Weiterverarbeitung Honig

  • Hallo zusammen, ich habe am Montag, den 21.05. meinen ersten Honig geschleudert und diesen in einen Honigeimer gefüllt und den Schaum abgeschöpft. Wie lange soll der Honig bis zur Abfüllung in diesem Eimer stehen? Soll der Honig gerührt werden? Wenn ja, wie oft und wie lange? Und wann kann ich ihn in Gläser abfüllen?

    Vielen Dank für die Antworten,

    Peter

  • Hallo Peter,

    zum Thema Honig rühren gibt es im Forum unzählige Themen. Einfach mal suchen.


    Ich rühre nicht. 3 Tage nach dem Schleudern schöpfe ich den Schaum ab und fülle in die Gläser. Diese wandern dann in den keller, wo es so 12-15°C hat. Hier kristallisiert der Honig dann in aller Ruhe aus. Auf Grund der niedrigen Temperatur entstehen feine Kristalle. Nicht so fein, wie bei mehrfachen Rühren, aber Beschwerden gab es noch nie.


    Viele Grüße


    Thomas

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.

  • Frühtracht, nehme ich mal an.

    Ist der dann auch cremig?

  • Hallo zusammen, ich habe am Montag, den 21.05. meinen ersten Honig geschleudert und diesen in einen Honigeimer gefüllt und den Schaum abgeschöpft. Wie lange soll der Honig bis zur Abfüllung in diesem Eimer stehen? Soll der Honig gerührt werden? Wenn ja, wie oft und wie lange? Und wann kann ich ihn in Gläser abfüllen?

    Vielen Dank für die Antworten,

    Peter

    Bei mir sind in der Frühtracht auch paar Rapsanteile mit drin. Ich rühre früh und abends je 3-5 Minuten.

    Wenn dann weiße Schlieren kommen fülle ich ab. Dauert maximal 1 Woche je nach Temperatur.

    Da wird bei mir der Honig schön feincremig.

  • Blütenbiene deutet es an: Jeder Honig ist anders. Außerdem hat der Fragesteller nicht erwähnt, welche Konsistenz sein Honig haben soll - fest, steif, cremig, flüssig...?

    Bei meinem ersten Honig 2018 (RAPS) muss ich mich beeilen, dass ich ihn überhaupt rühren kann, da kann man zuschauen, wie er fest wird ;)

  • Ja. Die Kristalle sind fein. Wenn auch nicht so fein, wie mehrfach gerührt. Meine Kunden mögen es.

    Und der ist dann auch cremig und nicht hart? Kann ich mir kaum vorstellen.

    Das hängt mit der Temperatur zusammen. Bei der Temperatur im Keller wachsen die Kristalle langsam und gleichmäßig. Das scheint entscheident zu sein. Ich habe gerade das Glas eines Imkerkollegen geöffnet und mal probiert. Der gerührte Honig ist etwas feiner, "schmelziger". Beim Streichen merke ich keinen Unterschied. Last but not least, beim Essen stelle ich überhaupt keinen Unterschied fest. Beides lecker. :)

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.

  • Hallo zusammen,


    ich möchte mich hier mit einem Problem bzw einer Frage anschliessen.

    Vorab: ich ernte seit vielen Jahren und bin nicht ganz unerfahren, was Honigverarbeitung angeht. Auch Frühtrachten, in jeglicher Ausprägung.

    Die aktuelle Frühtracht steht seit ca 2 Wochen gesiebt im Eimer.

    Abgeschäumt ist. Wassergehalt 17. Kein Raps. Wirklich null.

    Gestern das erste Mal gerührt, da am Boden leichter "Satz", also Widerstand. Und richtig: leichte Trübung, es geht los.

    Und heute morgen, zur 2. Runde: mehrere grosse Luftblasen, auch kleinere.

    Ich habe mich nicht getraut, weiterzurühren, da die Blasen teilweise noch in der Schwebe ca 15cm unterhalb Oberfläche "stecken".

    Was nun??? Ich habe Befürchtungen, dass die Kristallisation nun zügig einsetzt und mir bei Nichtrühren einen Bretthonig beschert. Aber so verteile ich doch nur die Luftblasen, die weiter unten womöglich noch drinne sind???

    Hilft Impfen? Ich mag das nicht einfach so stehen lassen...110kg...

    Zur Rührtechnik kann ich nur sagen, dass ich mir da keiner Schuld bewusst bin. Ich mach es ja nu auch schon ein paar Jahre, aber dass da nach dem abschäumen so grosse Blasen auftauchen, kenne ich einfach nicht.

    Ich rühre mit dem Auf/Ab Stampfer per Hand, eher langsam, bleibe immer unter der Oberfläche und gehe nicht allzu nah an den Rand.

    Kann mir jemand Tipps geben? Danke!!!

  • Werner von der Ohe schreibt in seinem Buch "Honig", dass die Kristallisation an den Gefäßwänden beginnt und durch das Rühren die entstandenen Keime ins Volumen transportiert werden. Man kann auch selbst sehen, dass ein klarer aber zur Kristallisation fähiger Honig sich beim Rühren eintrübt, obwohl er vor dem Rühren klar zu sein scheint.

    Deshalb: Frühzeitig mit dem Rühren beginnen, wenn der Honig noch klar zu sein scheint, dann geht alles sehr viel schneller. Wenn man erst beginnt zu rühren, wenn der Honig sich trübt, ist es zu spät, um noch feinkristallinen Honig zu bekommen. Die Keime wachsen dann an den Wänden zusammen und werden als relativ grobe Kristalle ins Volumen transportiert.

    Gruß Ralph

  • Anschlußfrage: Meine zweite Schleuderung hat einen relativ hohen Wassergehalt (so 18 %). Bei der feuchten Wetterlage habe ich nun etwas Angst, daß ich den Wassergehalt noch verschlechtere, wenn ich jetzt die Eimer öffne und rühre, was meint ihr ?