Drohnenschlacht 2

  • Hallo Bienenfreunde,

    Die Diskussion aus dem letzten Forum hat mich am Ende fast den Mut zum Weitermachen gekostet.

    Deshalb war es von Eisvogel gut, die Diskussion zu beenden.


    Von mir nun nur noch ein kurzer Bericht zum Stand:

    1. Das gereichte Futter ( 1kg Zuckerwasser mit etwas Kamillentee) war nach 24 Stunden alle und ich hab es heute ersetzt.

    2. Es werden nur noch sehr wenig Drohnen rausgeworfen.

    3. Den Schwarm hab ich am 29.4.2018 erhalten. Wenn die jetzigen Arbeiterinnen noch aus dem Schwarm stammen, sind sie heute 40 Tage bei mir.

    4. Ich gehe davon aus, dass schwärmende Bienen auch einige Tage alt sind, denn Fliegen lernen sie erst nach 16 Tagen. Bei einer Lebenserwartung von ca. 35 Tagen, müssen

    die Schwarmbienen schon vor 20 Tagen gestorben sein.

    5. Die Bienenkiste ist voll von Arbeiterinnen. Sie bauen schon in den Honigraum. Die Königin muss also befruchtete Eier gelegt haben.


    Ich werde also abwarten und beobachten. Den Mut lasse ich mir nicht nehmen.

    Allerdings gebe ich zu, dass die Bienenkiste, was die Überwachung anbelangt, nicht einfach ist.

    Wenn das Volk nicht überlebt, werde ich wohl auch lieber mit einer normalen Beute weitermachen.

    :)

  • Beekloppter : Schon mal drüber nachgedacht, nicht nur mit dem Rotstift zu kreuzen sondern auch zu korrigieren, was du als falsch betrachtest? Pures Runtermachen bringt in den seltensten Fällen jemanden weiter, v.a. nicht Anfänger, die nach Hilfe suchen.

  • Hallo Schlossbiene ,


    Du musst ja einen sehr alten Imkerlehrer haben. Das mit dem Kamillentee habe ich ja schon 20 Jahre nicht mehr gehört. Füttere zügig weiter bis mindestens 5KG Zucker im Volk sind - dann langsamer weiterfüttern, auf den Tee kannst Du verzichten. Zu dieser Jahreszeit kann ein Volk bis 8KG Futter im Monat selber verbrauchen, in einigen Fällen evtl. mehr.


    Es gibt einen Thread hier im Forum wo jemand über seine Erfahrungen mit der Bienenkiste berichtet, vielleicht setzt Du Dich mit dem einmal in Verbindung.


    Lerne das Flugloch zu beobachten, dann kannst Du ziemlich sicher einschätzen ob ein Volk Brut hat oder nicht - und auch andere Dinge kann man einschätzen. (Dazu gibt es ein Buch - uralt letzte überarbeitete Ausgabe aus den 50er Jahren aber was drin steht ist immer noch aktuell - nur ein paar aktuellere Dinge fehlen... - Der Titel "Am FLugloch")


    Überlege Dir auch noch mindestens 2-3 normale Beute zusätzlich mit Völkern zu nutzen um zu lernen und um ggf. die Bienenkiste wieder neu besideln zu können, aus eigenen Resourcen und nicht immer neu kaufen zu müssen.



    Viel Spaß

    Franz

  • Du musst ja einen sehr alten Imkerlehrer haben. Das mit dem Kamillentee habe ich ja schon 20 Jahre nicht mehr gehört.

    So "aus der Mode" ist das wohl gar nicht - bei Mellifera, Demeter,... wird das auch heute noch empfohlen. Heißt natürlich lange noch nicht dass es deshalb gut ist, das kann ich mangels Erfahrung nicht beurteilen. Dem Füttern mit bloßem Zuckerwasser / Sirup wird dort nachgesagt, es sei im Vergleich zu Nektar/Honig "toter" Zucker, dem mittels Kamillentee o.ä. wieder Lebenskraft eingehaucht werde - hui buh! ;) Was ich beurteilen kann: Meinen Völkern fehlte es weder vor noch nach dem Winter an Lebenskraft, auch ohne Kamillentee.


    Schlossbiene : Lass dich nicht entmutigen! Den Tip von Franz, statt oder zusätzlich zur Bienenkiste noch 2-3 Magazinbeuten zu nutzen, finde ich gut. Auch damit lässt sich "wesensgemäß / naturnah" imkern, wie im ersten Faden schon zu lesen hast du da im Notfall aber mehr Handlungsspielraum.

  • Hm, den Rat mit dem Füttern find ich jetzt bei seiner Lage und der Volksstärke etwas über trieben. Meine Völker an der Zschopau haben derzeit gute Zunahmen und bei ihm steht auch Linde am Wasser im nahen Flugbereich. Meine Völker haben da derzeit Volltracht .

    Was ich jetzt gerade zu zweiten mal erlebt habe ist, das ein starker Schwarm extrem schnell baut und zu 80% und mehr nur Drohenbau. Welcher auch Bestiftet ist. Vielleicht kommen die vielen Drohnen ja auch daher.


    MfG Frank

  • Warum, der Kunstschwarm ist gerade einmal 5-6 Wochen einlogiert - da ist die 2. Generation noch nicht durch und da wird viel Energie in den Wabenbau gesteckt. Bei mir gibt es zur Zeit höchstens jeden 2. Tag etwas Tracht, das läppert so daher mit jeden Abend Gewitter ohne Regen - das ist richtig Trocken hier. Natürlich weis ich die Trachtsituation bei Schlossbiene nicht so ganz einzuschätzen und daher der Tipp auf Nummer sicher - mit 5KG schnell reinbringen und dann ganz gemächlich weiterfüttern... - Das schadet nicht, ist sicher und sorgt für Wabenbau... - Was ist daran verkehrt?

  • Ich kann die Empfehlung von Franz nur unterstreichen. Als Stabilbauimker ist das Buch "Am Flugloch "sozusagen Pflichtliteratur ;)Wenn man das beherrscht, kann man sich viele Eingriffe in das Volk sparen. Wenn die Bienen Pollen eintragen und sich am frühen Nachmittag Jungbienen vor der Beute einfliegen, sollte wohl auch eine Königin da sein. Ich habe bei meinen Warrėbeuten auch mit Stabilbau angefangen und bin im zweiten Jahr auf Rähmchen umgestiegen. Es ist alles einfacher, wenn man mal nachschauen kann. Man kann diese Eingriffe ja trotzdem auf das Nötigste beschränken.

    Willst du Gottes Wunder sehen, musst du zu den Bienen gehen.

  • Ich denke auch, dass das Futterangebot zur rechten Zeit kam und der erste Lösungsansatz ist, wenn man nicht so wirklich weiss, was in der Kiste los ist. Schlimmstenfalls muss man es eben wieder runternehmen.

    Aber man muss sich hinterher nicht den bösen Selbstvorwurf machen, einem Volk beim verhungern zugeguckt zu haben. Es ist mitunter selbst für Profis sehr schwer, die Trachtlage sicher zu beurteilen.

    Oberflächlich gesehen, blüht es ja derzeit fast überall, aber was davon honigt denn ausreichend, und, wie ist es mit der Konkurrenz vor Ort?

    Manche wissen ganz genau, wieviele Völker in der näheren Umgebung stehen. Andere wissen das eben nicht und können überhaupt nicht einschätzen, wer wieviel "abbekommt".

    Erster Versuch, und ist hoffentlich geglückt. Was weiter wird, wird uns die Threaderstellerin hoffentlich auch weiter mutig berichten.

    Damit ALLE daraus lernen. Oder sich eben auch manche bestätigt sehen in ihrer Erfahrung. Auch das ist ja manchmal erhebend.

    Allen weiterhin gute Erfolge!

  • Ich kann nur meine bescheidenen Eindrücke schildern - mangels Erfahrung.

    Bei uns hat es seit mindestens 4 Wochen keinen tropfen geregnet. Meine Wiese ist verbrannt. Das Gemüse und einige Blumen können wir nur aus der Wasserleitung am Leben erhalten.

    Den Zuckersirup von heute Morgen haben die Bienen schon wieder zur Hälfte leer.

    Die Frontseite der Bienenkiste sitzt voller Bienen, die eifrig am Holz gaben oder am Flugloch fächeln.

    Es ist reger Flugbetrieb.

  • Hallo Schlossbiene ,


    das ist fast schlimmer als bei uns. Was Du schilderst heißt "zu trocken für Tracht", obwohl alles blüht - bei so trockenen Bedingungen gibt es auch nichts von der Linde, ausser die stehen im Wasser.
    Daher ist für Deinen Schwarm füttern angesagt, nicht nur das er überlebt, sondern auch damit er baut um für den Winter genügend Wabenfläche zu haben.

    Hast Du denn eine Wasserquelle für die Bienen in der Umgebung? Falls nicht würde ich eine Bienentränke aufstellen (Mörtelkiste mit Steinen und Wasser dirn genügt)...

    Wasser wird auch für die Kühlung in der Beute benötigt...


    Gruß

    Franz