Wann lerne ich es endlich. Imkern will einfach nicht gelingen.

  • Auch TBE, aber nach Ralph Büchler, wie es in Kirchhain wohl gemacht wird:

    http://www.bzv-rheinbach.de/Br…plette_rb_07-2009--1-.pdf


    Die propagierten Vorteile, neben Senkung der Varroalast:

    * Vollständige Bauerneuerung,

    * funktioniert temperaturunabhängig,

    * weniger Viruserkrankungen,

    * viele, viele Reservevölker, um ggf. Winterverluste auszugleichen.


    Mögliche Nachteile:

    * Arbeitsintensiv,

    * 2. Standort notwendig,

    * Materialschlacht.


    Hier noch ein sehr ähnlicher Ansatz, allerdings m.E. (noch) arbeitsintensiver:

    http://www.imkerverein-heidelb…lliferaaufdieLeistung.pdf


    Das ist die Doktorarbeit von Jens Radtke.

    Man muss nicht alles lesen, aber gerade zu Beginn wird sehr, sehr detailiert auf alles rund um die Varroamilbe eingegangen, und es ist m.E. Pflichtlektüre für Neuimker, die das Thema "Varroa" ernst nehmen.

    Auch werden quasi nebenbei andere Untersuchungen referenziert, die Details zur AS Behandlung beinhalten, die gerne übersehen werden (bspw. die Minderung der AS-Wirkung bei zu großem Verdunstungsraum durch Aufsetzen einer Leerzarge).

  • ...Um Risiken zu minimieren, Gebrauchsanweisung und Arbeitsschutz beachten.

    Oder den Kopf in eine andere Richtung anstrengen PDF in #1 genau durchdenken, auch und besonders die Vorbemerkung):TBE mit weiselrichtigem Brutsammler

    Ich präferiere auch die TBE als erste Maßnahme. Wenn diese alleine aber nach Windelkontrolle im August nicht ausreichend ist oder aus irgend einem Grund bei einem Volk nicht durchgeführt wurde, kommt bei mir Aß zum Einsatz.

    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für Weiterbildung in Sachen Varroabehandlung ohne Chemie. Von TBE habe ich ehrlich gesagt zum ersten Mal gehört. Die PDF Anleitung von Ralf habe ich jetzt auf Anhieb nicht richtig kapiert muss ich gestehen. Da ich im Moment ja auch nur ein Volk habe kommt das wohl erstmal nicht in Frage. Zumal ich ja auch gar nicht weiß, ob der Befall im Moment kritisch ist. Wir hatten hier die ganze Woche um die 30 Grad. Da wollte ich die Windel nicht einschieben. Morgen gehe ich nur dran, um den Drohnenrahmen zu schneiden. Gestern mit dem Rad auf dem Weg zur Arbeit roch es schon verdächtig nach Lindenblüte. Über unseren Ort ist diese Woche eine Windhose gefegt. Unsere Terasse total verwüstet. Die Beute hat es aber unbeschädigt überstanden. Das Flugbrett ist dabei allerdings etwas abgeknickt. (Ist nur so ein dünnes Brett) Und nun hobeln die Bienen seit zwei Tagen wie verrückt als wollten sie den entstandenen Spalt von 1,5 cm zukitten. Ich könnte damit erst überhaupt nichts anfangen und dachte erst die Kö wäre vielleicht doch tot. Aber die Klopfprobe und Internetrecherche hat mit dann auf Hobeln gebracht. Werde nachher das Flugbrett mal wieder korrekt anbringen und schauen, ob es dann aufhört.


    Bienenstellplatz habe ich auch tatsächlich schon in Arbeit. Hier in der Nähe gibt es eine sehr große Fläche von der Stadt. Dort gibt es auch gerade ein neues Beweidungsprojekt mit alten Nutztierrassen. Ich bin schon vor Ort gewesen und habe eine passende Stelle gefunden. Einzelheiten muss ich dann noch mit dem Mitarbeiter der Stadt klären. Jetzt nicht gerade ein romantisches Idyll, wie ich es mir vorgestellt hatte 😏, aber nur gut 2km von hier und auch mit dem Auto gut zu erreichen.


    Ich wiederhole mich: Danke nochmals an Alle. 🙂

    - Krise ist ein produktiver Zustand.

  • Das hört sich ja doch schon ganz positiv an!

    Wenn Du innerhalb des Flugradius verstellst, denk daran, am neuen Standort das Flugloch sehr auffällig zu verändern. Dann merken die Bienen sofort, dass was anders ist und prägen sich den Standort neu ein, ohne dass allzuviele an die alte Stelle zurückfliegen.

    Weiterhin good luck!

  • Hallo zusammen,



    ja, es entwickelt sich wirklich ganz gut. Vor zwei Wochen habe ich den Drohnenrahmen rausgeholt und einen neuen reingehängt, der heute auch schon gut ausgebaut war. Letzte Woche waren die Damen schon soweit recht nett und heute habe ich sie kaum wieder erkannt. Total ruhig und nur vereinzelt ist mal eine aufgeflogen und wollte mich verjagen. (Da bin ich ja mittlerweile abgehärtet ;) Ich habe auch tatsächlich schin viele Buckis gesehen. Der Wechsel ist also im vollem Gange und die zughängte Königin scheint somit noch zu leben. Gesehen habe ich sie ja seit dem noch nicht. Eine komplettte Durchsicht habe ich für nächste Woche geplant und benötige da noch ein paar Tipps.


    Was tun mit dem zweiten Brutraum, den ich selbst kaum noch anheben kann?

    Der eigentliche Honigraum wurde bisher nur mäßig angenommen und die Lindenblüte ist ja gerade im vollen Gange.

    Ich habe aus vesehen nach oben erweitert, das erzählte ich ja bereits, das ich eigentlich gar keinen zweiten Brutraum wollte, dann aber doch spontan aufgesetzt habe. Dummerweise im Eifer des Gefechts nach oben erweitert. Grr. Schätze deshalb habe ich jetzt den Salat.


    Meine Idee:

    Nächste Woche, wenn das Wetter passt den zweiten Brutraum mit Bienenflucht nach oben und den Honigraum mit Absperrgitter über den ersten Brutraum.


    Es bestünde dann natürlich die Gefahr, dass die Königin im zweiten Brutraum ist. Was ich aber irgendwie nicht glaube, da dieser gefühlt 50 Kilo wiegt.


    Könnte dann nach zwei Tagen oder so in Ruhe mal den zweiten Brutraum / Honigraum durchschauen und entscheiden was ich damit anstelle.


    Gut wäre natürlich, wenn die Bienen sich schon unten eingerichet hätten, da die den zweiten Brutraum ja nie richtig angenommen haben. Im besten Fall wäre dann im zweiten Brutraum kaum Brut und ich könnte diese Waben dann für die Ablegerbildung nutzen. Ich hatte geplant im Spätsommer mindestens einen Ableger zu bilden und die Königin dafür zu kaufen. Würde gern schon an meinem neuen Stand 3 Ableger stellen, weiß aber nicht, ob ich das finanziell gewuppt bekomme, da ich alle Beuten noch kaufen müsste. In diesem Zuge würde ich den Ableger in DN 1,5 bilden und mein jetztiges Volk nur einen Brutraum DN lassen und auch so überwintern.


    Was das mit der Bienenflucht Sinn?

    Und wie Sinnvoll ist die Erweiterung auf 3-5 Völker erst im nächsten Frühjahr?

    Ich habe ja gerade einen ganzen Brutraum voller Futterwaben. Besser als jetzt ginge es ja gar nicht oder?


    Danke nochmal und vorab. VG Ines

    - Krise ist ein produktiver Zustand.

  • Hallo,


    ich habe leider keine Erfahrung mit doppeltem Brutraum.

    Kann Dir aber sagen, dass die Bienenflucht nix nutzen wird, solange auch nur das kleinste bisschen Brut oberhalb der Flucht ist. Das reicht, um die Bienen oben drin zu halten, die bekommst Du dann nicht runter.

    Wenn Dir der 2. Brutraum gewichtsmässig zu schwer ist und Du kannst ihn alleine nicht abheben, spricht nichts dagegen, eine Leerzarge daneben in angenehmer Arbeitshöhe abzustellen und dann Wabe für Wabe umzuhängen, samt aufsitzenden Bienen.

    Aber höchste Vorsicht!!!

    Sollte hier die Kö sein, was gerne der Fall ist, denn viele Kös sind lieber oben als unten, ist natürlich die Gefahr gegeben, dass die unbemerkt von der Wabe fällt.

    Kannst auch so vorgehen, dass Du die Waben des 2. Brutraum über einem Absperrgitter, der auf den ersten BR gelegt wird (unbedingt Leerzarge als Rahmen drüber!!!) abschüttelst.

    Das nur als Anregung zur Arbeitshilfe.

    Was Deine Pläne fürs nächste Jahr angeht, es ist schön und richtig, Reserven zu bilden. Bedenke aber, wieviel mehr an Arbeit bzw besser: Fürsorge Du dann auch leisten musst. Eine Steigerung von null auf 100, mh, grübel...

    Massvoll an die Dinge herangehen ist auch ein Weg. Ein oder zwei Ableger, darüber lässt sich ja reden. Aber jetzt noch und alles aus einem Volk rekrutieren? Ich hätte da Bedenken.

    Gruss

    LP

  • 2. BR auf den umgedrehten Deckel stellen. Wabe für Wabe in den ersten abschütteln oder abfegen. Absperrgitter und den ehemaligen 2.BR drauf. Später BF und nur unbebrütete HW schleudern. BF geht nur, wenn oben keine Brut mehr ist! Dann auch kunstschwarm mit neuer Königin. Mehr würde ich jetzt nicht mehr anstellen... das nächste Jahr kommt...


    Sind die nicht bei der Führung in massiver Schwarmstimmung? Dann hast du eventuell eine SZ für einen Ableger...

  • Hallo,


    das mit dem Einfüttern habe ich auch schon gedacht. Würde aber lieber mit nur einem Brutraum Überwintern und weiß nicht genau, wie ich das am besten anstelle.


    Schwarmstimmung null. Kunstschwarm fände ich auch am besten. Weiß aber nicht, ob die Bienen dafür in Schwarmstimmung sein müssen oder ich einfach eine Königin dazusetzten kann?


    Du hast recht LP, jetzt aus einem Volk alles rauszuholen wird der Sache nicht gerecht. Das mit der Mehrarbeit/Fürsorge ist mir bewusst. Verspreche mir davon aber auch mehr Erfahrung und vergleichsmöglichkeiten. Habe hier eine Liegenschaft der Stadt reserviert. Der Mitarbeiter der Stadt meint es wäre egal ob ich dort in diesem Jahr noch was aufstelle oder erst im nächsten. Stress habe ich deshalb also nicht. Ich dachte nur es würde sich gerade vielleicht anbieten. Danke für die Ideen. ☺️


    Schleudern würde ich schon noch gern ein paar Gläser. Ist aber kein Muss.


    Prima, danke nochmal ganz herzlich für die vielen Ratschläge, Ideen und Denkanstöße. Das ist für mich wirklich sehr wertvoll. Danke. 👍🏻

    - Krise ist ein produktiver Zustand.

  • Die müssen für KS nicht in Schwarmstimmung sein. Hängen bei BF drunter, dann entnehmen und neue Königin dazu. Nur unbebrütetes schleudern. Den Rest bekommen sie zurück. Dürfte viel sein, daher Ursprungsvolk dann schon gut eingefüttert... geh doch mit zwei Räumen durch den Winter, im Frühling dann auf einen verengen. Plus ks sind doch zwei schöne Völker..

  • Hallo,


    gute Idee, danke. Ich werde es wohl mit dem Kunstschwarm machen. Müsste mich da dann noch einlesen, da ich das noch nicht gemacht habe. Habe nur bedenken wegen der varroabehandlung. Ist es nicht hinderlich, wenn da so ein fetter „honigraum“ zwischenhängt?


    VG

    - Krise ist ein produktiver Zustand.

  • Überwintern besser auf 2 Räumen! Da ist die Einfütterung deutlich einfacher.

    Im frühJahr sind die dann nach oben gezogen, und du kannst sie auf 1 Zarge führen. Hab ich dieses Jahr erstmalig gemacht. Hat sehr gut geklappt.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Hallo zusammen,


    ja, nachdem ich im April ja diesen extremen Stecher hatte und zu einer ungünstigen Zeit umgeweiselt hatte hat doch alles ganz gut geklappt und die Bienen mittlerweile richitg friedlich.


    Meine Angst ist wieder fast verschwunden und ich kann mittlerweile wieder normal mit handschuheund Schleier imkern ohne direkt attakiert zu werden. Zum Schluss hatte ich sogar einmal 5 Stiche durch die Jeans mehrer durch Jacke/ Pullover und und und. Das war wirklich fies.


    Da durch das Drohnenschneiden auch im August nur im Schnitt 7 Milben pro Tag gefallen sind und auch im September nur 5 pro Tag habe ich nur einmal behandelt mit dem Nassenheider Prof. Varroen sind "alle" gefallen und die Temperatur/Verdunstungsmenfe war perfekt. Gefüttert habe ich gar nicht, da der zweite Brutraum ja verhonigt wurde und ich heute ein Gewicht gemessen habe von 44 Kg.


    Ich habe mir keine weiteren Völker zugelegt und mich endschieden im nächsten Jahr auf Dadant umzusteigen und mir 2-3 Künstschwärme zu kaufen und dies eine auf einem Brutraum DN weiterführen werde.


    Einen Stellplatz für das nächste Jahr habe ich schon.


    Ich dachte mir ich gebe hier noch abschließend ein kurzes Feedback.


    Danke nochmals an alle, die mir mit vielen wertvollen Ratschlägen weitergeholfen haben.


    Ende gut - alles gut. 😜


    Herzliche Grüße

    Ines.

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