Drohnenschlacht

  • Ich habe einen starken Schwarm (3,8kg) am 1.5.2018 in eine Bienenkiste einlogiert. Sie haben innerhalb eines Monats den gesamten Kistenraum ausgebaut.

    Seit 4 Tagen schaffen die Arbeiterinnen täglich über 100 tote Drohnen aus der Kiste. Lebende Drohnen sind nicht außerhalb zu sehen.

    Am Eingang ist nach wie vor sehr reger Betrieb (Bild). Neben der Kiste liegen die Drohnen (Bild). Ich entferne sie täglich.Bienen.jpg

    Drohnen.jpgKann jemand sagen, woran das liegt und wie ich mich verhalten soll.

  • Hallo Schlossbiene,

    einfacheste Erklärung: Die Jungs werden nicht mehr gebraucht.

    Nachgefragt: Werden die Drohnen lebend, voll entwickelt aus der B-Kiste gezerrt. Dann sie erster Satz.

    Ist ausreichend Futter bzw. Tracht vorhanden? Wenn sie hungern bzw. schlecht versorg sind müssen sie dran glauben. Dann wäre es aber auch höchste Zeit einzugreifen: Futter!.

    Gruß Eisvogel

    PS: Das Profil ausfüllen wäre trotz der "Stresssituation" sehr hilfreich für alle.

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010

  • Die Drohnen werden tot oder sterbend aus der Kiste gebracht. Ausreichend Futter sollte vorhanden sein. Pollen wird eingebracht. Die Gärten stehen in Blüte und die Linden sind bald soweit.

    (Das Profil hab ich ergänzt.)

  • Die Drohnen werden tot oder sterbend aus der Kiste gebracht. Ausreichend Futter sollte vorhanden sein. Pollen wird eingebracht. Die Gärten stehen in Blüte und die Linden sind bald soweit.

    (Das Profil hab ich ergänzt.)

    Sollte oder ist? Kleiner aber feiner Unterschied. Leute schaut doch wenigstens ab und zu in eure Kisten. Gehört zum imkern irgendwie dazu ;)

  • Hallo Christian,

    nachdem ich Dein Profil aufmerksam gelesen habe und das "sollte" in Deiner Antwort lese geht es mir wie Max Droni.

    Kontrole ist einfach besser. Einstarker Schwarm der alles neu in Naturbau aufbauen muss braucht jede Menge Futter.

    Leider ist die Anleitung der Bienenkiste (ich will keine neues Diskussion zum pro oder kontra Bienenkiste) mir an vielen Stellen einfach zu simpel. Schwarm rein und nächstes Jahr erste Honigernte. Dass das nicht (immer) so einfach geht hast Du 2016/2017 bereits erlebt.

    Also einfach mal Kiste auf und nachsehen auch wenn schwer fällt.

    Gruß Eisvogel

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010

  • Wobei mir heute bei einem Volk auch bei der Durchsicht etliche , also mindestens 20 oder mehr zappelnde Drohnen aufgefallen sind, lagen wie Maikäfer auf dem Rücken. Oder fielen aus der Beute. Lag nicht an der Durchsicht, also keine verletzt oder so. Futter en masse.

    Kam mir komisch vor. Arbeiterinnen waren alle fit und normal.

    Werde das beobachten.

  • Und wie viel Futter ist jetzt drinnen?

  • Die Bienenkiste wog leer 22 kg. Die einlogierten Bienen 3,8 kg = 25,8kg.

    Heute wiegt die Kiste 41 kg - Differenz: 15.2kg. Wie sich das auf den Bien, die gebauten Waben und Futter verteilt, kann ich leider nicht einschätzen.

  • Grob geschätzt:

    a) Brut in allen Stadien: 2 x 3,2 kg = 6,4 kg:

    Legeleistung Kö.: täglich 2.000 Eier, d.h. täglich 2.000 frisch schlüpfende Bienen x rd. 16 Tage der Entwicklungszeit mit einem Gewicht der künftigen erwachsenen Biene von 0,1 g (große Larve + Futtersaft + Puppe + jüngere/leichtgewichtige Larvenstadien zusammengefaßt zu ca. 1 Tag)


    b) Wachs: 12 Waben x ca. Zandergröße x 120 g = rd. 1,5 kg

    http://www.bienen-lutz.de/zand…che-doble-double-colmena/


    c) Pollen/Bienenbrotvorräte geschätzt 1,1 kg


    d) eingetragene Stockfeuchte ca. 1 kg


    Summe: 10 kg -> Nektar-/Futtervorrat: ca. 5,2 kg = wäre mir zu knapp.