Wie reguliert das Volk Futterlagerung und Brut?

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    Hallo!


    Eine Frage an alle von euch, die sich mit der Biologie der Bienen auskennen. Wenn ein Volk in einer Massentracht steht und der Honigraum noch nicht gut ausgebaut ist, dann lagern die Bienen ja sicherlich recht viel Honig in den Brutraum ein. Kann es dann so weit gehen, dass die Honigeinlagerung nach und nach die Brut verdrängt, weil die Waben nach dem Schlupf schneller mit Honing gefüllt werden als mit neuen Eiern bestiftet zu werden?


    Eine Ähnliche Situation stelle ich mir beim Einfüttern für den Winter vor. Wie wird das von den Bienen reguliert?

  • In natürlichen Wohnungen haben Bienen andere Bauoptionen.

    Das Problem beim Verhonigen des Brutnests ist ja, dass die Bienen keinen Platz zum Wabenbau hatten.

    Zum anderen würde sie schwärmen, was Volksstärke und Honigeintrag reduziert.

    Dazu kommt sicher auch die Genetik. Das ist wie bei Milchkühen, denen Euter angezüchtet wurden, die fast auf dem Boden schleifen. Bei Wildbienenrassen sind Volksstärke und Honigeintrag geringer.

    Wir haben quasi Milchkühe, die gemolken werden müssen, weil sie so gezüchtet sind.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Die wissen schon wann sie bauen und hochtragen müßen, und tun das auch genau dann wenn es nötig ist.

    WENN Platz und Manschaft dazu vorhanden.


    Bei guter Genetik, in diesem Fall brutferne Honigstapelung, machts absolut keine Probleme, wenn die Queen ihrer zugedachten Arbeit ausreichend nachkommt.

    Von daher keine Sorge machen.

    Allerdings, es gibt Bastarde, die klatschen dauerhaft, trotz Platz, den Brutraum zu, in dem Fall würd ich mich dringend nach ner anderen Regierung bemühen!

    Alle Probleme, diesbezüglich, sind mit ner guten neuen Queen behoben. Ist die in Ordnung klappts von alleine.

    Also, gehen die nicht hoch oder bekommen keine Trachtstärke, nicht zögern, raus damit:!:

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Und die Antwort war: Sie schwärmen

    MEINE nicht!

    und der Honigraum noch nicht gut ausgebaut ist, dann lagern die Bienen ja sicherlich recht viel Honig in den Brutraum ein.

    Alles andere ist dumme Fragerei, nach dem Motto: was wäre wenn, Haubtsache Fred eröffnet..

    Also, gehen die nicht hoch oder bekommen keine Trachtstärke, nicht zögern, raus damit

    So hab ich das verstanden.

    Der Rest ist Fütterungstechnik und gehört zu den Basics die ......

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Danke soweit für die Antworten!

    Letztendlich also ein Problem bei zu spät gegebenen Honigraum, was aber durch das Umlagern des Honigs von der Brut weg in den dann gegebenen Honigraum alleine behoben wird.


    Wenn man im Frühjahr nach dem Einengen die Futterwaben zum Umtragen in den Trommelraum packt, muss man dann im Umkehrschluss aufpassen, dass es nicht zu viele Futterwaben sind, damit sich das Volk nicht zu viel Brutraum mit Futter belegt?

  • Trommelraum - meinst damit den Platz hinterm Schied ?


    Dort ist im FJ nur Futter, solange von außen nicht kontinuierlich genügend eingetragen wird. Die FW nehme ich raus, wenn das Gleichgewicht erreicht ist, sonst hauen sie die Wabe voll, trotz aufgesetztem HR. Ansonsten gilt das vom "Wasgauer" geschriebene - es gibt genetische Dispositionen...

  • Trommelraum - meinst damit den Platz hinterm Schied ?


    Dort ist im FJ nur Futter, solange von außen nicht kontinuierlich genügend eingetragen wird. Die FW nehme ich raus, wenn das Gleichgewicht erreicht ist, sonst hauen sie die Wabe voll, trotz aufgesetztem HR. Ansonsten gilt das vom "Wasgauer" geschriebene - es gibt genetische Dispositionen...

    Ja, der Raum hinter dem Schied.

    Das heißt also die Futterwaben kommen aus dem Trommelraum, sobald man merkt, dass der Honigkranz auf den Brutwaben größer wird, sprich von außen genug Nektar eingetragen wird?

  • Arbeitet jemand mit Schied im Warmbau DN1,5? Wo setzt ihr neue Mittelwände ein? Fluglochnah oder Fluglochfern am Drohnenrahmen? Ich frage das hier, weil bei fluglochnahem Einsatz von Mittelwänden und gleichzeitiger Massentracht gerne diese ausgebaut und voll Nektar geklatscht werden, so dass die geplante Erweiterung des Brutnestes nicht erreicht wird. Setze ich hinten ein, funktioniert die laufende Wabenhygiene durch Nachhintenwandern der immer älter werdenden Brutwaben nicht mehr so schön. Außerdem entsteht so immer eine vollständige Deckwabe ohne Brut vorne am Flugloch, die komplett voll Pollen und vor allem Nektar/Honig ist.

    Und noch eine Frage : Wenn ihr vorne die Mittelwand gebt, auf welche Position? Die Orientierung z.B. an Gerdes, der diese im Kaltbau immer auf #3 setzt, funktioniert hier m.E. nicht optimal, da neben dem oben beschriebenen Nektareintrag auch immer eine Deckwabe (s.o.) entsteht.

    Ich bin gespannt auf eure Meinungen und Erfahrungen. Danke!

  • Ja, der Raum hinter dem Schied.

    Das heißt also die Futterwaben kommen aus dem Trommelraum, sobald man merkt, dass der Honigkranz auf den Brutwaben größer wird, sprich von außen genug Nektar eingetragen wird?

    Na ja, das ist so eine sensible Phase. In diesem Jahr aufgrund von Trachtband war es einfach, weil ständig etwas reinkommt. Wenn die Wetterlagen auf und ab geht, lasse ich bis zu den Eisheiligen immer eine FW hinterm Schied. Sobald im 1. HR gefüllt wird, kommt die raus - es ist ja dann ausreichend Futter da.


    Mit Warmbau fehlt mir die Erfahrung.


    Beste Grüße


    Rainer