Ableger Drohnenbrütig?

  • Liebe Forengemeinde,


    ich habe das Problem, dass mein am 28.04.2018 gebildete Ein-Waben-Ableger offenbar Buckelbrütig ist. Viele Zellen sind zum Teil mehrfach (bis zu vier Stifte) bestiftet. Zum Teil befinden sich sogar zwei Rundmaden ion einer Zelle. Es befinden sich neben den offensichtlich buckeligen Zellen aber auch wenige flach verdeckelte auf dem Rähmchen. Momentan bin ich mir unsicher, ob ich das Volk abkehren soll. Vielleicht kann ein erfahrener Imker mal einen Blick auf die Fotos werfen und mir einen Ratschlag dazu geben.


    Vielen Dank,


    Benjamin

  • Also ich würde abkehren und gut, das bessert sich nicht mehr... . Schade drum, aber die Bienen gehen ja nicht verloren.

    Hallo,


    dazu hätte ich als Neuimker eine Frage: Würde es in so einem Fall, insbesondere aufgrund der Jahreszeit, nicht Sinn machen, die Königin zu entfernen und eine bestiftete Wabe aus einem anderen Volk in den Ableger zu hängen? So könnten sich die Bienen doch eine neue Königin ziehen. Oder habe ich da einen Denkfehler?


    Viele Grüße

    Manuel

  • Sofern eine Arbeiterin Königin spielt und für die Drohnenbrut verantwortlich ist, ist es schwierig diese ausfindig zu machen.

  • Verwundert hat mich allerdings, dass auch vier flach verdeckelte Zellen (siehe Markierung) vorhanden sind. Ich kann aber beim besten Willen keine Kö finden.


    Wenn eine bestiftete Wabe zugehangen wird, würden die Afterweiseln vermutlich jegliche Nachschaffungszellen ausräumen?


    Ich würde auf den Ableger dann vom jetzigen Standort wegnehmen, und statt dessen einen anderen Ableger an den gleichen Standort stellen. Den Buckelbrütigen würde ich dann in 20m Entfernung abkehren. Kann die Aktion auch durchgeführt werden wenn es bereits dunkel ist oder finden die Flugbienen vom buckelbrütigen Ableger dann nicht mehr an den alten Standort zurück?


    Vielen Dank und Grüße,


    Benjamin

  • Egal. Einwabenableger werden zwar auch durch überalterte Bienen nicht besser. Aber laß sie jetzt stehen, vielleicht kann die stille Umweiselung mehr als ihre bedauernswerte Mutter. Wenn man schon sowas basteln muß, dann kauft Euch doch wenigstens für ein paar Euro eine schlupfreife Zelle beim Züchter und nehmt zwei statt einer Wabe. Die Zelle kommt dann in die Mitte, bitte.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Dann warte ich doch noch ein wenig ab und schau mir das Brutbild in ein paar Tagen nochmal an. Am meisten hat mich die exzessive Überstiftung der Zellen gewundert und das die Bienen auf den rausgenommenen Rähmchen schnell angefangen haben zu sterzeln.

  • Ist das Volk ansich ruhig? Sind die Eier am Zellboden oder an der Zellwand?


    Es kann auch sein, dass die Königin "legedruck" hat und nicht genug freie Zellen findet. Wären alles Zeichen dafür, dass der Ableger viel zu klein gebildet wurde.


    Einwabenableger können funktionieren aber aber das ist ne Operation am offenen Herzen unter freiem Himmel mit einer Hand.