Totale Brutentnahme richtig machen

  • Ich habe das verdünnte Sirup an Schwärme nach einer Nacht Kellerhaft verfüttert. Und große Schwärme waren die beiden auch. Ich gab in Zweitagesrhytmus ca 5, 6 Liter in das Futtergeschirr. So bauten sie mir innerhalb einer Woche 10 Zadant Mittelwände komplett aus aus und ein wenig Futter hatten sie eingelagert.

    Aber wie gesagt, das waren Schwärme. Ob das mit „Normal“ Völkern bei TBE vergleichbar ist, weiß ich nicht.

    Ich wollte nur darauf hinweisen, dass verdünntes Sirup nicht soooo schnell gammelt, wie vielleicht befürchtet.

    BTW den Restsirup soll man einfach im Kanister lassen. Die hohe Zuckerkonzentration verhindert Schimmelbildung.


    Gruß,


    Tom

  • Was möchte man mit verdünntem Sirup erreichen?

    Verdünnter Sirup regt die Bautätigkeit und die Entwicklung der Völker insgesamt an. Die Bienen trocknen nur eingelagerten Nektar, nicht den, den sie verbrauchen.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Meine Völker haben bei TBE bisher ausnahmslos + immer so gebaut:

    a) auch ohne MW in LeerRä. so wie ich es wollte (kein Wirrbau), allenfalls am Rand gemischt Dr-/Arbeiterinnenbau

    b) in einer Intensität (Tracht vorausgesetzt, dann ohne Füttern), die der von Schwärmen in nichts nachstand

    c) bei Trachtabbruch bzw. nach dem letzten Schleudern fütterte ich im Zweifel zu: fertigen Futtersirup (3:2) -> Auch dabei voller Baueifer, obwohl das Futter NICHT verdünnt angeboten wurde. Das Wasser zum Verdünnen - so es überhaupt gebraucht wird, holen die Bienen sich selber in exakt passender Dosis. Da gammelt dann garantiert auch nix.

  • Moin,

    ich habe noch mal zwei Detailfragen:

    • TBE um den 22.07. herum - ist das schon zu spät? (bin vorher im Urlaub)
    • Oder dann doch besser Ende Juni (also vorm Urlaub)?
    • Kann ich ein Volk in eine komplett neue Beute abschlagen (ich möchte ein paar Völker dabei auf Dadant umstellen)? Hintergrund: Für das Volk ist dann ja alles neu: Boden, Zarge, Rähmchen, MW. Es gibt ja keinen vertrauten Stockgeruch mehr. In einem Podcast von bienenpodcast.at wurde genau davor gewarnt: Zumindest der Boden solle bleiben. Das würde allerdings meine ursprüngliche Planung etwas verkomplizieren.

    Vielen Dank und viele Grüße,

    Ralf

  • Hallo Ralf,

    dieser und auch noch andere Threads im Forum zeigen ja unterschiedliche Methoden der TBE auf.


    Ich habe in diesem Sommer die TBE gemacht. Die Bienen bei der Honigentnahme in neue Beuten abgekehrt und am nächsten Tag die neuen Mittelwände/Anfangsstreifen mit den Rähmchen zugegeben.


    Die alten, bebrüteten Waben habe ich zu Brutscheunen gebildet und die Bienen aus dem Honigraum drauf gefegt. Das hat wunderbar geklappt!!! Erfordert aber auch viel Beutenmaterial. ;)


    Die Völker in den neuen Beuten/Rähmchen/Mittelwände haben nach ca. 1 Woche mit dem Ausbau der MW aber so richtig zugelegt und die Rähmchen vollkommen ausgebaut. Die Königin hat gleich mit dem Stiften der ersten fertigen Zellen angefangen und nach ca. 4 Wochen war die Beute komplett ausgebaut.

    Die noch brut freie Zeit habe ich genutzt um eine Varroabehandlung an den Bienen zu praktizieren.

    Die Brutscheunen haben sich neue Königinnen gezogen. Nach auslaufen dieser Brut, nach 21 Tagen habe ich auch diese alten Waben entnommen und eingeschmolzen, wie auch eine Varroabehandlung durchgeführt.


    Wenn das Equipment (Beutenmaterial) dafür vorhanden ist, würde ich diese Art immer wieder machen, wenn es erforderlich ist.

    Aber es gibt ja verschiedene Methoden der TBE.

    Grüße aus Cuxhaven
    Bernhard

  • Wenn Du von DN her umziehst, häng doch 'ne DN- Wabe mit offener Brut als Bann- u. Fangwabe in die Mitte. Irgendwie. Kabelbinder, was auch immer. Nach ein paar Tagen raus, behandeln, fertig.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Den Zeitpunkt sollte man anhängig machen von u.a. Varroabelastung und voraussichtlichen Trachtende (wetterabhängig). Meine Erfahrung bei Dadant ca. 270 müNN: Bei TBE etwa 1.7. oft noch 6 bis 8 Waben Brut; 1 Brutableger pro Volk hat mit nachgezogen Kö Chance der Entwicklung zum Wirtschaftsvolk. Bei TBE um den 1.8. wird es knapp, besser Brut von 2 Völkern für 1 Brutableger. Man kann natürlich auch Kunstschwärme machen oder Brut vernichten. Wabenausbau, Futtereinlagerung und Wiedererstarken des Volks früh wohl sicherer.

    Karl

    Etwa 14 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • Wenn Du von DN her umziehst, häng doch 'ne DN- Wabe mit offener Brut als Bann- u. Fangwabe in die Mitte. Irgendwie. Kabelbinder, was auch immer. Nach ein paar Tagen raus, behandeln, fertig.

    Hab ich auch so gemacht. Ging sehr gut ( Kabelbinder) bei DN auf Zander

    Nagelneue Beuten ( von Zander auf Zander 1.5) haben keine Probleme verursacht, es sei denn , der CBPV bei dem einen Volk hatte etwas damit zu tun.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....