Wann lerne ich es endlich. Imkern will einfach nicht gelingen.

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    Erinnert mich mein erstes Jahr.:)


    Das Format der Zargen ist egal. Nutze was Du hast und stelle erst um, wenn Du genau weißt, was Du willst und warum.

    Weg mit den Handschuhen. Da sind mit ziemlicher Sicherheit aus vorherigen Angriffen Alarmduftstoffe gespeichert, die sofort die Bienen in den Angriffsmodus versetzen. Nutze Latexhandschuhe. Damit arbeitest Du auch vorsichtiger und ärgerst die Bienen weniger.

    Eingriffe in das Volk kurz halten. Wenn bei Dir jemand eine Ewigkeit im Wohnzimmer rumwühlt wirst Du auch sauer.

    Langsame Bewegungen. Bienen können schnelle Bewegungen sehr gut und scharf sehen. Für sie sind schnelle Bewegungen eine Bedrohung.

    Nie ohne Rauch an die Völker. Später kannst Du dann Alternativen probieren wie Nelkenöl, Wasser...

    Lass den Völkern Zeit sich nach der Rauchgabe den Bauch zu füllen. Ein voller Bauch macht friedlich.


    Viel Erfolg mit Deinen Bienen!

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.

  • Von den verbauten Waben kann ich auch ein Lied singen. Hoffmannrähmchen locker eingehängt und nicht richtig ran gedrückt und schon haben die Damen die schönsten Dickwaben ausgezogen. Und das bei Naturbau - jede Durchsichtig ein Vergnügen, zumal meine Bienen auch alles verkitten 8oAber aus Fehlern lernt man. Ich arbeite mit Rauch und Schleier und von Anfang an ganz ohne Handschuhe. Ab und an mal ein Stich in die Finger wenn eine Biene gequetscht wurde, kann ich aushalten. Und der Körper soll sich ja an das Gift gewöhnen (außerdem gut gegen Rheuma )Ich würde das Volk jetzt erstmal in Ruhe lassen, wenn die neue Königin in Eilage ist. Warum entnimmst du denn die Pollenwaben? Das habe ich noch nie gemacht. Die Varroabehandlung im Sommer mit dem Nassenheider Verdunster hat sehr gut funktioniert. Ich imkere auch im dritten Jahr.

    LG

    Karin

    Willst du Gottes Wunder sehen, musst du zu den Bienen gehen.

  • Hallo nochmal und Danke für die weiteren Ratschläge.


    Ich muss jetzt nochmal wegen den Handschuhen fragen. Meint ihr die Einwegdinger aus dem Drogeriemarkt? Mit denen hatte ich immer das Problem, dass die durch den Wachs und Propolis Mega klebrig wurden und dann beim arbeiten kaputt gerissen sind. Also diese Handschuhe und dann dünne Baumwollteile drüber? Die hätte ich. Gute Idee.


    Natürlich lasse ich das Pollenbrett drin. Aber wenn Zuviel eingelagert wird entferne ich rigoros die Wabe. Egal ob auch Brut drin ist. Meistens sind diese am Rand vom Brutnest und da ich mich über Völkerstärke nie beschweren musste hänge ich lieber eine neue Mittelwand ein anstatt altes Brot drin hängen zu lassen. Ich habe mittlerweile halt das Gefühl, dass die mit zwei Bruträumen zuviel Platz und Möglichkeiten haben und ich nur daran arbeite das Volk einzudämmen anstatt es wirklich zu unterstützen. Deshalb werde ich jetzt umsteigen auf einen Brutraum.


    Ich habe leider im Moment „noch“ die 10 Liebig kompakt. Wenn man die maximale Legeleistung pro Tag mit Zellen und Entwicklungszeitraum errechnet kommt man bei DN auf 11 Rähmchen. Bei DN 1,5 hätte man dann noch Platz zum schieden bzw hat man ja auch gut Platz zum füttern. So male ich es mir jedenfalls aus.


    Hätte ich es dieses Jahr schon so durchgezogen hätte ich bestimmt schon den zweiten Honigraum DN drauf. Stattdessen im oberen Brutraum der Honig. Im unteren alles verkittet. Ich wollte es erst so machen, habe dann aber in letzter Sekunde einen Rückzieher gemacht. Ärgerlich.


    Danke nochmals an Alle + LG

    - Krise ist ein produktiver Zustand.

  • Nee, die weissen Baumwollhandschuhe unter die blauen, dünnen Nitril. Glaub mir, mit denen hast du viel mehr Fingerspitzengefühl. Und na klar verkleben die, dafür kann man sie auch schnell wechseln. Bei mir reissen die erst nach der 3. oder 4. Benutzung und meine Bienen kitten auch ordentlich.


    Grüsse, Robert

  • Nee, die weissen Baumwollhandschuhe unter die blauen, dünnen Nitril. Glaub mir, mit denen hast du viel mehr Fingerspitzengefühl. Und na klar verkleben die, dafür kann man sie auch schnell wechseln. Bei mir reissen die erst nach der 3. oder 4. Benutzung und meine Bienen kitten auch ordentlich.


    Grüsse, Robert

    Gehen da dann Stiche durch, wenn man diese Handschuhe übereinander trägt?

  • Wenn man ein Volk entweiselt, auseinanderreißt und zu Ablegern verarbeitet, oder sonstwas mit denen veranstaltet, dann leiden die Bienen sehr.


    Und was machen die dann? Die schütteln sich, und dann machen die weiter. Reparieren die kaputten Waben, holen Pollen usw., ...


    Ich finde das ziemlich beachtlich. Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen, also wie man grad drauf ist usw., das interessiert eigentlich keinen.


    ;)


    Ich würde die auch umweiseln und wenn es nötig wäre auch 2 oder 3x. Der Rest ist Kosmetik, ob und welche Handschuhe etc. Gestochen wird man als Imker immer mal wieder, das gehört dazu. Die Phasen wo man denkt man sei zu blöd auch. Und dann schleppen sie wieder Pollen und sind zuckersüß. Wird schon! Kopf hoch und weitermachen.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Bee-Nes!


    Ich bin ebenfalls Anfänger und habe schon eine Menge Literatur durch. Am nachvollziehbarsten finde ich das Buch von Reiner Schwarz: Imkern mit Dadant. http://www.pedigreeapis.org/bi…schwarz/RS10Dadant-A5.pdf.

    Von ihm gibt es auch die etwas aktuellere Ausgabe:

    Imkern mit Dadant und Mini Plus. https://bienenzuchtbedarf-gell…r-schwarz-106-seiten.html

    Sehr lehrreich fand ich auch Bruder Adam, Meine Betriebsweise. Gut ist auch das Buch von Gerdes.

    Wenn du mit DN 1,5 arbeitest, kannst du wie auf Dadant arbeiten. Ich habe mittlerweile 6 Völker auf Dadant US und sammle jede Menge Erfahrungen. Vor allem habe ich den Tierchen trotz aller Theoriekenntnisse zu viel Raum gegeben. Man meint immer, wenn man in den vollen Stock schaut, meine Güte, die brauchen mehr Platz. Dabei kuscheln sie sich nur zusammen, damit sie es schön warm haben. Mein erstes Volk habe ich mühsam von Zander auf Dadant gesetzt. Außerdem stand es am Anfang einige Tage in einer Wiese an einem recht zugigen Platz, das hat sie aggressiv gemacht. Und natürlich mein Anfängergehabe - aufgeregt und unsicher.

    Mein Imkerpate, den ich zu Rate gezogen habe, meint, dass auch Völker, die viele Varroen haben, aggressiv werden. Wenn du Varroabefall hast, würde ich eine Behandlung erwägen - Honig hin oder her.

    Ich habe jetzt ein Buckfastvolk und fünf Carnicavölker, die ich im Herbst alle auf Buckfast umweisele. Beim Buckfastvolk habe ich weder Schleier noch Handschuhe und brauche kaum Rauch. Die Carnica sind viel unruhiger und stechen auch schon mal. Außerdem probieren zwei von ihnen dauernd das Schwärmen.

    Standbegattung kommt nicht in Frage, da weißt du doch nicht, welche Hallodris deine wertvolle Königin begatten. Ich habe eine erstklassige Buckfastkönigin und möchte von der nachziehen. Wenn alles klappt, wird übermorgen umgelarvt und ich gehe mit ein paar netten Königinnen auf die Belegstelle.


    Viel Erfolg und nicht verzagen!


    Der Dumme macht immer die gleichen Fehler, der Kluge jedesmal einen anderen.

  • Sicher haben wir alle mal angefangen und wissen auch nicht alles.

    Aber bei manchen Tipps sträuben sich mir die Nackenhaare!!!!

    Wenn du Varroabefall hast, würde ich eine Behandlung erwägen - Honig hin oder her.

    Man man, das geht gar nicht. Wenn Du behandelst, kannst Du keinen Honig mehr ernten.

    Und vor allem, was für eine Behandlung, welches Konzept etc.


    Wenn Du Ableger oder Kunstschwärme bildest, geht eine Behandlung in brutfreien Zustand, da ernstest Du ja auch keinen Honig mehr.

    Bei einem Wirtschaftsvolk nicht. Da kann jetzt mit Drohenrahmenschneiden gearbeitet werden oder meinetwegen auch mit Bannwabenverfahren, aber mehr nicht.

    Bitte das ernst nehmen, danke Dir!

  • Hallo Robert,


    hab es jetzt geschnallt. Du meinst diese Medizinischen und nicht die Billigdinger. Ich werde das mal probieren. Ich habe auf die letzten Stiche immer sehr heftig reagiert. Mein Hausarzt hat dann mal Blut eingeschickt und im Labor wurde dann festgestellt das ein Wert erhöht war der auf eine Allergie hinweist. Die vom Labor schicken das dann weiter an eine andere Stelle, wo das Blut dann direkt mit Bienengift konfrontiert wurde. Das Ergebnis: Keine Bienengiftallergie. Obwohl ich immer heftig reagiere. Wurde wohl noch nicht oft genug gestochen?! Mein Doc hat mit noch Ceritrizin empfohlen. Das nehme ich nun immer direkt nach einem Stich. Damit wird die Hand zwar trotzdem immer ziemlich dick, aber es schmerz nicht mehr so extrem. Hatte das vor kurzem so schlimm, das ich mir kaum selber die Hose zumachen konnte, weil jede Berührung höllisch weh tat und die ganze Hand so dick war wie ein Ballon. Da möchte man natürlich nicht mehr so gerne gestochen werden.

    Danke für den Tipp, probiere ich auf jeden Fall aus.


    Hallo Ralf,


    danke für die aufmunternden Worte. Versuche das nächste mal mit positiven Vibrations dran zu gehen.


    Hallo Reischbeira,


    danke für die Buchtipps. Hören sich vielversprechend an. Varroafall habe ich noch nicht überprüft. Habe aber schon ein paar Mal Brut geschröpft und Drohnenrahmen geschnitten.


    Könnte sonst je nachdem wie ich jetzt weiter vorgehe noch Michsäure sprühen. Im jetztigen Zustand macht das aber wenig Sinn glaube ich. Im August und September mache ich auf jeden Fall zwei Behandlungen mit AS. Hatte ja im BJ gelesen, das 80% bessere Egebnisse erziehlt hat. Ich dachte immer es wäre nur 60% erlaubt. Ich habe da auch bessere Ergebnisse mit der von BioVet. Hatte noch eine andere Marke, da hat das mit der Verdunstung überhaupt nicht funktioniert. Ist natürlich jetzt ziemlich subjektiv.


    Ich werde weiter berichten, ob Madame noch lebt. 👸🏻


    Danke nochmals + LG

    Ines




    - Krise ist ein produktiver Zustand.

  • Bezgl. Bienenstiche und weniger Schmerzen: Es gibt "Stifte", die per Knopfdruck auf einen Punkt eine Temperatur von etwa 60 Grad erzeugen.

    Dieser Stift direkt nach dem Stich angewendet zerstört - so die Theorie - durch die Hitze das Eiweiß im Bienengift und mindert dadurch deutlich die Sympthome.


    Meine eigenen Erfahrungen damit sind gut.


    Bezgl. AS: Bitte spätestens in der ersten Julihälfte mit der ersten Behandlung beginnen.

  • Bezgl. Bienenstiche und weniger Schmerzen: Es gibt "Stifte", die per Knopfdruck auf einen Punkt eine Temperatur von etwa 60 Grad erzeugen.

    Dieser Stift direkt nach dem Stich angewendet zerstört - so die Theorie - durch die Hitze das Eiweiß im Bienengift und mindert dadurch deutlich die Sympthome.


    Meine eigenen Erfahrungen damit sind gut.

    siehe hier.

    Ich brauche es aber jetzt nicht mehr:):)

  • Mein Kenntnisstand zum Thema AS:

    85% ist wohl derzeit in den meisten Bundesländern nicht erlaubt. Wie das in Deinem Freistaat ist, weiß ich nicht.

    Der Liebig-Dispenser wurde meines Wissens auf AS 85% ausgelegt und dürfte mit 60%iger AS nur bei optimalem warmen Wetter gut funktionieren. Tipps wie "zusätzlich Grablicht in Beute" sind für mich fragwürdige Krücken.

    Selbst verwende ich Nassenheider Professional, der nicht ganz so temperaturempfindlich ist. Generell können bei AS Fehler passieren / Brut oder Königin geschädigt werden. Um Risiken zu minimieren, Gebrauchsanweisung und Arbeitsschutz beachten.

    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • Zur TBE und ihren rein "mechanischen" Aspekten stehen im aktuellen DBJ einige interessante Dinge, die beim Thema TBE oft gar nicht, oder wenn überhaupt, dann nur eher beiläufig erwähnt werden.

    Ich hänge hier auch noch ein PDF an, TBE (ohne Fangwabe) nach Guido Eich.


    Gruß Andreas