Was macht eine begattete Königin nach einer Woche im Apidea?

  • Seltsame Frage … Ich konnte mir für erste eigene Vermehrungsversuche günstig einige Apidea zulegen. Der Hintergedanke war: Wenn mit jenen Königinnen, die ich eigentlich brauche, irgendwas geschieht, habe ich Reserveköniginnen in petto. Die Apidea sind also so oder so nur kurz in Betrieb, wenn überhaupt. Nun habe ich hier eine Königin, die vor so rund einer Woche begattet worden sein dürfte. Gestern bei der Durchsicht stellte ich erfreut fest: Alle drei kleinen Waben sind (abgesehen von minimalen Futterkränzen) voll bestiftet. Die Königin war bei der Durchsicht auch nicht auf einer der Waben zu finden, sondern hockte so etwas lethargisch am Boden. Die Lethargie verflog zwar rasch, als ich sie packen wollte, um sie zu zeichnen, aber ich fragte mich: Was macht sie nun in den nächsten Tagen, bis ich weiss, was ich mit ihr tun soll? Sie kann ja nichts mehr bestiften, sondern bloss noch mehr oder weniger unnütz rumsitzen. Kriegt sie davon einen Knacks?


    Im Internet sieht man teilweise Bilder mit flächig verdeckelten Apidea-Waben. Da muss die Königin ja schon fast drei Wochen mehr oder weniger untätig rumgesessen sein, denn die drei kleinen Waben bestiftet sie in einem Tag, wenn sie sich viel Zeit lässt. :/ Das kann doch nicht gut sein? Auch liest man Empfehlungen, man solle ein Apidea so nach vier Wochen auflösen. Das klingt mir nach (mindestens) zwei Wochen zu spät. Oder mache ich mir da zu viele Gedanken oder unnötige Sorgen?

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Nö, finde ich nicht.

    Ich seh das genauso, so eine Mini-Soarversorgung halte ich für absolut Murks.

    Es ist eine wirtschaftlich und logistisch schön händelbare Lösung für Züchter. Für das Management großer Stückzahlen, für den Transport, Belegstelle etc pp

    Aber GUT kann's nicht sein.

    Legestau wie im Versand hat sie nun nicht ganz unbedingt. Stifte kommen oft trotzdem und werden entsorgt. Aber wohin? Ein weiterer regelmäßiger Legevorgang in Leerzellen findet nicht statt.

    Auch Versorgung, Begattungsflug etc ist Sparversion.

    Wäre das gut, hätte die Natur überall nur Minischwärmchen vorgesehen.


    Da lass ich mich auch nicht von abbringen


    Unterhalb von Mini plus ist Murks

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Nach der Linde Kunstschwärme machen und Kö rein. Auf Termin arbeiten.


    Gruss

    Ulrich

  • beetic Das ist mal eine klare Ansage. 8) Man kann es sich halt nicht so recht vorstellen, sieht die kleinen Kästchen immer wieder mal und denkt sich, das könne so schlecht nicht sein … Jetzt, wo ich so ein kleines Völkchen selbst in der Hand halte, beschleicht mich eben dieses ungute Gefühl, mit dem ich also offenbar nicht so falsch liege … Naja, dank meiner bescheidenen Umlarverfolgsquote darf die Königin spätestens am Montag an ein schöneres Örtchen. Aber gedanklich bin ich halt schon im nächsten Jahr angelangt respektive bei der Frage: Wie weiter?


    Werra-Meißnerimker Du siehst es also ähnlich und schlägst deshalb vor, terminlich so zu arbeiten, dass ich die Königinnen sofort einweiseln kann? Aber wie mache ich das? Ich weiss ja nicht, wann sie genau begattet werden. :/

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Es ist eine wirtschaftlich und logistisch schön händelbare Lösung für Züchter.

    Wohl eher für Vermehrer...!?!

    Nee, Züchter. Kann man gut verschicken. Belegstelle usw. Vermehrung dann eher im Mini+ oder Kieler oder Standmaß, weil man einfacher neu beweiseln kann.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Mir ist dieses Jahr die Materialschlacht mit MP zu gross. Also Apidea gekauft. Am 18.07 ist Schlupftag, ab 25. habe ich Betriebsferien und kann Schleudern. Das bekommt man doch hin, mit der Zeitabstimmung. Dann noch eine Serie als Reservekö. in die Minis, und man hat in dieser Beziehung Sicherheiten.


    Gruss

    Ulrich

  • Ich sag ja: händelbar, stapelbar, machbar


    Aber da muss man dann eben auch auf Zack sein, aufpassen, rechtzeitig umsetzen, erweitern etc.


    Bei großen Stückzahlen kann man gar nicht anders als auf Kleineinheiten zu fahren, wie soll das sonst gehen.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Für euch Bedenkenträger,

    Tipp:

    da passt hervorragend so ein Mini auf auf das doppelte Apidea:daumen:

    Queen geht hoch legen und unten kannst nach Wegnahme dann doppelt neu stecken.

    Nur so ne IDEE

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Da gibts auch Erweiterungszargen fürs Apidea, durchaus eine sinnvolle Anschaffung.

    Ihr mußt wie ein Feldherr handeln, nicht reagieren sonders agieren.

    Ne Junge muß 4 Wochen in Eilage sein sonnst wird sie Beigesetzt satt Zugesetzt.

    Also vorher schlau machen und dann handeln.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

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    W. Churchill

  • wasgau immen Danke für die Hinweise! Die Apideas habe ich nur gekauft, um ein Backup zu haben: Sagen wir, zehn Prinzessinnen schlüpfen, zwei gehen verloren oder werden nicht begattet, acht bleiben, aber ich brauche nur vier. Habe hier schon oft gelesen, dass alles im Überfluss vorhanden sein muss. :)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • zwei gehen verloren oder werden nicht begattet

    Man sagt immer 80% wären gut, für mich schon ein Hinnweis auf Fehler!

    Natürlicherweise gibts das nicht! Da klappts IMMER!

    Werden ALLE Zellen angenommen, schlüpfen auch alle, und ALLE werden dann auch begattet!

    Sooo MUß das sein!

    Alles andere kann/wird ein Hinnweis auf gemachte Fehler in der Aufzucht sein;)

    Gebt euch nicht mit minderwertigem Zeugs ab, das wird immer bestraft!

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

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    W. Churchill

  • Wenn man die Kö in einer Bannwabe am Legen hindert, wie es jetzt gerade im DBJ beschrieben wurde (VarroaBehandlung )

    kann die doch auch eine lange Zeit

    (25 Tage ) nicht legen, nachdem die Bannwabe voll bestiftet ist?

    Scheint ja ein gängiges Verfahren zu sein ( das ich aber lieber nicht anwenden möchte)

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Die ist voll Entwickelt, so ne Junge nicht!

    Und ich (die Bienen öfters auch, darum killen die sowas schon mal) möchte so ne Weggesperrte auch nicht mehr drinne haben. Im Winter ist Legestopp ja normal, aber in einer Zeit der Regeneration eher wohl nicht. Den Brutstopp im Sommer könnte man genau so gut mit einer 24 std angepflegten Zelle ins Wirtschaftsvolk gesteckt bekommen (bitte rechnen), nach wegnahme der alten Königin:) (diese in ein Mini um Bienenfleisch zu machen)

    Das DBJ hat auch keine Eifälle mehr! Alles kalter Kaffe.

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