Gerade ein Volk gekauft und schon keine Königin mehr?

  • Lieber Ralf,


    ein Problem hier ist sicherlich auch, dass man nur das geschriebene Wort sieht , aber kein Gegenüber hat und keine Stimme hört. Das kann leicht zu Missverständnissen führen.


    So habe ich z.B. die Anfrage von Bildungsbiene einfach als verzweifelten Hilferuf aufgefasst, in einer Situation, wo sie halt überfordert war.

    Bei einigen ist das wohl anders angekommen. Die Reaktion darauf allerdings war für mich völlig überzogen und die Fragestellerin unsachlich beleidigend (was soll denn der Quark mit "typisch Lehrer" und so..?).

    Es nützt einem am Anfang auch nicht so viel, dann im Internet zu wühlen und auch nicht, hier die Sufu (mir der ich persönlich nur schwer klargekommen bin) zu betätigen, die Informationsflut ist zu groß und auch zu widersprüchlich - genau deshalb sucht man ja dann mit einer konkreten Frage Rat.

    Ach übrigens: wenn man hier seine erste Frage ins Forum stellt, ist einem nicht sofort klar, dass es wichtig ist, das Profil ordentlich ausgefüllt zu haben. Aber darauf könnte man ja freundlich hingewiesen werden.


    Wie auch immer, nicht nur mir fällt der extrem rüde Umgangston hier auf und das nicht zum ersten Mal - wobei ich durchaus sehe, dass hinter so mancher zynischen Bemerkung (gell, lieber Ralf ;-) ) die Sorge um das Wohlbefinden der Bienen steht. Und natürlich kann man auch den aktuellen Hype ums Imkern kritisch sehen - wie jeden Hype.

    Dennoch: Es ist schade, schwierig und unangenehm, sich durch ätzende Bemerkungen lesen zu müssen nur um irgendwo die Informationsperlen rauszupicken. Muss doch nicht sein....


    So long


    Monika

  • Kommen wir doch wieder zur Ausgangsfrage der Bildungsbiene zurück.


    Waren die hier erhaltenen Antworten hilfreich für die morgige Aktion? Ich denke, dass es einige gute Tipps. Es würde mich interessieren, wie Dein Plan aussieht.


    Gruß

    Lutwin

  • ...man könnte meinen, Ihr (die diesen aggressiven, zynischen, respektlosen Ton an den Tag legen) seid als perfekt ausgebildete Imker auf die Welt gekommen, habt nie einen Fehler gemacht und habt auch nie Hilfe in Form von einer für erfahrene Imker vielleicht etwas naiv klingenden Frage gesucht. Ich schon, das war die Möglichkeit, in ganz passabler Zeit an eine ganze Menge Wissen zu kommen. Wenn man damals so mit mir umgegangen wäre, hätte ich wahrscheinlich aufgehört zu fragen und vieles nicht erfahren... und das ist die definitiv unglücklichere Variante...


    Und ehrlich gesagt, ein bisschen kritisches Nachdenken, Zögern und manchmal auch Beratungsresistenz hat mich aus heutiger Sicht auch vor mancher Dummheit bewahrt... Vor allem, da man zu jeder Frage viele unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten bekommt, die einen mit viel Geduld auf den eigenen Weg führen...


    Bildungsbiene : Mach weiter, sauge Informationen auf, wo Du sie bekommen kannst und vor allem lass Dir die Sache, von jemandem, der weiß was er tut, zeigen, die Theorie alleine bringt einen nicht weiter... Und gib Dir Zeit, geh' mit den Schüler/innen erst ran, wenn Du Dich sicher fühlst...


    Beste Grüße,
    Thanaidh

  • Wäre auch schön, wenn die wesentliche Frage, was ist mit der "Königin" passiert, während der gemeinsamen Durchsicht mit dem Imkerpaten geklärt wurde.


    Ein Foto der markierten Biene wäre auch sehr hilfreich.


    Warum hilft keiner der reichlich unterstützenden Imker vor Ort?

  • Hat der Imkerpate, ob der Skepsis, vielleicht absichlich einen Drohn zerquetsch.


    Wir wissen doch eigentlich gar nichts von dem Volk.


    Gruss

    Ulrich

  • Nicht entmutigen lassen. An die kleinen Stiche(leien) gewöhnt man sich. Sowohl hier als auch während der Arbeiten an und mit dem Bien. An beiden Orten war ich bisher meistens selbst Schuld, das ist zumindest das Ergebnise meiner Selbstreflexion :u_idea_bulb02:


    Grüße Tobias

  • Sooo, nun bin ich wieder zuhause und konnte gerade mal die ganzen weiteren Beiträge lesen. Ich bin jetzt insgesamt ein wenig beruhigter und ruhiger. Gestern (beim Eröffnen des Themas) hatte ich einfach Angst um das Volk - deshalb auch die vielen Ausrufezeichen usw. Das wurde wohl als Aggression gegenüber dem Imkerpaten oder so aufgenommen - dem ist aber nicht so!


    Morgen mittag ist die Ablegerbildung geplant. Beim Kauf haben wir mit dem Verkäufer auch alle Rähmchen durchgeschaut. Er hat es uns genau so geraten: Ableger aus dem Rähmchen mit den beiden Weiselzellen bilden (waren bisher nicht verdeckelt) plus weitere Brutwabe, Futterwaben und Mittelwände dazu. Einen Platz in einem Garten eines Kollegen haben wir für den Ableger auch schon gefunden, dort ist bereits alles vorbereitet. Wenn uns das Volk jetzt morgen vormittag nicht schwärmt, bin ich dann erstmal guter Dinge und hoffe einfach, dass alles gut geht.

    Der Verkäufer tippte gestern beim Telefonat übrigens auch auf stille Umweiselung. Blöd wäre ja jetzt nur die Situation, dass das Volk es nicht mehr hinbekommt, eine neue Königin nachzuschaffen (ebenso der Ableger...), sollte keine mehr da sein und die Brut schon "zu alt".


    Meine Beiträge hier (und besonders der erste) stellen eigentlich wirklich nur diese Angst dar, dass das Volk keine Königin mehr hat und möglicherweise auch keine neue nachschaffen kann. Das ist ja nun wirklich ein möglicherweise etwas überforderndes Thema, wenn man die Bienen gerade erst bekommen hat, oder sehe ich das völlig falsch?


    Und nun nochmal etwas anderes: Hier wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass es verantwortungslos wäre, mit Schülern jetzt an das Volk zu gehen. Klar - das ist mir auch bewusst. Leider habe ich keinen Garten oder einen ähnlichen Standort, in dem ich privat loslegen könnte. Daher der Start (im Team mit Kolleginnen) auf dem Schulgelände. Und wie schon gesagt, arbeiten wir uns jetzt erstmal gänzlich ohne Schüler ein. Und mit den Säuren werden die sowieso nicht hantieren (das wurde hier ja auch mal angemerkt...). Zusätzlich machen wir demnächst weitere Fortbildungen zum Thema Bienenpädagogik...und vorher passiert da schon mal gar nichts mit den Kids. Da können sich also alle mal wieder beruhigen und meinen Beruf einfach mal außen vor lassen, der ist hier jetzt nämlich erstmal völlig egal. Im Moment sind wir einfach mehrere Jungimker, die sich in die Führung ihres Volks einarbeiten und ich suche einfach Rat. Der wurde ja vielfach auch gegeben - danke dafür!

  • Hallo zusammen!


    Zu dem Fall hier:

    War die Königin nun tot oder ist sie wieder auferstanden?


    Zu dem Forum allgemein:

    Hier geht's ja ab... ! Also als Hilfesuchender ist man bei einigen Personen hier gleich mal auf der Abschussliste! :P


    Schön das es trozdem einige hier gibt die sich mit der Imkerei super auskennen und auch für Anfänger da sind!


    Muss jetzt vielleicht doch öfter meinen Senf dazu geben und so die ProAnfängerBewegung stärken! Brauchen ja die jungen Imker! :P


    Grüße aus Niederbayern!

  • Also Hut ab, Bildungsbiene :

    nicht nur hast Du einen außergewöhnlich holperigen Start in Deine Imkerei hingelegt, sondern auch in das Imkerforum. Das nenne ich mal eine Lernkurve (wie Dein letzter Beitrag belegt).


    Mal abgesehen von allen Emotionen dürfen wir wohl alle bestes Vertrauen haben, dass sich Deine Völker prima entwickeln, nachdem Du dann morgen Deinen Ableger wie geplant gemacht hast:


    Mindestens der zu bildende Ableger mit den beiden ungebrochenen Weiselzellen (egal ob Nachschaffung oder Schwarzellen) sollte ja eine Königin ausbrüten können. Hat also das Mutter volk am Ende wirklich keine Königin mehr, so kann man beide in ca. 4 Wochen (wenn die neue Kö im Ableger in Eilage ist) vereinigen.

    Hat das Muttervolk auch eine Königin, ist sowieso alles in Butter (das siehst Du daran, dass nach der Ablegerbildung weiter fleißig Pollen eingetragen wird - oder aber bei der nächsten Durchsicht in ca. 5 Tagen jüngste Brut).

    Den Ableger aber jetzt dann bitte für mindestens 3 Wochen NICHT mehr anrühren, sondern nur von außen zuschauen (junge Königinnen sind sensibel).


    Viel Spaß, und Glückwunsch zur ersten Feuertaufe (die nächste kommt bestimmt :wink:).


    Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Na, das klingt doch alles erstmal optimistisch! ☺ Danke!

    Eine Frage hätte ich jetzt aber doch nochmal, weil ich zig unterschiedliche Meinungen zu dem Thema gelesen und gehört habe.

    Sollen wir den Ableger füttern oder nicht? Idee war, einen aufgeschnittenen, ausgespülten Tetrapak mit Futterteig zu befüllen und in die Zarge mit hinein zu stellen. Ebenso einen Tetrapak mit Wasser und kleinen "Rettungsringen" ☺ Wir haben keine ausgebauten Mittelwände, die sich in Wasser tunken lassen.... Ist das ok, überflüssig oder sogar notwendig? Wie gesagt... Viele unterschiedliche Ratschläge führen zu Verwirrung und das Fachwissen hier im Forum habe ich ja schon zu spüren bekommen... ;-) Daher freue ich mich hier auch über Anregung!

  • Viel Erfolg, das klappt schon!


    Ich würde mich freuen, wenn du uns auf dem Laufenden haltest. Sollten sich die noch offenen Fragen klären, wäre das interessant.


    Am besten beim Ableger bilden eine Kamera bereithalten falls du die Königin siehst, dir bei bestimmten Weiselzellen unsicher bist oder sonstige Fragen auftauchen.


    Grüße

    Daniel