Schlupfreife Zellen in Ablegerkasten geben - Pflegevolk auflösen

  • Hallo zusammen,


    folgende Situation:

    • Pflegevolk mit Zuchtlatte und darauf 13 gekäfigten, schlupfreifen Zellen mit je 3..4 Begleitbienen. Schlupftermin ist übermorgen.
    • 8 der jungen Königinnen sollen im Rahmen einer "TBE mit weiselrichtigem Brutsammler" nach Kleingartendrohn (die noch nicht gestartet wurde) meinen Volksbestand verjüngen.
    • 2 Stck. 4-Waben-Ablegerkästen stehen zur Verfügung.
    • Das Pflegevolk wird nicht mehr benötigt und soll aufgelöst bzw. die Bienen und das Material möglichst in den Ablegerkästen weiterverwendet werden.
    • Begattungskästchen habe ich nicht, aber noch ein paar freie Zargen, Zwischenböden und Deckel.


    Wie gehe ich am besten vor?


    Ich dachte mir: In jedes der 8 Ableger-Abteile...

    • eine Wabe aus dem Pflegevolk geben (mit ansitzenden Bienen, Wabe ist natürlich brutlos und tlw. mit Nektar gefüllt)
    • eine verdeckelte Brutwabe aus einem anderen Volk (ohne Bienen)
    • Schlupfreife Zelle dazwischen hängen -> mit Futterteig verschlossen? - oder - Königin im Pflegevolk schlüpfen lassen und dann erst Begattungsvolk erstellen? Wie genau?


    Gibt es irgendeine Möglichkeit, die restlichen Zellen bzw. die dann geschlüpften Königinnen zu retten, zumindest als Reserve so lange bis sicher ist ob die 8 anderen erfolgreich in Eilage gehen? Ich vermute das geht nur indem ich für jede Zelle einen Ableger im Standmaß erstelle (da wird meine Regierung schimpfen, wenn der ganze Garten voll mit Kisten steht...).


    Mein Imkerpate ist leider verreist und nicht erreichbar, deshalb brennt mir jetzt ein bisschen der Kittel.


    Danke im Voraus für Eure Antworten :-)

  • Zur Not gehen auch umgedrehte Blumentöpfe. Nicht immer so kompliziert machen.


    Gruss

    Ulrich

  • So schnell wie möglich Begattungskästen beschaffen und die Königinnen nach Schlupf mit 100g Bienen dort drin ansiedeln. Blumentopf ist nicht zu empfehlen, der wird ausgeraubt.

    Gruß Ralph

  • Eine Imkerei atmet, resp. die Materialbestände sind mal im Lager und mal in Benutzung. Das zu verstehen, fällt manchen Regierungen schwer. Da hilft in leichten Fällen ein Blumentopf (NICHT umgedreht) oder ein lustiger Plausch mit Imkerkollegen nebst engagierten Ehegattinnen oder im schweren Fall eine professionelle Eheberatung.

    Die 4 Reserveprinzessinnen in Reservezargen hängen und ausstatten wie die 8 anderen. Wenn keine Böden mehr da sind - provisorisch welche zusammenspaxen (Bodengitter bspw. mit Resten von Putzarmierungsgewebe) oder Zwischenböden bzw. Innendeckel entsprechend modifizieren. Es gab auch schon Spezialisten, die Bienen in getapten Bananenkisten hielten...

    Mein Rat trotzdem: Gleich ordentliche Materialreserven kaufen, sonst entsteht die Frage im nächsten Jahr schon wieder...

  • OK danke :-)


    Aber der Rest ist OK? Wabenanordnung beim Erstellen der Begattungsvölker? Schlupfreife Zelle dazwischen hängen -> mit Futterteig verschlossen? - oder - Königin im Pflegevolk schlüpfen lassen und dann erst Begattungsvolk erstellen?


  • Wenn Du Begattungsvölker am gleichen Stand halten willst, solltest Du auf die BW aus x-beliebigen Völkern verzichten. Denn damit hängst Du Dir ggf. Bienen mit in den Beg. Ableger, die dann den Völkern zeigen, wo es 'was zu holen gibt, sprich Räuberei. Wozu auch die Brut ? Die Restwaben des SBA sollten ausreichend Bienen haben, das reicht bis zur Eilage der Neuköniginnen und Schlupf neuer Brut.


    Wenn Du Waben aus anderen Völkern nutzt, müssen die Beg.Abl. außerhalb des Flugradius' platziert werden - wg. Räuberei - s.o.


    Meine Empfehlung


    Rainer

  • Ach ja, Schlupf im Begattungsableger funktioniert gut, wenn die Bienen aus dem SBA stammen. Bei Brutwaben mit ansitzenden Bienen aus Wirtschaftsvölkern fehlt mir die Erfahrung, ich wäre da aber zurückhaltend wg. mgl. Ablehnung der Jungkönigin.

  • Mittelwand oder noch besser ausgebaute Wabe, keine Brutwabe. Die Zellen vorher im Gegenlicht kontrollieren, ob es da drinnen auch Krabbelt. Möglicher Weise erübrigt sich dann auch die Frage nach den zusätzlichen Blumentöpfen.