Spalt kam 1 oder 2 Brutwaben DNM 90° gedreht mit jüngster Brut rein und Bienen dazu. An die Rähmchen wurde dann auch noch schön Wildbau gebaut weil unten noch ein Auflagehölzchen reinkam und oben trotzdem noch ein kleiner Hohlraum entstand... also totaler Murks, aber "es funktioniert" :)

  • ... also totaler Murks, aber "es funktioniert"

    So war´s bei mir auch. Dabei hatte ich "nur " einen Zander Ableger in meine Dadant Beute eingehängt.

    Wildbau, Wachsbrücken,Verbauungen wegen mangelnder beespaces etc. pp.

    Funktioniert hat´s , aber auch was vermeintlich funktioniert hat Folgen ( und zwar monatelang ) : verlängerte Durchsicht Zeiten z.B. und damit Stress für mich und die Bienen. Für mich nie wieder . Unter Gesundheitsvorsorge ( = Stressvermeidung ) stelle ich mir was anderes vor. Die Milben haben sich natürlich in´s Fäustchen gelacht. Funktioniert- irgendwie- Bedingungen für einen Ableger, also eine Volksgründung, sind seitdem keine Frage mehr für mich , sondern nur noch : no go.