Wann lerne ich es endlich. Imkern will einfach nicht gelingen.

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    Hallo zusammen,


    bin neu hier. Inés , 37 Jahre, imkere im dritten Bienenjahr im Südkreis Osnabrück. Zur Zeit besitze ich ein Volk KÖ Carnica, standbegatter Ableger einer inselbegatteten. DNM 10 Liebig Kompaktbeute.


    Ich hatte im letzeten Jahr noch zwei Völker mit standbegatteten Buckfast KÖ, ursprünglich F1 Zucht. Diese sind mir leider beide eingegangen. Schätze Varroaschaden. Ein Volk auch eventuell KÖ schon nach AS Behandlung verloren. Futter war kaum angerührt.


    Im letzen Herbst sind wir aufs Land gezogen. Vorher haben wir direkt in Osnabrück mitten in der Stadt an einem historischen Friedhof gewohnt. Geimkert habe ich ohne Schleier und Co. Nur mit Rauch und wurde kaum gestochen. Und wenn, dann war ich selber schuld.

    Diese Völker waren immer sehr schwarmlustig und stark. Musste ständig schröpfen und habe gefühlt immer bei jedem Eingriff falsch gehandelt. Trotzdem waren die Bienen immer nett zu mir. Egal zu welcher Zeit bei welcher Wetterlage oder ob verschwitzt daran gearbeitrt hatte. Im Grunde war ich ganz happy, habe aber das Gefühl, dass ich ein schlechter Imker bin. Zweiter Brutraum immer schwerer als der Honigraum. Pberall wild Pollen und Nektar eingelagert und diese Schwarmstimmung, die nie enden wollte. Ich habe ja immer geschröpft, Drohnen geschnitten und Pollenbretter gnadenlos entsorgt. Dann hatte ich einen standgegatteten, der nicht so besonders nett war und auch beim Rasenmähen ziemlich unehalten waren. Habe dann den Tipp bekommen, das in der Gegend hauptsächlich Carnica gehalzen werden und die standbegatteten Buckfast Mischungen an Sanftmut einbüßen.


    Soviel zur Vergangenheit: 🤓 Man soll dieser ja bekanntlich nicht die Tür öffnen.


    Ich habe jetzt auf Carnica gesetzt, aus genannten Gründen. Dieses Volk lässt mich aber leider nicht rein in den inneren Zirkel des Vertrauens. Abgeholt habe ich es am 08.04. selber umgehängt Pollenbrett entfernt Drohnenrahmen und Mittelwand zughängt. Das Volk hhat da schon eine Zarge gut gefüllt. Der Verkäufer hatte schon angedeutet, das die KÖ die er letztes Jahr bekommen hatte etwas wilder war. Ich habe mir nicht dabei gedacht und das umhängen mit Handschuehn und Rauch hatte gut geklappt. Wurde dann die woche druaf direkt angriffen und gestochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Angst und mich vielmehr darauf gefruet wieder eine Einheit zu werden, wie ich es von meinen anderen Bienen gewöhnt war. Die Reaktion auf den Stich war mege heftig. Die Bienen sind grundsätzlich sehr laut und wesentlich unruhiger als ich es gewöhnt bin. Bei der nächsten Durchsicht konnte ich diese ungute Gefühl einfach nicht vertreiben, da ich auch bei der Gartenarbeit häufig aggressiv in Drohnenlautstärke angeflogen wurde so richtig mit "boxen" wenn ihr wisst was ich meine. Nun ja, dann wollte ich den Drohnenrahmen abfegen und auch ein Pollenbrett entfernen (davon haben die immer unmengen) und dann war kein halten mehr. Sobalt ich den Feger angesetzt habe wurde ich direkt von 10 Bienen in die Handschuhe gestochen und eine hat mich durch die Jeans gepiekst. Gewarnt haben die schon vorher. Aber mit so einer Reaktion habe ich nicht gerechnet. Seitdem habe ich Angst vor meinen Bienen. ...


    Diese aktion ist wohl auch bei den Bienen hängen geblieben. Nun kommen immer direkt 10 an meine Handschuhe und stechen sofort. Ich habe vor 15 Tagen dann eine Buckfast KÖ mit Begleitbienen und einem dicken Zuckerteigverschluss eingehängt ohne die Brut zu entfernen. Das habe ich einfach nicht geschafft. Es war schon schwer genug die KÖ ausfindig zu machen. Das war die krasseste Aktion Überhaupt. Es nützte ja nix. Die Bienen mega aufgebracht. Ich mitten in tosenden Pulk und die Königin auf der letzmöglichen Rahmen. Einer Futterwabe!!!! Nachdem sich dann nach etwa einer halben Stunde schon ein lautes Summen einstellte habe ich die neue KÖ eingehängt und die tote dazugelegt.


    Eine Woche später habe ich dann tatsächlich Stifte entdeckt und eine Nachschaffungszelle gebrochen. Dieses WE konnte ich gerade so den Drohenrahmen entfernen. Mehr war nicht drin. Immerhin. Diese Drohnen kommen somit nicht in den Umlauf.


    Ich hoffe, das es keine weiteren Nachschaffungszellen gegeben hat. Denke aber, das die neue KÖ sich durchsetzen könnte. Hat es ja bisher auch geschafft. Das Flugverhalten ist schon etwas ruhiger geworden. Reinfassen darf ich aber immernoch nicht.


    Nun zu meinen Beobachtungen/Fragen:


    Meine Stadtbienen hatten wohl nix zu meckern. Waren die deshalb auch "glücklicher"

    Unabhänig von Raps, den ich in der Stadt ja nicht (oder nur im Randgebiet) hatte waren die Bienen auch bei der Kirschblüte so unfreundlich. Kann es trotzdem sein, dass auf dem Land permanent eine Belastung durch Pestizide vorliegt und sind Landbienen somit immer unfreundlicher und ich eine Sissi?

    Was kann ich tun um meine Angst wieder loszuwerden? Ich bin ziemlich frustriert deswegen. Habe meine Angst nicht unter Kontrolle. Ich wäre gerne wieder eine Einheit mit meinen Bienen. Wie stelle ich das an?

    Wie bekomme ich die Bruträume wieder in Form? Durch diese Attaken habe ich leider unsauber gearbeitet und nun sind die Hoffmannrähmchen aus den Fugen geraten und der untere Brutraum völlig verkleistert.

    Ich werde nun auf DNM 1,5 umstellen. Wie stelle ich das am klügsten an? Über einen Ableger und dann mit dem (hoffentlich noch lebenden) neuen Bienenmaterial standbegattet nachschaffen?

    Bin ich ein hoffnungsloser Fall? Warum bekomme ich nicht langsam mal Routine rein?


    Vielen Dank schon mal. Ich hätte gern meine Leichtigkeit zurück.


    LG

    Ines

    - Krise ist ein produktiver Zustand.

  • Hi, Ines,

    also wenn es Dir ein Trost ist: Ich habe ähnlich turbulent in die Imkerei gestartet und so manches Mal bin ich daran verzweifelt, dass es bei allen anderen besser zu gehen schien als bei mir! Die schwärmten wider jeden Buchwissens und später merkte ich dann, dass viele imkernde Kollegen eher die Klappe hielten anstatt ihre Missgeschicke und Unpässlichkeiten zu tauschen.

    Daher finde ich es gut dass Du offen und ehrlich über die Probleme sprichst; darüber verzweifeln musst Du aber nicht: Im Zweifelsfall bleibt die Kiste eben erstmal zu.

    Nun folgt der obligate Rat nach einem "Imkerpaten" aber ich weiss, wie schwer das sein kann, einen solchen zu finden. Manchmal passt auch die Chemie dann einfach nicht. Versuchen solltest Du es aber! Gerade eben um heraus zu finden, ob diese Aufregung von diesem als "normal" betrachtet wird oder eben nicht. Das hilft Dir, Dein eigenes Empfinden einzunorden: Was ist einfach "normal" und was nicht?


    Generell mögen die Bienen keine Lederhandschuhe, die schon von anderen mit Stichen traktiert wurden - weg mit den Dingern. Nimm Einweghandschuhe - viel besser!

    Das Umstellen würde ich mit einer kompletten Brutentnahme machen - einfach auf das neue Maß abstossen. Bei der Gelegenheit könntest Du auch eine neue Königin einweiseln. Ob Carnica oder Bucki ist egal - Hauptsache nett und bewährt. Ich kaufe gerne bei Berufsimkern, die ja mit ihren Bienen auch gut arbeiten können müssen.

    Arbeite so ruhig und langsam wir nur möglich. Stell Dich mit etwas Rauch durch das Flugloch erst vor, dann den Deckel öffnen. Rähmchen liebevoll und langsam schieben...da wird Dir DN 1,5 auch vieles leichter machen, da Du durch den Freiraum hinter dem Schied gut schieben können wirst. Keine Hoffmänner, sondern Polsternägel und ohne Erschütterungen und Bienen-quetschen arbeiten. Günstig ist ein sonniger Vormittag bei Tracht, dann sind die Bienen gut beschäftigt und das Gros im Feld unterwegs.

    Pack Dich ruhig mit Ganzkörperschutz ein, dann kannst Du mental auch ruhiger arbeiten wenn Du gerade so Sorge vor Stichen hast...musst niemanden etwas beweisen.


    Gib den Damen eine Chance - erlebe jedes Jahr, dass so manches zu Jahresbeginn unleidliches Volk im Sommer beste Laune entwickelt. Die ändern sich eben auch!


    M.

  • Wenn die neue Königin sanftmütiger ist, wird das nach und nach immer besser werden. In der zeit solltest du auch immer mehr Vertrauen fassen.


    Wenn du sagst du willst mit dicken Handschuhen arbeiten. Dann mach sie immer Gründlich sauber, zieh die Stachel und wasch sie gut ab. Wenn die nach Stich riechen, haste nichts gewonnen beim nächsten mal.


    Du kannst auch versuchen die Handschuhe mit dem Smoker einzuräuchern. Einfach kurz vor den Smoker halten 2-3 kräftige Stoße drauf, das kann schon helfen. Gehe ruhig ran, arbeite langsam aber zielstrebig. Mit der Zeit werden die Bienen ruhiger (die garstigen Tanten sterben nach und nach) und du wirst auch dein Vertrauen wieder gewinnen.


    Versuch aber mindesten 3 Völker zu halten, sonst ist nen Totalverlust immer schnell möglich.


    Überlege dir aber bitte unbedingt ein vernünftiges Varroa-Konzept. Wie und wann behandeln nach dem Abschleudern? Welche Winterbehandlung? Wie wird der Varroafall erfasst usw.


    ps schau, dass genug Tracht auf dem Land vorhanden ist. Grüne-Wüsten gibt es dort gerne. In der Stadt blüht immer etwas. Nicht das die Hunger leiden. (Bei Spaziergängen genau schauen, welche Bäume/Büsche/Blumen gibt es in welcher Anzahl.

  • Hallo M.,


    danke für die netten Worte und die Ratschläge. Ich hatte mich nach meiner Schulung mit anderen Anfängern zusammengetan mich mit denen oft ausgetauscht. Und meinen ersten Ableger auch quasi über den Verein bekommen. Man hat sich noch ein/zweimal getroffen und dann hat es sich verkaufen wie das manchmal so ist. Wollte ursprünglich auch gerne wieder von der Imkerin einen Ableger holen. Sie hatte aber sekber einige Verluste und vielen Neuimkern schon Ableger versprochen. Ich schätze ich werde sie nochmal fragen, ob sie noch eine Königin für mich hat.


    Meinst du diese dünnen Gummi Einweghandschuhe. Die habe ich sonst manchmal benutzt. Können die da nicht durchstechen?


    Im jetzigen Volk habe ich ja Stifte gefunden eine Woche nachdem ich die original KÖ getötet hatte. Die Buckfast KÖ die ich dazugehängt habe ist bereits begattet. Also wird sie es ja überlebt haben fürs erste. Die klopfprobe deutet auch darauf hin, dass eine KÖ vorhanden ist.


    Dann müsste ich jetzt nur noch knapp zwei Monate warten bis die Generation durch ist.

    Ich habe von meinem Nachbarn (selber kein Imker) gehört, dass es hier wohl einen Imker geben soll, dessen bienen wohl andere bienenstönde leerräubern. Könnte das damit zusammenhängen?


    Anzeichen von Räuberei konnte ich noch nicht erkennen. Klebriges oder dreckiges Flugbrett. Sieht soweit alles normal aus. Auch keine ausgefranzten Waben. Allerdings greifen die Bienen manchmal ihre eigenen Leute an. Neulich habe ich mal eine von Stockmeißel abgeschüttelt und diese wurde direkt von einer anderen Biene angeflogen. Kann das eine rolle spielen wenn irgendwo in der Umgebung angeblich unfreundliche Räuberbienen gehalten werden? Angeblich hat einer hier schon das imkern aufgegeben deswegen. Ist es frech, wenn ich mal im Verein frage wer hier in meinem gebiet die Flughoheit besitzt. Wissen die sowas? Ist ja für die standbegattete nachschaffung gar nicht so uninteressant.


    Finde das auch schade. In dieser Gruppe in der war, war sogar ein Schwarm schon ein Versagen. Unter Anfängern will vielleicht jeder der Beste sein. Keine Ahnung. Komischerweise ist auch immer nur mir was blödes passiert. Ich wurde dann meist nur belehrt. Konstruktiv war das selten. Aber vielleicht hast du recht und die halten auch nur die Klappe.


    Ich bin neben meiner Verzweiflung auch natürlich froh über jede Erfahrung. Und im Moment, wenn ich auf youtube videos schaue muss ich immer schmunzeln, wenn Imker dort in kurzer Hose und tshirt ohne Handschuhe imkern und dann erklären die Ladys wären heute aber nervös. Da kann ich nur müde lächeln. 🙃


    Die Idee mit den Handschuhen hatte ich auch. Habe mir dann neue gekauft. Diese Gummi-Präzision shanschuhe auf denen oben Textil ist. Extra in Rosa/Weiß. Aber da wurde ich auch ohne Vorwarnung direkt oben durch den Stoff gestochen. Habe auch mal eine andere Jacke probiert. Oder leggins unter Jeans/ Hose in Socken gestopft. Verschiedene Uhrzeiten. ...


    Ich bin wirklich ein sehr besonnener Typ mit sehr niedrigem Ruhepuls. Ich empfinde tiefe Zuneigung und Respekt für dieses Wesen Bien und finde zu diesem Volk einfach keinen Draht.


    Sollten die doch noch mit altem Material nachgeschafft haben, weiseln die dann nur um oder schwärmen die dann auch gleichzeitig? Schwarmstimmung war bei denen ja immer negativ. Habe nur einmal ein Spielnäpfchen gesehen ohne Inhalt und die eine Nachschaffungszelle, die ja mit schwärmen aber nix zu tun hat. Die wollten wohl nur ihre Gene erhalten. Heute ist Tag 14. Theoretisch hätte an Tag 12 ja schon eine schlüpfen können, wenn die eine ältere Made genommen haben.


    Das mit dem Einschlagen/Abklopfen könnte schwierig werden. Bei der kleinsten Erschütterung wird direkt gestochen.


    Danke nochmal, werde morgen mal versuchen jemandem im Verein zu erreichen, der Zeit hat die Damen mal zu begutachten.


    LG Ines

    - Krise ist ein produktiver Zustand.

  • Ja, mach weiter und lass Dich nicht entmutigen!

    Der Berufsimker, bei dem ich glücklicherweise meine ersten Jahre lernte, gab mir den Spruch mit auf den Weg:"Die Rückschläge hören niemals auf. Der Imker, der behauptet, er hätte nur Gutes erlebt, lügt Dir und sich selbst was vor. Das Durchhalten und der Wille, aus Fehlern zu lernen, das ist es, was den richtigen Imker ausmacht."

    Stecher sind natürlich mehr als nur unangenehm. Die können einem echt die Lust verleiden, sich überhaupt dem Stand zu nähern.

    Alles "Wollen" wird in der Bedrohung nur noch zur schnellstens erledigten Pflicht, und das kann es ja nicht sein.

    Wie die anderen schon schrieben, zieh Dich richtig an, das gibt Dir die nötige Sicherheit. Nimm auch die Wasserpistole mit, ins Wasser auch Nelkenöl geben. Wer mit Rauch nicht zu vertreiben ist, wird eben nass gemacht. Ruhig auch oben in die Waben reinsprühen.

    Schön wäre es, wenn Du die nächsten Male mit fachkundiger Verstärkung an Deine Bienen könntest.

    Damit sind nicht die Anfängerkollegen gemeint, sondern jemand, der auch die Situation im Volk beurteilen kann.

    Und vielleicht macht es auch Sinn, für Dich selbst, vor dem nächsten Besuch ganz klar und präzise stichpunktartig festzuhalten, was das absolut Notwendige ist. Für diesen Besuch. Was genau Du machen willst. Und wie Du vorgehst. Nimm die Notizen mit, leg sie ganz nah bei Dir ab und geh danach vor. Ganz ruhig. Und beschränke Dich auf nur das.

    Es gibt ja einiges an Arbeiten, was Du nach und nach erledigen kannst. Nicht alles auf einmal machen wollen, das stresst Dich und die Bienen.

    Sollte die Umweiselung geglückt sein, umso besser, dann wirds langsam besser.

    Was Deine Imkernachbarschaft betrifft, würde ich Dir raten, nicht vorschnelle Urteile zu fällen. Keiner hat gerne Stecher. Es gibt sicherlich gute und weniger gute Kollegen, aber mutwillig Stecher zu ziehen, würde ich keinem unterstellen. Und wenn Bienen räubern, dann nicht unbedingt deshalb, weil Herrchen vergessen hat, sie zu füttern. Das gibts natürlich auch, aber sollste mal sehen, wie Dein starkes Volk schwache Ableger räubert, wenns welche in der Umgebung gibt. Du wirst es ihnen nicht verbieten können.

    Auf eine gute Standbegattung kann man hoffen, sich aber nicht unbedingt verlassen. Ich habe die letzten 2 Jahre auch wieder vermehrt schlechte Erfahrung damit gemacht und werde in diesem Jahr einige Völker deshalb mit Zuchtköniginnen neu beweiseln.

    Kopf hoch, und durchhalten!!!

  • Hallo Messad,


    danke auch an dich für die Antwort und Ratschläge. AS Behandlung wollte letztes Jahr bei nicht klappen. Habe je 200ml 60 % über den Liebigdispenser verdunsten lassen. Einmal nach der Honigernte im August und dann nochmals nach dem Füttern. Gefallen ist leider nicht so viel wie erwartet. Da bei einem Volk einSchwarm abgegangen ist nd uch das andereum einen 5 wabenableger geschröpft hatte habe ich mir eingebildet, das der Varroadruck dadurch nicht so hoch war. Ich habe jetzt kürzlich im BJ gelsen, dass es wohl nachweislich mit 80% tiger AS bessere Erfolge gibt. Was mich verwundert hat, da ich dachte das wäre verboten.


    Leider ist mein Garten Mini Mini. Im Moment kann ich bei schlechter Wetterlage bzw. Schwül-warmer Luft nicht mal die Terasse betreten. Diese ist etwa 3 Meter vom Stand entfernt. Denke da auch an die Nachbarn und die besonders die planschenden Kinder hier nebenan. Gott sei dank haben wir sehr hohe Hecken. Hm, denkt ihr ich könnte in der Nachbarschaft mal fragen ob ich irgendwo nich Völker parken kann? Wie macht man sowas? Einfach beim Bauern nebenan klingeln? Ist das überhaupt erlaubt? (Habe meine Völker/Volk natürlich hier im Landkreis beim Bienenbeauftragten gemeldet. Müsste das dann dort melden mit der Adresse wo die stehen?)


    Danke nochmal + LG

    - Krise ist ein produktiver Zustand.

  • Hallo Bee-Nes,


    Standortmeldung ist natürlich erforderlich, aber das geht doch formlos! Einfach Mitteilung machen, fertig.

    Wenn Du das Volk jetzt umziehen willst, such Dir in Ruhe einen guten, vor allem vor Blicken geschützten Ort aus, wo Dich nicht jeder beobachten kann.

    Bei den Nachbarn würde ich es eher nicht versuchen. Wenn da nur ein einzges Mal was schief läuft, wirst Du den Ruf nicht mehr los. Besser ist wohl, Dir in einiger Entfernung ein paar Grundstücke oder sogar öffentliche Liegenschaften anzuschauen unter dem Gesichtspunkt, ob dort das vorhanden ist, was die Bienen UND Du brauchen. Leichter Anfahrtsweg, ggf für PKW. Blickgeschützt, windgeschützt. Keine direkte Nachbarschaft von Kindern oder anderem, was sich gestört fühlen könnte.

    Oft sind z.B. Landwirte, Gemeindeverwaltungen und sogar Firmen mit eigenem Gelände sehr verständnisvolle Ansprechpartner. Sei offen für alles! Dann ergibt sich sicher etwas Gutes.

    Wenn es denn klappt, denk daran, dass die Bienen zum alten Standort fliegen, wenn Du unter derzeit3km umstellst. Oder Du veränderst das Flugloch mit reichlich Zweigen so sehr, dass sie sich neu einfliegen müssen.

    Viel Glück!

  • Hallo Landpomeranze,


    danke. Das mit der Wasserpistole ist ein ziemlich guter Tipp/Idee. Auf Rauch reagieren meine Lieblinge nämlich gar nicht. Manches Mal hatte ich das Gefühl, das es sie noch aggressiver macht.


    Nächstes Mal wird meine bessere Hälfte mal rein schauen. Könnte mir gut vorstellen, das die mich jetzt grundsätzlich beschissen finden. Ich würde nichts schlimmer finden, als die Vorstellung ich hätte denen das angelernt. Müsste den Drohnenrahmen rausholen nächsten Samstag. In diesem Drohnenrahmen hatte ich die Stifte der neuen Königin gesehen letzte Woche.


    Die Nachschaffung wäre dann nöchsten Samstag ja eh gelaufen. Ist die Frage, ob man sich dann auch auf die Suche nach der neuen Königin macht? Die zugesetze ist markiert. Leider wie schon erwähnt der Beespace im unteren Brutraum völlig zerstört. Da hätte ich Angst die KÖ zu quetschen. Und der obere hat massig Honig. Bis zur Lindenblüte haben die daran wohl noch genug. Die sind schon relativ weit bei uns. Und es gibt einige.


    Könnte ich sobald ich die neue Beute mit DN 1,5 vorbereitet habe das Volk verstellen, die leere an den alten Platz und dann hoffen, das die Flugbienen sich dort sammeln. Meine Rasenfläche misst 5x2m. Funktioniert das auf so kurzer Distanz überhaupt?


    Danke+LG

    - Krise ist ein produktiver Zustand.

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  • Mach es besser nicht alleine und jetzt auf so kleinem Raum. Das gibt ein ganz schönes Geschwirre...und dann mit etwas säuerlichen Damen, ich weiss nicht...wenn, würde ich das an Deiner Stelle im Garten echt nur mit professioneller imkerlicher Hilfe angehen.

    Mit dem neuen Standort wird es schon klappen, wirst sehen. Der vorherige Tipp mit e.b....ist eine von vielen Ideen. Ich habe auch mal verzweifelt schnell was gesucht, und eine liebe Freundin fragte einen öffentlichen Gärtner, der Stadtliegenschaften gemäht hat. Und schwupps, seither habe ich traumhafte Liegenschaften der öffentlichen Hand...hatte aber auch schon selbstständig bei Firmen auf der grünen Wiese angefragt. Ein Imkerkollege hat bei einem Sportverein auf dem Gelände abseits was stehen. Wirklich, mach einfach mal brainstorming mit Deiner besseren Hälfte heute abend beim kochen! Da sprudeln die Ideen!

    Mh, hatte die legende Kö nur in den Drohnenrahmen gestiftet??? Und warum musst Du den dann rausnehmen oder habe ich da jetzt was falsch verstanden und da sind nur Eier von der bösen Alten drin?

    Wahre Sicherheit über diejenige, die derzeit das Sagen hat, bekommst Du tatsächlich nur, wenn Du oder jemand anders sich der Herausforderung stellt, die legende zu finden.

    Es stellt sich die Frage, ob Du es jetzt mal momentan so lässt, wie es nunmal ist und einfach hoffst, dass die neue sich behauptet hat. Oder ob Du vor lauter Sorge, dass die Alte oder eine evtl Nachgezogene von der den Thron innehat, nicht schlafen kannst.

    Die Frage kannst nur Du beantworten.

    Sollte es Dir keine Ruhe lassen, geh bitte erst nach dem schwülen Wetter dran. das verschlimmert die Ausgangslage nur. Hier war/ist es heute arg gewittrig und nicht im Traum wäre ich heute freiwillig hin.

    Wenn Du dran WILLST, überlege ganz genau, was Du tun würdest, wenn Du a), b) oder c) vorfindest. Vorher überlegen! Damit Du gerüstet bist und reagieren kannst.

    Du könntest es nun aber auch drauf ankommen lassen und erstmal eine Woche abwarten, um in dieser Zeit in Ruhe Pläne reifen zu lassen.

    Was soll schon gross passieren, was sich nicht wieder richten lässt? Alles, was die Bienen "falsch" bauen, lässt sich wieder reparieren, wirklich.

    Eine Kö ist drin, Futter auch.

    Lass etwas Ruhe einkehren, oder wer drängt Dich?

  • Ach so, noch kurz zum Rauch.

    Er darf nicht zu heiss sein! Sonst verbrennst Du die Immen bzw ihre Flügel/Atemwege. Es geht nur darum, zu warnen. Ein, zweimal sachte ins Flugloch "hauchen", und das gleiche oben, ins erste Spältchen, das Du öffnest.

    Niemals im Ganzen die Folie abreissen, wenn Du mit Folie arbeitest, sondern ganz langsam abziehen. Wenn nötig, mit mässig warmem Rauch ein wenig nachpusten. Auch nur 1-2mal. Lieber alle Minute mal was nachpusten, sachte, als mit der Heissluftgranate reinfeuern.

    Manchmal stimmt auch das Rauchmaterial nicht so ganz. Gute Beigaben sind Lavendelblüten und Rainfarn (selbst trocknen).

    Und verabschiede Dich von der Vorstellung, Du hättest denen was "anerzogen".Selbst, wenn dem so wäre, hätte es die Nachfolgegeneration verlernt. Das Meisste geht hier über die Vererbung und natürlich die Umstände, in denen die Bienen leben.

    Was die Varroabehandlung angeht, kannst Du Dir natürlich schonmal Gedanken machen.

    Aber: eins nach dem anderen.

    Wenn das Volk/die Völker leichter händelbar sind, ist schon viel gewonnen, wenn dann das Wabenmaterial so ist, dass Du gut schauen kannst und sie dort stehen, wo sie auch bleiben sollen - noch besser. Dann gehts ans Eingemachte, behandeln usw.

  • Vielen Dank für die direkte und super nette Hilfe. Total nett von euch. 😊

    Bin direkt wieder motiviert. Das mit dem umfliegen hier auf kleinem Raum war auch ein super Gedanke. Wäre nie darauf gekommen, das die Bienen dann ja bestimmt nicht gut drauf sind und hier umher schwirren. Meine direkten Nachbarn sind da gott sei dank ganz offen. Und das soll ja auch so bleiben.


    Hoffe auch auf die neue Betriebsweise DN 1,5. Ist nur die Frage, ob ich damit Ableger loswerde. Man muss ja immer mal schröpfen und bisher habe ich die dann so abgegeben oder verkauft, weil ich nicht so viele Völker haben möchte. Zwei haben bisher immer gereicht. Bei DM 1,5 wird das bestimmt nicht so leicht. Hier haben alle DN.


    Ich werde mich beim smokern mal beobachten. Den Drohnenrahmen möchte ich nur rausnehmen, da dort doch die meisten Varoen sitzen und das schon Teil meiner Behandlung ist. Habe auch Stifte am Rand des Brutnest gesehen. Zu dem Zeitpunkt hat die alte KÖ schon nicht mehr gelebt und eine neue konnte nich nicht geschlüpft sein bzw wäre dann ja auch noch nicht begattet gewesen. Die Stifte müssen also von der neuen Buckfast KÖ sein. Was mich schon gewundert hat, da ich erst im nach dem einhängen gelesen habe, das das um diese Jahreszeit mit unfreundlichen Bienen wohl Geldverschwendung wäre. U.U. Hat es geholfen, dass ich die tote direkt auf den Kasten mit der neuen KÖ gelegt habe. Etwas drastisch, aber ich hatte mal gelesen, dass sich die Bienen nicht in den Kampf der KÖs einmischen und dann glauben die Neue habe die Alte getötet.


    Ich mache jetzt erstmal nix. Ne Woche lang oder so und schaue mich nach nem Platz um.


    Dankbare Grüße! 🌻

    - Krise ist ein produktiver Zustand.

  • Nabend


    Kleiner Tip noch zu den Nitrilhandschuhe (blaue oder weisse kenn ich bisher). Da kann man noch so dünne weisse Baumwollhandschuhe drunter ziehen, wenn sie dann stechen kommt der Stachel kaum bei dir rein. Und Gefühl hast dubtrotzdem noch mehr damit.

    Handschuhe dann jedesmal wechseln, deine ledernen stinken wahrscheinlich nach Alarmpheromon und du nach Angst. Beides zusammen ist ne schlechte Mischung.

    Übergang Bündchen zu Handschuh mit Panzertape (auch bekannt als Ducktape) abkleben, der Übergang ist ein beliebter Einklemm/Stechort. Hatte letztes Jahr sowas ähnliches am Fuss, der Wulst am Schuhrand hat ne Biene gequetscht, sie Alarmpheromon ausgeschüttet und sofort sind ca. 10-15Bienen auf meinen Knöchel los. Da musste ich dann beide Füsse komplett eintapen. Am nächsten Tag dasselbe Spiel, eben weil noch Geruch nach "Alarm, der Bär kommt" dran war.


    Viel Glück und hoffentlich bald wieder Spass bei den Bienen,


    Robert

  • Zwei Tips zum "endlich gelingen" :

    1. versuche es mal mit einem Brutraum DNM, nicht 2 und auch nicht 1,5

    2. mach keine "Ableger", Bienen machen das von sich aus auch nicht. Bestelle oder Sorge für gute Königinnen und mach mit denen Kunstschwärme.