Honig bei der Ente schon trüb und nun?

  • Werbung

    Liebe Imker ich hoffe Ihr könnte mir helfen.


    Ich habe an Pfingsten meinen ersten Honig geerntet und er ist trüb

    siehe Foto. Ich weiß jetzt nicht genau was ich mit den Honig machen soll

    noch ist er im Hobock, das Foto ist eine Probe.


    Eckdaten zum Honig:

    Ich denke, dass er aus einem Anteil Obstblüte und Robinie (die war dieses Jahr sehr früh dran) besteht.

    Wassergehalt: 16,2%.

    Der Honig kam schon aus der Schleuder trüb. Ich siebe durch ein 200µm Sieb, das war für den Honig kein Problem.

    Der Honig wirkt sehr hell und flüssig.


    Jetzt meine Fragen:

    Die Kunden wollen doch keinen trüben Honig, was nun?

    Ich habe Angst, dass sich der Honig entmischt und gären könnte, berechtigt?

    Cremig rühren wäre eine alternative aber kristallisiert der Honig überhaupt bei einem großen Robinienanteil?

    Sollte ich den Honig kaltstellen (14 Grad) um die Sache zu beschleunigen?


    Ich wäre für Eure Tipps sehr dankbar.



  • Die Trübung kann verschiedene Ursachen haben. Bei Schleuderhonig ist die wahrscheinlichste, dass der Honig schon in den Waben angefangen hat auszukristallieren.

    Also keine Sorge: Er bleibt nicht flüssig und trüb, sondern wird cremig, wenn Du ihn rührst - oder fest wenn Du ihn nicht rührst.


    Ich kenne solche Trübungen ansonsten bei Presshonig. Da sind es eben Wachs- und Pollenpartikel, die für die Trübung sorgen.


    Einen Einfluss auf die Haltbarkeit hat das übriges nicht.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Warum wollen Kunden keinen trüben Honig? Er ist ein Frühtrachthonig - meiner sah genau so aus, bei mir war hoher Rapsanteil mit drinne.

    Das ist das schöne am Honig: er ist jedes Jahr etwas anders.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Schon mal vielen Dank für Eure Antworten.

    Warum die Kunden keinen trüben Honig wollen?

    Ich wohne auf einem Dorf und da muss der Honig wie

    aus dem Supermarkt aussehen, selbst der Preis wird mit

    Supermarktpreisen verglichen und gemäkelt.

    Glaubt mir, es ist nicht so einfach :-)

  • Ich kann mich nur anschließen dass mein Honig auch trüb war. Der rapsanteil war eher gering und nach 10 Tagen kristallisierte er bei Kellertemperatur langsma aus.

    Wie oben erwähnt hat mehrtägige Rühren einen cremigen Honig ergeben.


    P.S. Klaren Honig gibts zu Supermarktpreisen - ein trübes Naturprodukt aus der Region aber ist etwas teurer ;)

  • Ich wohne auf einem Dorf und da muss der Honig wie

    aus dem Supermarkt aussehen, selbst der Preis wird mit

    Supermarktpreisen verglichen und gemäkelt.

    Glaubt mir, es ist nicht so einfach :-)

    Dann lass' die Mäkeligen doch im Supermarkt kaufen. Die es zu schätzen wissen, kaufen bei Dir, auch wenn's trüb und teurer ist. Man muss sich auch die Kunden selektieren...


    Viel Erfolg!


    P.s. Rühren macht den Honig cremig. Abfüllen bei perlmuttartigem Schimmer auf der Oberfläche.

  • hallo,

    dein Honig ist vollkommen OK. Wo liegt dein Problem ????????????

    Wenn die Kunden "klaren" Honig wollen sollen sie bei Langnese kaufen.

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Ich bin da auch ganz stur. Man muss nicht jedem gefallen wollen, und recht machen kann man es sowieso nie allen, auf keinem Gebiet.

    Trag die Nase ruhig ein bisschen hoch, Du bist ambitionierter Imker!

    Der Honig wird so schnell nicht schlecht. Lager ihn halt ein, der Tag wird kommen, wo Du und andere froh über Vorräte sind, denke z.B. an die Vorweihnachtssaison. Oder Winter generell.

    Ich hatte in einem Jahr, wo ich die Völker auf Naturwabenbau umgestellt habe, nahezu gar keinen Honig geerntet. Und zehrte verkaufsmässig vom Vorjahr.

  • Hallo,


    kurz zur Information. Meine Befürchtung der Honig könnte sich entmischen hat sich

    nicht bestätigt. Er fängt jetzt langsam an fester zu werden

    und zu kristallisieren. Ich habe aber vorsichtshalber einmal die Woche den Honig gerührt.


    Ich habe mich entschieden den Honig so nicht zu verkaufen, sondern ihn cremig zu rühren.


    Was mich gewundert hat ist, dass der Honig ohne Probleme durch das Sieb gelaufen ist,

    obwohl ja schon Kristalle vorhanden waren.


    Vielen Dank für Eure Tipps.

  • Mein Frühtrachthonig war auch schon beim Schleudern trüb. Ich habe jetzt noch welchen (sieht immer noch so aus) und würde ihn gerne cremig rühren. Geht das auch mit dem Rapido? Einen anderen Rührer habe ich noch nicht.

    Gruß

    Rolfpaul

  • du wirst deine Kunden am besten kennen,ich hatte kein Problem mit trübem Honig,kenne ihn aber auch nur klar oder ganz undurchsichtig,ein Zettel zur Aufklärung,das es wie beim Apfelessig ist( zb. ) würde mir als Ku de genügen

  • Wenn er bei gut 16 % Gefahr läuft zu gären, dann wären alle Imker nur noch professionelle Met Hersteller. Entweder rühren und cremig machen, oder sanft erwärmen um ihn klar zu machen.

    38° ist die Stocktemperatur, da kann dem Honig nix passieren. Je nach Menge kannst du die Hälfte rühren, die andere klar machen, dann hast Du quasi schon 2 Sorten zum verkaufen und siehst was Deine Kunden lieber wollen.