Herstellung von Propolistinktur

  • Dafür benötigt man möglichts reines Propolis (Mengenangaben sind am Schluss). Also ohne Holzteilchen, Bienenflügel oder sonstigen Verunreinigungen. Natürlich muss dabei auch auf mögliche Rückstände von Varroaziden geachtet werden. Man füllt es also in eine fest schließende Flasche und gibt 96%igen Alkohol aus der Apotheke hinzu. Nach etwa zwei bis vier Wochen bei Zimmertemperatur und täglichem Schütteln hat sich alles aufgelöst und kann durch einen Kaffeefilter abgegossen werden. Der Vorgang kann noch verbessert werden, wenn das Propolis gemahlen ist (einige Zeit in Tiefkühltruhe und dann durch ausgediente Kaffeemaschine).
    Menge: zwei Volumenanteile Propolis, zwei Volumenanteile (Liter) Alkohol. Beispielsweise hat man eine fünf Liter-Flasche. In diese kommt bis zu zwei fünftel das Propolis (wenn fein gemahlen etwas weniger) und zwei Liter Alkohol.
    Vielleicht gibt es auch noch preiswertere Methoden, die Tinktur herzustellen?! Auf dem Alkohol ist ein sehr hoher Anteil Steuer drauf. Man könnte ihn steurfrei beziehen, wenn er zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet werden könnte. Da die bei der Propolistinktur nicht möglich, ja sogar verboten ist, ist es leider mit der Steuerbefreiung nichts. Oder hat jemand andere Erfahrungen gemacht?

  • Dafür benötigt man möglichts reines Propolis (Mengenangaben sind am Schluss). Also ohne Holzteilchen, Bienenflügel oder sonstigen Verunreinigungen. Natürlich muss dabei auch auf mögliche Rückstände von Varroaziden geachtet werden. Man füllt es also in eine fest schließende Flasche und gibt 96%igen Alkohol aus der Apotheke hinzu. Nach etwa zwei bis vier Wochen bei Zimmertemperatur und täglichem Schütteln hat sich alles aufgelöst und kann durch einen Kaffeefilter abgegossen werden. Der Vorgang kann noch verbessert werden, wenn das Propolis gemahlen ist (einige Zeit in Tiefkühltruhe und dann durch ausgediente Kaffeemaschine).
    Menge: zwei Volumenanteile Propolis, zwei Volumenanteile (Liter) Alkohol. Beispielsweise hat man eine fünf Liter-Flasche. In diese kommt bis zu zwei fünftel das Propolis (wenn fein gemahlen etwas weniger) und zwei Liter Alkohol.
    Vielleicht gibt es auch noch preiswertere Methoden, die Tinktur herzustellen?! Auf dem Alkohol ist ein sehr hoher Anteil Steuer drauf. Man könnte ihn steurfrei beziehen, wenn er zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet werden könnte. Da die bei der Propolistinktur nicht möglich, ja sogar verboten ist, ist es leider mit der Steuerbefreiung nichts. Oder hat jemand andere Erfahrungen gemacht?

  • Der hohe Steueranteil beim Alkohol bezieht sich nur auf sog. Trinkbranntwein. Wird die Propolistinktur also für den menschlichen Verzehr gefertigt, egal ob medizinisch indiziert oder nicht, wird dieser Steuerstatz (pro Liter 96% ca. 30 DM) fällig. Technische Alkohole unterliegen nicht der Trinkbranntweinsteuer, sind also wesentlich günstiger. Diese Alkohole dürfen allerdings nicht verzehrt werden, da sie eine andere Molekularstruktur als Trinkbrantwein haben. Soweit mein Kenntnisstand. Falls jemand diesbezüglich genauere Informationen hat, bitte veröffentlichen. Ich werde mich in Kürze mal bei einem Freund, der es eigentlich Wissen müßte "schlau machen". Er ist Brennmeister einer bekannten Kornbrennerei.


    _________________
    Mit freundlichem Imkergruss
    Dieter Luft


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: drohne2000 am 2002-01-10 00:00 ]</font>

    Mit freundlichem Imkergruss
    Dieter Luft

  • Der hohe Steueranteil beim Alkohol bezieht sich nur auf sog. Trinkbranntwein. Wird die Propolistinktur also für den menschlichen Verzehr gefertigt, egal ob medizinisch indiziert oder nicht, wird dieser Steuerstatz (pro Liter 96% ca. 30 DM) fällig. Technische Alkohole unterliegen nicht der Trinkbranntweinsteuer, sind also wesentlich günstiger. Diese Alkohole dürfen allerdings nicht verzehrt werden, da sie eine andere Molekularstruktur als Trinkbrantwein haben. Soweit mein Kenntnisstand. Falls jemand diesbezüglich genauere Informationen hat, bitte veröffentlichen. Ich werde mich in Kürze mal bei einem Freund, der es eigentlich Wissen müßte "schlau machen". Er ist Brennmeister einer bekannten Kornbrennerei.


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    Dieter Luft

  • Hallo,
    ich kaufe meinen Alkohol in Österreich.
    Dort hat 1L im letzten Jahr ca. 40DM gekostet. Wie es jetzt mit dem € ist weiß ich noch nicht. Der Alkohol ist von sehr guter Qualität (kleine Schnapsbrennerei mit Wirtschaft). Die Flasche muß zwar ofiziell den aufdruck mit 80%igem Ansatzschnaps haben, aber der inhalt ist ein 96%iger Alkohol.


    Gruß georg1308@aol.com

  • Wässrige Propolislösung: 30g Propolis klein zerstückelt, wird in einem Emaillegefäß mit 300 ml Wasser übergossen. Das Gefäß wird verschlossen und im Wasserbad im Laufe von 45-60 Min zum Kochen gebracht. Nach einer Abkühlung von ca. 12 Std. wird die Flüssigkeit in ein dunkles Gefäß umgeschüttet. Zum auf dem Gefäßboden verbliebenen Propolis werden noch 30 g neues Propolis und weitere 300 ml Wasser hinzugefügt. Diese Flüssigkeit wird 10-15 Min. lang auf schwachem Feuer gekocht. Nach einer Abkühlungsphase von ca. 12 Std. wird die Flüssigkeit in das selbe Glasgefäß geschüttet.

  • Hallo lieber Imker...



    ich war heute bei meinem Opa (Imker aus Baden-Württemberg) zu Besuch, und er hat mir von einem Problem erzählt, dass ich hier schnell erklären möchte.


    Er hat eine Propolis-Tinktur mit 70%igem Alkohol hergestellt. Als er merkte, dass sein Rohpropolis-Anteil zu hoch war, hat er versucht, diesen mit Wasserzugabe wieder zu senken. Nun ist die Tinktur keine reine Lösung mehr, sondern eher eine Emulsion (oben Wasser+Alkohol, unten Propolis).
    Was hat er falsch gemacht, bzw. kann man das wieder rückgängig machen?


    Würde mich um Antwort freuen!
    Mit freundlichen Grüßen
    Melanie Seifermann


  • Hallo Melanie!


    Auch ich habe schon Propolislösung hergestellt. Eigentlich löst sich das P. gut in Alkohol, wenn auch langsam. Meine Lösung enthielt dann noch Schwebstoffe, die sich absetzten. Dein Problem deute ich so: Propolis löst sich in Alkohol, aber nicht sehr in Wasser (Hauptbestandteile). Durch die vorangegangene Lösung des P. in A. und die anschließende Verdünnung der Lösung durch Wasser wurde folgender Effekt erzielt: Die alkohollöslichen Hautbestandteile der Lösung fielen durch die Erhöhung des Wasseranteiles entsprechend aus. Wasserlösliche Bestandteile und ein geringer Teil a.-löslicher Stoffe blieben in der überstehenden Lösung. Beim nächsten "Ansatz" sollte, wenn bemerkt wird, daß der vorhandene A. das P. nicht vollständig löst, einfach so lange mehr A. dazugegeben werden, bis sich das P. vollständig gelöst hat. Das Ergebnis ist eine gesättigte alkoholische Propolislösung. Zu dem Problem, die bereits erzeugte Lösung weiterzuverwenden: Entweder, man trennt die beiden "Phasen" und enthält eine wasser-/alkohollösliche Propolistinktur und "Propolis", das dann wieder in A. aufgelöst werden kann, oder man gibt der Lösung so lange A. bei, bis sich das P. vollständig gelöst hat. Bei der letzteren Methode sinkt allerdings der prozentuale Anteil von P. in der Lösung. Es wäre interessant, eine Löslichkeitstabelle von P. in wässerigen Lösungen mit unterschiedlichen Alkoholkonzentrationen anzufertigen. Da P. allerdings nicht immer von gleicher Zusammensetzung ist, werden sich hier auch breite Spannen ergeben. Ich hoffe meine Darstellung entspricht annähernd der Praxis. Sollte jemand andere Beobachtungen gemacht haben, so bitte ich um einen Diskussionsbeitrag. MfG Martin

    Suche Hilfe! Bin schon ein etliche Male abgestürzt bei dem Versuch mir einen Bienenstand aufzubauen!

  • Hallo
    Habe zufällig die Anfragen und Antworten zu Propolis entdeckt.
    Einige Anmerkungen hierzu:
    Propolis in der Form, wie es aus dem Bienenstock kommt, ist nicht wasserlöslich. In wässrige Lösung bringt man es nur, wenn es gefriergetrocknet (= lyophilisiert) ist.
    Die Hauptwirkstoffe im Propolis sind die Flavonoide. Diese gehen kaputt, wenn es über 40 Grad erhitzt wird. Sei mir bitte nicht böse, aber wenn Du Propolis kochst, ist es unwirksam.
    Im Propolis sind jedoch auch wasserlösliche Anteile, die wichtig sind. Die werden mit ausgelöst, wenn man 60 prozentigen Alkohol zur Aufbereitung nimmt.
    Eine gesättigte Propolislösung hat 15% Propolisanteile. Mehr geht nicht.
    Es gibt Menschen, die auf die kaffeesäuren, Zimtsäuren und die Polln im Propolis allergisch reagieren. Vor der Verabreichung, also erst die Lösung auf die Haut träufeln und abwarten, ob eine allergische Reaktion entsteht.
    Die Pollen und Wachsanteile können durch mehrmaliges Filtern eliminiert werden.
    Das ist in der Kürze vielleicht etwas viel, aber lasst Euch nicht entmutigen. Propolis ist ist ein Spitzenmittel. Mittlerweile ist ja die Wirksamkeit gegen Bakterien, Viren und Pilzen nachgewiesen.

  • An Alle,


    habe gestern wieder Propolis von den Rähmchenlaschen (geht jetzt im Winter wunderbar) für den Hausgebrauch geerntet. Das Rohpropilis wird bei mir in Weingeist angesetzt, dunkel gestellt und von Zeit zu Zeit umgerührt. Danach sauge ich die obenschwimmende Lösung ab und gebe erneut Weingeist auf die Masse bis diese nichts mehr hergibt.


    Ich kann Herrn Dr. Konrad nur beipflichten, Propolis ist ein Wundermittel, hilft beim Menschen und beim Tier (von Katze bis Kuh und Pferd).

    mfG, Rohringer Franz
    aus dem schönen Salzkammergut

  • hallo,
    in italien gibts in vielen supermärkten 95%-igen alkohol zu kaufen. ist eigentlich gedacht für die private herstellung von likören, deserts usw.
    die flasche mit 1 ltr kostet um die 10 €. ich hab mir heuer den liter für 9,90 € gekauft.
    im regal steht der alkohol immer bei den schnäpsen ganz oben oder ganz unten.
    ich denk, wenn dieser alkohol in italien für den verzehr geeignet ist, kann ich damit auch meine propolislösung herstellen. eignet sich auch sehr gut für bärenfang und andere tinkturen (beinwell usw.).
    gruß
    gerhard eissner

  • Hat schon einmal jemand davon gehört, das man Propolis "potenziern" soll bzw. kann?
    Ein homeopathischer Arzt sprach vor kurzem darüber, das Propolis in einer gesättigten Lösung die gleiche Wirkung haben soll als in einer potenzierten. Das potenzieren erfolgt so: Ein Teil fertige Propolislösung wird mit neun Teilen Alkohol vermischt und einhundertmal geschüttelt. Dies nennt man D1. Bei Propolis empfhielt er D30 (also das ganze dann 30 mal) das heißt wir hätten das "Mengenproblem" gelöst.
    Wer hat eine Ahnung von Homeopathie bzw. wie glaubwürdig findet ihr das...?
    schöne Grüße
    Leonhard