Ableger füttern?!?

  • Viel wichtiger als der Ausbauzustand deiner Waben wäre zu wissen: wie schauen denn die Futterkränze aus? Wieviel offenes Futter ist auf den Waben? Gibt es Brut? Offene Brut? Nur verdeckelte? Gibt es Stifte?


    Ich habe das Gefühl mit wöchentlich 500g Zucker hältst du sie gerade mal so am Leben, motivierst sie aber nicht gerade zum bauen und legen.

    Meine Ableger bekommen 1,5 kg pro Woche (Sirup 3:2), weil derzeit nichts reinkommt. Die Linde hat überhaupt nichts gebracht obwohl sie stark beflogen wurde.

    Erst wenn sie dicke Futterkränze haben wird reduziert.


    Sorge für Überschuß!

  • Hallo!


    Also offene Futterkränze sind auf den Brutwaben vorhanden, habe eben noch mal auf Bildern nachgesehen (meine Frau sollte Bilder machen, damit ich später nachsehen kann).


    Wie geschrieben, habe ich in beiden Ablegern alle Stadien der Brut (offen, geschlossen, Stifte).


    Hmm mit mehr Futter, besonders wenn nichts mehr reinkommt, sehe ich ein. Nun bleibt die Frage, Sirup 3:2, oder 1:1 oder noch dünner. Da sind die Empfehlungen für Ableger ja echt unterschiedlich.

    Ich habe die Kisten im Garten stehen, daher könnte ich fast täglich ran und in kleinen Mengen füttern.

    4 Völker Carnica in Segeberger (eine rote, drei grüne Königinen), Ziel für dieses Jahr: mit 6 Völkern in den Winter gehen.

  • Hallo Marion!


    Vielen Dank für den Link. Leider entnehme ich daraus keine Empfehlung für die Menge, die ich füttern soll.

    Mein Problem stellt sich wie folgt dar:

    Während der Lindenblüte dachte ich, dass der Ableger mit der Tracht genug für sich sammeln kann und ich mit der zusätzlichen Fütterung den Bautrieb anheizen kann. Anscheinend war das nicht der Fall, daher will ich nun mehr füttern.

    Welches Futter stärker Räuberei auslöst habe ich auch versanden. Ich werde nun mit dem Sirup füttern und diesen mit Wasser auf 1:1 strecken.

    Bleibt die Frage wie viel. Klar kann ich füttern und beobachten, nur ist das für den Anfänger schwieriger, als für den Profi.

    Eigentlich möchte ich die Rähmchen nicht jede Woche ziehen. Meine Vorstellung ist, dass ich auf die MW gucke und wenn die Rückseite gut bebaut ist, dann eine neue geben. Ich habe keine Angst vor den Bienen, ich möchte nur nicht stören. Wenn ich jetzt schon 3 Mal die Woche die Beute öffne um denen Futter zu geben, will ich nicht zusätzlich auch noch die Rähmchen auseinander nehmen. Oder ist der Gedanke falsch und der Eingriff stört nicht so sehr?


    Jetzt zur Menge: Bienenhummel schreibt, dass er 1,5 kg Sirup pro Woche gibt (= 900g Zucker). Somit waren meine 500g die Hälfte davon. Wenn ich jetzt also alle 2 Tage 700g 1:1 Mischung gebe (=350g Zucker) hätte der Ableger genug um wachsen zu können, ohne sich die Brutzellen mit Futter zu verstopfen? Oder ist die Menge falsch?

    4 Völker Carnica in Segeberger (eine rote, drei grüne Königinen), Ziel für dieses Jahr: mit 6 Völkern in den Winter gehen.

  • Leider kann dir keiner hier durch die Glaskugel eine Dosierung angeben. Wir müssen sowas auch mit Erfahrung selbst sehen und wenn sie plötzlich irgendwo eine Trachtquelle finden, kann die Dosierung von letzter Woche auch auf einmal nicht mehr passen. Leicht zu viel drückt sie nicht sofort oder stark aus der Brut und ist somit nur ein kleines Problem. Zu wenig reduziert sofort Bau- und Bruttätigkeit, macht also gleich Probleme beim Aufbau.


    Falls du also mit Futtertasche arbeitest und das Volk zum Nachfüllen sowieso aufmachst, schau doch einfach nach, ob sie noch Platz für Brut haben. Man muss die Waben ja nicht alle ziehen. Es reicht eigentlich ein Blick auf die neuen Waben oder Randwaben, um zu sehen ob sie da Futter drauf haben oder Futterkranz mit Brut.

    Falls du von oben nachfüttern kannst, ohne dafür die Beute ganz zu öffnen ist auch gut. Ich lege da gerne eine durchsichtige Folie auf, die man zum Nachfüttern dann gut an einer Stelle zurückklappen kann und ansonsten reicht ein Blick durch die Folie, ob es oben am Rand bereits verdeckelte Fütterkränze gibt und die Bienen fleißig auf den neuen MW sitzen und bauen. Dann muss ich nicht jedes mal den riesigen Durchzug machen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Hallo,

    ein Kochrezept gibt's da leider nicht.

    Und wenn man nur stur die Menge x nachfüllen ohne innen den Effekt zu beobachten, dann lernt man nichts.


    Ich füttere von oben über Fütterst oder über Aufsätze über Innendeckel mit Soundloch und darüber zB eine Honigräumen.


    Trotzdem mach ich Ableger und Jungspunde auf und gucke da rein, auch 1 x die Woche.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ich tippe mal auf Fütterset. Soundloch ist natürlich cool. Da kann man hören, ob es den Bienen gut geht... ^^Beetic meint natürlich das Spundloch, für die Grübelnden.


    Ein Ableger muss immer Futter haben, aber die Bienenmenge muss mitkommen. 3 Wochen schlüpft in so einem Ableger oft gar nichts. Erst danach wird die Brutmenge wesentlich ausgeweitet, womit die Futtermenge steigen kann. Eine feste Zahl wird es nicht geben für die Menge. Anhaltspunkte hast Du bereits bekommen. Das Fingerspitzengefühl bringt nur die eigene Erfahrung, da überall auch leicht unterschiedlich. Hier ist mit Tracht seit geraumer Zeit fast nichts. Da sind die Ableger ausschließlich von meinem futtertechnischen Wohlwollen abhängig. (Die Ursprungs-)Größe des Ablegers spielt bei der Futtermenge auch eine nicht unwesentliche Rolle.


    Beim Verdünnen von Fertigsirup nicht 1:1 verdünnen. Der Sirup enthält "nur" ca. 70 % Trockenmasse. Das wird dann arg dünn. Ich gebe bei der Aufbaufütterung dem Sirup ca. 20-30 % Wasser zu. Das erscheint mir dünn genug.

  • Hallo Euch allen!


    Danke für Eure Antworten!

    Ich werde jetzt regelmäßig füttern und versuche die Hinweise/Beobachtungen richtig zu deuten.


    Werden die Bienen das Futter überwiegend als Futterkranz, oder in die Futterwaben packen? Oder kann man das nicht sagen?


    Berggeist :

    Ich wollte den Sirup nicht 1:1 verdünnen, sondern auf 1:1 (habe mich da wohl unglücklich ausgedrückt), dabei gehe ich von einem 3:2 Verhältnis aus.

    Wobei ich auf der Seite des Bienenland gesehen habe, dass man deren Futtersirup nicht mit Wasser vermischen darf(?!?).


    Ach das ist ja alles sehr interessant und gleichzeitig möchte ich keine Fehler machen. Mir fehlt die Gelassenheit, die ich z.B. mit meinen Süßwassergarnelen habe. Ich lese viel, gucke viele Videos, glaube viel zu verstehen aber dann bin ich doch unsicher, wenn ich vor der Beute stehe. Naja, die Gelassenheit muss dann mal mit der Zeit/Erfahrung kommen.


    Ach noch was, kann ich jetzt noch meine Beuten wiegen, um dann für den Winter ein Startgewicht für die Einfütterung zu haben? Die zusätzlichen MW kann ich ja berücksichtigen, viel Futter ist da jetzt ja nicht drin. Ich habe die Kisten leer nicht gewogen.

    4 Völker Carnica in Segeberger (eine rote, drei grüne Königinen), Ziel für dieses Jahr: mit 6 Völkern in den Winter gehen.

  • Berggeister sind ja gute Geister,

    die korrigieren den Mist, den auf die Schnelle die Wortkennung meines Handys schon mal so raushaut :liebe002:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ich als fauler Imker vermeide unnötige Arbeiten. Daher füttere ich immer ApiInvert so wie er ist, also unverdünnt. Auch bei Ableger.


    Du musst ja nicht jedesmal rein schauen wenn du nachfütterst. Füttere 2x die Woche und bei jedem 2ten oder 3ten mal ziehst du die Randwabe und noch eine. Das reicht um zu beurteilen, ob du schon am überfüttern bist oder nicht.

    Wenn es mal - wie jetzt - kalt und regnerisch ist, dann verschiebst du das eben um einige Tage.


    Tipp: erweitere immer am Brutnest. Es kann sein daß die Randwabe ohne Brut ist, und als Futterwabe behandelt wird. Dann erweitere zwischen dieser Randwabe und der ersten Brutwabe.


    Wiegen kannst du natürlich immer! Schätze einfach wie viel Kilo Futter drin sein könnten. Viel wird das deiner Beschreibung nach nicht sein.


    Servus


    Alex

  • Wobei ich auf der Seite des Bienenland gesehen habe, dass man deren Futtersirup nicht mit Wasser vermischen darf(?!?).

    Pappalapub.

    Mit der Zugabe von Wasser verliert man die guten Haltbarkeitseigenschaften des Sirups. Er kann mit Wasser sauer werden, ohne nur sehr schwer, fast gar nicht. Fütterst Du aber in kleinen Mengen und achtest darauf, dass er auch abgenommen wird, wird auch nichts sauer. Es gibt, wie der vorherige Beitrag zeigt, Imker, die dem verdünnten Sirup keine positive Wirkung auf die Volksentwicklung zuschreiben. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass sich Bienenvölker mit verdünntem Futter besser entwickeln. Ist Ansichtssache. Es bleibt Dir nichts übrig, als eine der beiden Versionen zu glauben oder es selber vergleichend auszuprobieren. (im nächsten Jahr)

  • Auch wenn der Thread schon ein paar Tage ruht:


    Meine Essenz aus dem Lesen im IF:


    Sirup auf Weizenbasis mit Wasser verdünnt kann u.U. auskristallisieren.


    Bei Sirup auf Zuckerbasis soll diese Problem nicht bestehen.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Der Sirup von Bienenland ist auf Mais Basis, keine Ahnung, wie der mit Wasser reagiert.


    Ich habe den Sirup nur beim ersten Mal verdünnt. Mittlerweile gebe ich den auch nur noch unverdünnt.

    4 Völker Carnica in Segeberger (eine rote, drei grüne Königinen), Ziel für dieses Jahr: mit 6 Völkern in den Winter gehen.