Standanmeldung Kostenbescheid für "Amtshandlung des Veterinäramtes", 20 Euro

  • Hi,


    einen privaten kleinen Bienenstand anmelden kostet bei uns 20,- an das Vet.-Amt.

    Ok, klar, das ist Aufwand und das kostet was und 20,- sind auch nicht die Welt.

    Aber könnte ein Landkreis hier nicht andere Zeichen setzen?


    Kennt ihr Kommunen bzw. Landkreise, die eine Standanmeldung nicht einfach freudig entgegennehmen? Wie verkraften die sowas?


    Eine Landwirtschaft die (nicht nur) "unsere" Blumenwiesen kaputt macht, wird an allen Ecken und Enden gefördert. ...


    Juli

  • Ich habe hier, in Baden-Württemberg, noch keinen Heller für das Anmeldeneines Bienenstandes bezahlt. Auch die mir bekannten Neuimker haben keine Groschen bezahlt, wenn sie Ihre Erstanmeldung getätigt haben.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hier im LOS (Landkreis Oder Spree in Brandenburg) ist die Anmeldung auch kostenlos.


    Wenn man in einem Verein ist, dann erübrigt sich die Anmeldung - das geht bei uns über den Verein.


    Grüße Ralf

  • Hier auch kostenlos . Allerdings dauert es gerne mal 6 oder 7 Wochen bis man Antwort bekommt, so dass manche Anfänger dann schon wieder nervös werden, ob sie auch alles richtig gemacht haben.

    Das Vet. Amt ist vermutlich personell nicht grandios ausgestattet. Und ja, insbesondere im Landkreis

    Germersheim und Südliche Weinstrasse tut sich in Richtung Bienenschutz was. Zu verdanken haben

    wir das der langjährigen, engagierten Arbeit unserer Imker Vereine auf allen ( auch Verwaltungs- ) Ebenen. Da fliessen vielleicht schon Fördergelder ?

  • In Berlin muß man selber anmelden, kostet aber nix.

    Bist du sicher? Vor ein paar Jahren fingen nämlich mehrere Veterinäramter in Berlin an, Gebühren für die Anmeldung eines Bienenstandes zu nehmen. Auf meine Nachfrage hin wurde auf die neue Gebührenordnung des Landes Berlin verwiesen, wonach für die Anmeldung von anmeldepflichtigen Tierhaltungen zwischen 10 und 150 Euro Gebühren genommen werden. Zumindest eine Amtsveterinärin war selber unglücklich darüber, denn zum einen würde das möglicherweise die Zahl der unangemeldeten Stände erhöhen, und zum anderen würde das Eintreiben, verbuchen etc. der Gebühren mehr Kosten verursachen, als sie einbringen.


    Also mal wieder eine durch und durch hirnlose bürokratische Maßnahme, die allen Seiten nichts als Ärger bringt. Ausdrücklich nicht von den Veterinärämtern ausgehend.


    ...angeblich aber auch nicht von der Landesverwaltung. Zumindest wurde behauptet, dass die keine Wahl gehabt hätten bei ihrer Gebührenordnung. Sie hätten eine EU-Richtlinie umsetzen müssen, wonach solche Verwaltungsakte mit Gebühren belegt werden müssten. Ob das stimmt weiß ich nicht...


    Und ich weiß auch nicht, ob diese Gebühren noch immer erhoben werden, oder ob die Vernunft wieder ein kleines bisschen an Boden gewonnen hat. Es ist ca. vier-sechs Jahre her, dass ich in mehreren Bezirken zahlen musste.

  • Bei uns übernimmt das Anmelden beim Veterinäramt und Tierseuchenkasse der Verein - das kostet nix.

    Auch wer nicht im Verein ist, muss nichts zahlen bei der Anmeldung.

    Ich fände es schön, wenn das Gesundheitszeugnis auch nichts kosten würde, damit keiner mehr die "Kosten" scheuen muss.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo Juli,


    in Dresden und den umgebenden Landkreisen ist die Anmeldung eines Bienenstandes kostenlos. Bei der bei uns herrschenden Seuchenlage, wäre alles andere auch völlig kontraproduktiv.


    Davon abgesehen, handelt es sich ja um eine Amtshandlung für die man theoretisch auch eine Gebühr verlangen könnte. Da die z.B. 20 € durch den internen Verwaltungsaufwand fürs Buchen ohnehin aufgefressen werden, zu wenig Personal da ist und die Ämter an hohen Meldezahlen interessiert sind, schenken sich die meisten Kommunen und Landkreise die Gebührenerhebung.

  • Danke für die ganzen Beispiele & Hinweise.

    Ich habe hier in Niedersachen mal Widerspruch eingelegt - oder eine begründete Kritik. Mal sehen, was das Vet.-Amt ausrichten kann. Zum örtl. Imkerverein habe ich keinen Kontakt - die ja aber scheinbar auch nichts bewirkt haben - oder konnten.

    Auch bundespolitisch ist Bienenhaltung ja erwünscht - und irgenwo bestehen wohl auch Fördertöpfe? Vielleicht pennen die Ämter hier "nur" ein büschen vor sich hin.

    Juli